{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1990-03-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-55-35--_1990-03-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001376.pdf?ID=150001376", "Checksum": "3d4bab27a64c6c1c774c67d85bfdd66e"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 55.35 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 02.03.1990 JAAC 55.35 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 02.03.1990 JAAC 55.35 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 02.03.1990 JAAC 55.35 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:07", "Checksum": "fec731597eb31c9a6bdba17717f2d160", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 02.03.1990 JAAC 55.35 \r\n\n 2\nDie UBI wies die Beschwerde ab.\nAus den Erwägungen:\n2. Nach der konstanten Praxis bezüglich der Zuständigkeitsabgrenzung\nzwischen der UBI und dem EVED ist bei der Beurteilung von Werbesendungen\nganz allgemein zu unterscheiden zwischen inhaltlich-programmlichen\nAspekten und solchen rein finanzieller oder programm-technischer Natur\n(z. B. Einhaltung der Werbezeiten). Aspekte programmlich-inhaltlicher Natur\nliegen vor, wenn es sich um Fragen der Meinungs- und Willensbildung, um\ndie Transparenz einer Sendung oder um Fragen sachgerechter Information\nhandelt. In solchen Fällen erachtet sich die UBI als zuständig. Nicht\nauszuschliessen ist indessen, dass unter Umständen für spezifische Fragen\nfinanzieller und betriebsrechtlicher Art zugleich die Zuständigkeit des\nDepartements gegeben ist (vgl. zum Art. 14 der alten Konzession für die\nSchweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft vom 27. Oktober 1964/\n22. Dezember 1980 die Mitteilung der UBI vom 24. September 1986, in: VPB\n51.52 A, S. 312 ff.; VPB 53.51, S. 357 ff.; bestätigt im Entscheid des BGer vom\n10. Juni 1988 in Sachen Radio Basilisk c. Schweizerischer Reisebüro-Verband,\nE. 2; vgl. auch BGE 116 Ib 44 ff., «Grell-Pastell: Sex»).\nPotentiell sind alle Sendungen, Programmsendungen und Werbesendungen,\nder Programmaufsicht durch die UBI unterstellt. Die Prüfungsbefugnis\nerstreckt sich dabei auf sämtliche Programmbestimmungen der Konzession\nfür die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft vom 5. Oktober 1987\n(Konzession SRG, BBl 1987 III 813 f.) zu denen Art. 4 und Art. 15 gehören. Art. 1\nund 17 des BB vom 7. Oktober 1983 über die unabhängige Beschwerdeinstanz\nfür Radio und Fernsehen (BB UBI, SR 784.45) gehen insoweit Art. 16 der\nWeisungen des Bundesrates über die Fernsehwerbung vom 15. Februar 1984\n(BBl 1984 I 365) vor.\n3. Insbesondere ist die UBI zuständig für die Beurteilung der Frage, ob in\neiner Fernsehsendung unbezahlte indirekte Werbung vorliege (BGE 116 Ib\n44 f., «Grell-Pastell: Sex»). Das BGer stellt fest: «Aus dem Werbeverbot in\nArt. 15 der Konzession lässt sich für den Programmauftrag in Art. 4 der\nKonzession ableiten, dass die Programme nicht zu unbezahlter Werbung\nmissbraucht werden dürfen. Das Programm dient der Information und\nUnterhaltung, nicht aber der Werbung. Es würde die Konzession verletzten,\nwenn die Programmgestalter zuliessen, dass Programme als Plattform\nfür (unbezahlte) Werbung benützt werden. Ob solches zutrifft, gehört zur\nProgrammbeurteilung.»\nZur Auslegung des Begriffs der Werbung kann Art. 16 Abs. 2 der V vom\n7. Juni 1982 über lokale Rundfunk-Versuche (RVO, SR 784.401) im Wege der\nAnalogie beigezogen werden; danach gilt als Werbung ein Sendebeitrag,\nwenn dieser das Publikum «zum Abschluss von Rechtsgeschäften über\nWaren und Dienstleistungen anregen» könnte. Nicht jeder Werbeeffekt\neines Programmteils fällt jedoch unter das Werbeverbot; dieses ist erst\nbetroffen, wenn der Kaufanreiz gegenüber dem Informationsgehalt oder\nUnterhaltungswert in den Vordergrund tritt. Es obliegt der journalistischen\nSorgfaltspflicht des Veranstalters, die gebotene Gewichtung zu finden.\n4. Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss eine Verletzung des Verbots der\nunbezahlten indirekten Werbung am Fernsehen. Aus dem Umstand, dass in\neiner Informationssendung alkoholische Getränke gezeigt werden, kann nicht\n\n"}