{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1989-07-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-55-10--_1989-07-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001295.pdf?ID=150001295", "Checksum": "db2921dbc27234c2386f53da036ae261"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 55.10 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.07.1989 JAAC 55.10 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 05.07.1989 JAAC 55.10 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 05.07.1989 JAAC 55.10 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:29", "Checksum": "28591bec2a2701f3f45455723ed9542b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 05.07.1989 JAAC 55.10 \r\n\n JAAC 55.10\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 5. Juli 1989\n\nTélévision. Emission de débat sur l’importance socio-culturelle de la\nvoiture.\nArt. 4 al. 1 et 2 Concession SSR. Principe de la transparence.\nConditions d’une apparition anonyme et masquée dans une émission\nd’information.\nArt. 4 al. 3 Concession SSR. L’émission, dans laquelle des participants de\ntendances diverses exprimèrent leur colère, ne constitua pas un appel à\nla violence.\n\nFernsehen. Diskussionssendung über den gesellschaftlich-kulturellen\nWert des Autos.\nArt. 4 Abs. 1 und 2 Konzession SRG. Grundsatz der Transparenz.\nVoraussetzungen des anonymen und maskierten Auftritts in einer\nInformationssendung.\nArt. 4 Abs. 3 Konzession SRG. Kein Aufruf zur Gewalt durch die\nSendung, in welcher Teilnehmer verschiedener Ansicht ihrer Wut\nAusdruck gaben.\n\nTelevisione. Discussione teletrasmessa sull’importanza socio-culturale\ndell’automobile.\nArt. 4 cpv. 1 e 2 Concessione SSR. Principio della trasparenza.\n\n1\nCondizioni della comparsa anonima e mascherata in un’emissione\nd’informazione.\nArt. 4 cpv. 3 Concessione SSR. L’emissione, nella quale partecipanti di\ndiversa tendenza hanno espresso la propria collera, non costituisce un\nincitamento alla violenza.\n\nI\n\nA. Bei der Sendung «Zischtigs-Club» handelt es sich um ein Sendegefäss,\nin dem unter Leitung einer Moderatorin oder eines Moderators die\nunterschiedlichsten Themen im Rahmen eines Forums mit eingeladenen\nGästen diskutiert werden.\nDer «Zischtigs-Club» vom 28. Februar 1989 war dem Thema «Kratzer am\nLack - oder die Wut auf das Auto» gewidmet. Die Diskussion befasste sich mit\nder Frage der gesellschaftlichen Bedeutung des Autos, seinen positiven und\nnegativen Folgen. Zur Diskussionsrunde eingeladen waren und nahmen teil\nsechs Personen, wovon - dem kontroversen Thema entsprechend - je eine\nHälfte den - wie die Moderatorin formulierte - Autobefürwortern und den\nAutogegnern zugehörten.\nUnter den Teilnehmern mit einer kritischen Einstellung zum Auto befand\nsich eine Frau, die als «Stadthexe» maskiert auftrat und der eine anonyme\nTeilnahme zugestanden wurde, mit der von der Moderatorin vorgetragenen\nBegründung, dies erlaube es dieser Person, «zu sagen, was sie denkt».\nB. Gegen diese Sendung erhob am 16. März 1989 E. C. zusammen mit 55\nMitunterzeichnern Beschwerde bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen (UBI).\nIn der Beschwerde wird beanstandet, die Sendung verletze die Konzession\nfür die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft vom 5. Oktober\n1987 (Konzession SRG, BBl 1987 III 813 f.) insbesondere dadurch, dass einer\nDiskussionsteilnehmerin ein anonymer Auftritt erlaubt worden sei. Dieses\nVerhalten verstosse sowohl gegen das konzessionsrechtliche Gebot, wonach\nAnsichten als solche für den Rezipienten erkennbar sein müssten, als auch\ngegen den Auftrag, Informationen zur freien Meinungsbildung zu vermitteln\n(Art. 4 Abs. 1 und 2 Konzession SRG).\nDie Sendung habe es überdies der als «Stadthexe» auftretenden anonymen\nTeilnehmerin ermöglicht, zu gewalttätigen Aktionen gegen das Auto\naufzurufen. Dies verstosse gegen das Verbot, Sendungen auszustrahlen,\nwelche die innere oder äussere Sicherheit des Bundes oder der Kantone oder\nihre verfassungsmässige Ordnung gefährden (Art. 4 Abs. 3 Konzession SRG).\n\n"}