{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1990-12-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-55-36--_1990-12-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001379.pdf?ID=150001379", "Checksum": "cc808491f5b8af9e865d59b3709687b1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 55.36 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.12.1990 JAAC 55.36 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 05.12.1990 JAAC 55.36 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 05.12.1990 JAAC 55.36 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:32", "Checksum": "c0bb65038c575cdc71e2292b8b063521", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.12.1990 JAAC 55.36 \r\n\n JAAC 55.36\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 5. Dezember 1990\n\nRadio et télévision. Frais de procédure en cas de plainte procédurière.\nArt. 24 AF AIEP. Agit dans un esprit procédurier le plaignant qui sait ou\nqui, en faisant preuve de tout le soin que l’on peut exiger de lui, devrait\nsavoir que son point de vue juridique n’a aucune chance de succès,\nnotamment parce qu’il interprète les faits d’une façon manifestement\ninsoutenable (annonce d’une jurisprudence plus sévère).\n\nRadio und Fernsehen. Verfahrenskosten bei mutwilliger Beanstandung.\nArt. 24 BB UBI. Mutwillig handelt ein Beschwerdeführer, wenn er\nweiss oder bei der ihm zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass sein\nRechtsstandpunkt keine Aussicht auf Erfolg hat, namentlich weil er\neine offensichtlich abwegige Interpretation des Sachverhalts vertritt\n(Ankündigung einer Verschärfung der Praxis).\n\nRadio e televisione. Costi procedurali in caso di reclamo temerario.\nArt. 24 DF AIER. Agisce in modo temerario il ricorrente che sa o che\nagendo con ragionevole diligenza dovrebbe sapere che il suo punto di\nvista giuridico non ha alcuna possibilità di successo segnatamente\npoiché sostiene un’interpretazione palesemente errata della fattispecie\n(annuncio di un inasprimento della prassi).\n\n1\nI\n\nA. «Menschen, Technik, Wissenschaft» ist eine regelmässig ausgestrahlte\nSendung von Fernsehen DRS. Sie beinhaltet verschiedenste Themen aus dem\nGebiet von Technik und Wissenschaft.\nAus Anlass des 15jährigen Jubiläums wurde am 8. August 1990 eine\nSpezialausgabe mit dem Titel «Wenn Science-Fiction Alltag wird»\nausgestrahlt, die dem Thema «Reise in die Zukunft - die Welt des Jahres\n2005» gewidmet war. In einem Beitrag ging es um das Thema Energie. In\ndiesem Zusammenhang erwähnte der Moderator Beat Glogger, dass die\nAtomindustrie weiterhin die Hoffnung in einen neuen Reaktortyp, den\nschnellen Brüter, setze und fügte bei: «Aber auch der schnelle Brüter hat\nnoch mit Sicherheitsproblemen, ähnlich wie die bestehenden Reaktoren, zu\nkämpfen.»\nB. Gegen diese Sendung und insbesondere gegen die zitierte Aussage\ndes Moderators reichte B., unterstützt von 43 Mitunterzeichnern, bei der\nUnabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) Beschwerde\nein. Er beanstandet in erster Linie, eine solche Behauptung sei in dieser\nundifferenzierten, generalisierenden Art nicht haltbar. Die pauschale,\napodiktisch in den Raum gestellte Aussage, «die bestehenden Reaktoren»\nhätten mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen, impliziere, dass alle Reaktoren\nSicherheitsprobleme hätten. Dies sei falsch, zumal die allermeisten (darunter\nauch die schweizerischen) Atomkraftwerke klaglos funktionierten. Selbst\nwenn man die Aussage Gloggers im übertragenen Sinne verstehe, sei sie falsch:\nes treffe nicht zu, dass die Technologie der atomaren Stromerzeugung generell\n«mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen» habe. Damit habe die Sendung\ngegen das Gebot der Sachgerechtigkeit in Art. 4 Abs. 2 der Konzession für\ndie Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft vom 5. Oktober 1987\n(Konzession SRG, BBl 1987 III 813 f.) verstossen.\n…\n\nII\n\n1. (Formelles)\n2. Art. 4 Abs. 2 Konzession SRG verlangt unter anderem, Ereignisse seien\nsachgerecht darzustellen.\n2.1. (Gebot der sachgerechten Darstellung von Ereignissen, vgl. Urteil des\nBGer vom 17. Oktober 1980, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und\nVerwaltungsrecht [ZBl] 83/1982, S. 219 ff.; VPB 54.15, S. 78; VPB 51.53, S. 330;\nVPB 50.18, S. 124; VPB 49.32, S. 182)\n2.2. In der vorliegenden Beschwerde wird im wesentlichen nur eine einzige\nAussage des Moderators beanstandet und geltend gemacht, diese verstosse\ngegen das Gebot zu sachgerechter Information.\nEs ist in der Fachdiskussion unumstritten, dass Aspekte der Sicherheit\nzu den Hauptproblemen bei der Nutzung der Kernenergie gehören.\nDas vom Beschwerdeführer vorgebrachte Argument, viele Reaktoren\n\n"}