{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1990-06-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-55-34--_1990-06-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001373.pdf?ID=150001373", "Checksum": "2a2018b248eceb4ebaf24e15ff59f4bd"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 55.34 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 08.06.1990 JAAC 55.34 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 08.06.1990 JAAC 55.34 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 08.06.1990 JAAC 55.34 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:32:48", "Checksum": "c47fede95c8250bb748837f69f994f33", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 08.06.1990 JAAC 55.34 \r\n\n JAAC 55.34\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 8. Juni 1990\n\nRadio et télévision. Procédure de plainte.\nArt. 15 al. 1er AF AIEP. Plusieurs émissions ne peuvent faire l’objet d’une\nseule et même plainte que si elles présentent un lien thématique; il\nne suffit pas à cet égard qu’elles s’inscrivent dans la même catégorie\nd’émissions.\nArt. 14 let. a AF AIEP. Lorsqu’une plainte vise plusieurs émissions qui\nn’ont aucun rapport entre elles, les conditions de légitimation doivent\nêtre remplies - et le nombre de signatures requises doit être apporté -\npour chaque émission prise isolément.\n\nRadio und Fernsehen. Beanstandungsverfahren.\nArt. 15 Abs. 1 BB UBI. Mehrere Sendungen können nur dann in einer\neinzigen Beschwerde gerügt werden, wenn die ihnen zugrundeliegenden\nThemen zusammenhängen; dies ist nicht durch den Umstand allein\ngegeben, dass die Sendungen im nämlichen Sendegefäss ausgestrahlt\nwurden.\nArt. 14 Bst. a BB UBI. Betrifft eine Beanstandung mehrere nicht\nzusammenhängende Sendungen, so müssen für jede einzelne Sendung\ndie Legitimationsvoraussetzungen erfüllt, beziehungsweise die\nvorgeschriebene Anzahl Unterschriften beigebracht werden.\n\n1\nRadio e televisione. Procedura di reclamo.\nArt. 15 cpv. 1 DF AIER. Più emissioni possono essere censurate in un\nunico ricorso soltanto se i temi di base sono connessi; non è sufficiente\nil solo fatto che le emissioni siano state trasmesse in uno stesso blocco.\nArt. 14 lett. a DF AIER. Se un reclamo concerne più emissioni che non\nhanno fra di loro alcuna relazione, per ogni singola emissione devono\nessere adempiute le condizioni di legittimazione, rispettivamente deve\nessere prodotto il numero prescritto di firme.\n\nI\n\nA.1. Am 13. Februar 1990 strahlte das Fernsehen DRS eine\n«Zischtigs-Club»-Sendung aus, die dem Thema «Renaissance der Kernenergie»\ngewidmet war. An dieser Diskussionssendung unter Leitung eines\nModerators nahmen folgende Personen teil: Albert Wettstein, Umwelt- und\nErdölfachmann der Firma «Shell», Ralph Gräub, Umweltspezialist, Autor\nvon kernenergiekritischen Büchern, Michael Kohn, Kernenergiespezialist\nund Energiemanager, Thomas Flüeler, Energiespezialist (Schweizerische\nEnergiestiftung), Margrit Huber, Rechtsanwältin, Präsidentin der Sektion\nZürich des Konsumentinnenforums, Politikerin der Freisinnig-demokratischen\nPartei (FDP).\nA.2. Die «Zischtigs-Club»-Sendung vom 20. Februar 1990 befasste sich unter\ndem Titel «Schnüffler, Fichen und Spione: wie viel Schutz braucht unser\nStaat?» mit der «Fichenaffäre». An der von einem Moderator geleiteten\nDiskussion beteiligten sich Rosmarie Bär, Nationalrätin der Grünen Partei\nder Schweiz (GPS), Mitglied der Parlamentarischen Untersuchungskommission\n(PUK), Ernst Cincera, Nationalrat FDP, Thomas Fleiner, Professor für\nStaatsrecht an der Universität Freiburg, Jürg Frischknecht, Komitee «Schluss\nmit dem Schnüffelstaat», Rudolf Strahm, vormaliger Parteisekretär der\nSozialdemokratischen Partei der Schweiz (SPS), Grossrat, und Professor Hans\nWalder, Bundesanwalt von 1968 bis 1973.\nA.3. Im Rahmen der «Tagesschau»-Ausgabe vom 24. Februar 1990 wurde\nein Beitrag zur mündlichen Urteilseröffnung und -begründung des BGer\nim Strafverfahren gegen Frau alt Bundesrätin Kopp und Mitangeklagte\nausgestrahlt. In den Beitrag eingebaut war ein Interview mit Professor Jörg\nRehberg, der das Urteil des BGer einer kritischen strafrechtlichen Würdigung\nunterzog.\nB. Die Ausstrahlung dieser drei Sendungen wurde von K. mit Schreiben\nvom 25. Februar 1990, das zunächst bei der Schweizerischen Radio- und\nFernsehgesellschaft (SRG) eingereicht, von dieser indessen umgehend an die\nUnabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) weitergeleitet\nwurde, beanstandet.\nIn seiner Eingabe macht K. geltend, in der energiepolitischen Debatte vom\n13. Februar seien unter Einbezug des Moderators, vier Kernenergiekritikern\nnur zwei Kernenergiebefürworter gegenüber gestanden. In der Diskussion\n\n2\nzur «Fichenaffäre» seien vier Personen aufgetreten, die eindeutig gegen\neine politische Polizei votiert hätten und ausserdem habe sich auch der\nDiskussionsleiter in seinen Voten eher auf deren Linie bewegt. Bezüglich\ndes Tagesschaubeitrages vom 23. Februar 1990 wird implizit geltend gemacht,\ndurch den Beizug von Professor Rehberg, der dem BGer gewissermassen ein\nFehlurteil unterstellt habe, habe sich der Zuschauer nicht ein ausgewogenes\npersönliches Bild über den Abschluss des Strafverfahrens machen können.\nUnter Hinweis, dass seine Eingabe nicht in allen Punkten die\nBeschwerdevoraussetzungen des BB vom 7. Oktober 1983 über die\nunabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (BB UBI, SR 784.45)\nerfülle, wurde K. eingeladen, seine Eingabe innert der laufenden Frist von 30\nTagen seit Ausstrahlung der Sendungen zu ergänzen.\nMit Schreiben vom 15. März 1990, Postaufgabe am 19. März 1990, hat K.\nseine Eingabe ergänzt und geltend gemacht, dass die drei inkriminierten\nSendungen Art. 4 der Konzession für die Schweizerische Radio- und\nFernsehgesellschaft vom 5. Oktober 1987 (Konzession SRG, BBl 1987 III 813 f.)\nverletzen. Gleichzeitig hat er dieser ergänzenden Eingabe, die im wesentlichen\ndie Vorbringen der Beanstandung vom 25. Februar 1990 wiederholt, die\nNamen und Unterschriften von 21 Mitunterzeichnern/innen nachgereicht.\nDurch Zustellung von weiteren 11 Namen und Unterschriften seitens des\nBeschwerdeführers (Postaufgabe am 26. März 1990) erhöhte sich die Zahl der\nMitunterzeichner/innen auf insgesamt 32 Personen.\n…\n\nII\n\n"}