{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1990-12-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-55-36--_1990-12-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001379.pdf?ID=150001379", "Checksum": "cc808491f5b8af9e865d59b3709687b1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 55.36 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.12.1990 JAAC 55.36 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 05.12.1990 JAAC 55.36 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 05.12.1990 JAAC 55.36 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:32", "Checksum": "c0bb65038c575cdc71e2292b8b063521", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.12.1990 JAAC 55.36 \r\n\n 3\nihres Standpunktes überzeugen und zu einem entsprechenden Verhalten\n(Beschwerderückzug) veranlassen will...» (BGE 112 V 333 E. 5a, 334-335 f.,\nSchweizerische Krankenkasse Helvetia; vgl. auch in diesem Sinne VPB 53.51).\nb. Ein anderes Präjudiz einer kantonalen Verwaltungsinstanz führt aus:\n«Mag auch der Standpunkt eines Rekurrenten rechtlich aussichtslos oder\ngar abwegig sein, die Annahme böswilligen oder leichtfertigen Verhaltens\nsetzt mehr voraus: Nur wer bewusst einen unhaltbaren Rechtsstandpunkt\neinnimmt, handelt mutwillig» (Basler Juristische Mitteilung, 1988, S. 37).\nc. Die UBI hat sich in ihrer Praxis vereinzelt mit der Frage der\nVerfahrenskosten auseinandergesetzt. In einem Entscheid vom\n3. Dezember 1984, «CH-Magazin: Vernehmlassungen zu Tempo 80/100»\n(nicht publiziert), führt die UBI unter anderem aus, «dass neben den\nPassagen mit Pauschalurteilen auch ganz konkret auf vermeintliche\nKonzessionsverletzungen hingewiesen wird. Diese deuten nicht auf eine\nmutwillige eingereichte Beschwerde hin». Im Entscheid vom 22. Januar 1985,\n«Bumerang» (VPB 49.65), wurde die Mutwilligkeit einer Beschwerde nicht\nangenommen, da gewisse Passagen der Sendung Kritik hervorrufen konnten.\nIm bis anhin einzigen Entscheid, in dem die UBI aufgrund mutwilliger\nBeschwerdeführung dem Beschwerdeführer Verfahrenskosten auferlegte,\nbegründete die Instanz dies wie folgt: «Nachdem der Beschwerdeführer\nim Wissen, dass auch das BGer seine Argumentation zur engen Beziehung\nablehnt, erneut mit derselben Begründung eine Eingabe bei der Instanz\neingereicht hat, muss dieses Vorgehen als mutwillige Beschwerdeführung\nbezeichnet werden» (Entscheid vom 12. September 1986, «Abendjournal und\nEcho der Zeit», nicht publiziert). Gemäss diesen Präjudizien setzt Mutwilligkeit\ndas Wissen um die Erfolglosigkeit eines Rechtsstandpunktes voraus.\n3.2. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen Rechtsanwalt, für\nden es ohne weiteres zumutbar ist, sich vor Einreichung einer Beschwerde\nüber deren voraussichtliche Erfolgsaussichten durch Lektüre der Praxis\nder UBI zu informieren (vgl. Bernische Verwaltungsrechtsprechung [BVR]\n1981, S. 438). Bei unvoreingenommener Betrachtung der Sendung hätte\nauch für den Beschwerdeführer klar sein müssen, dass der inkriminierte\nSatz des Moderators bloss beiläufig geäussert wurde und letztlich in keiner\nWeise die im Zentrum des Sendebeitrages stehende Thematik - Lösung der\nEnergieprobleme der Zukunft - verfälschen konnte; dass der Beitrag generell\nden Grundsatz der sachgerechten Darstellung von Ereignissen verletzt hätte,\nwird zu Recht nicht behauptet. Unter diesen Umständen hätte auch dem\nBeschwerdeführer bewusst sein müssen, dass der als konzessionsverletzend\ngerügte Satz beziehungsweise die diesem beigemessene Interpretation\nkein genügendes Beschwerdefundament abgeben konnte; die UBI wird in\nZukunft ihre diesbezügliche Praxis verschärfen, sieht aber im Sinne einer\nübergangsrechtlichen Lösung im vorliegenden Fall von einer Kostenauflage\nab.\n\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 55.36 - Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen\nvom 5. Dezember 1990\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1991\nAnnée\nAnno\n\nBand 55\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 001 379\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}