{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1989-11-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-54-48--_1989-11-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001244.pdf?ID=150001244", "Checksum": "76c9ae9f737339f1e676e344ae8267db"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 54.48 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 02.11.1989 JAAC 54.48 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 02.11.1989 JAAC 54.48 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 02.11.1989 JAAC 54.48 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:03", "Checksum": "9971ab99897eb7648eb7990922993be3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 02.11.1989 JAAC 54.48 \r\n\n JAAC 54.48\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 2. November 1989\n\nTélévision. Table ronde consacrée aux opinions que suscite à l’étranger\nla fête commémorative suisse du 50e anniversaire de la mobilisation.\nArt. 4 al. 1er Concession SSR.\nL’intérêt du pays et l’union nationale ne sont pas atteints par les prises\nde position critiques à l’égard de l’attitude de la Suisse pendant la\nguerre et du genre de la commémoration.\nArt. 4 al. 2 Concession SSR.\n- Composition convenable de la table ronde et présentation licite de\nplusieurs avis critiques sur un sujet controversé de politique intérieure\nvu de l’étranger, auxquels répond en l’espèce un politicien suisse.\n- Limites de l’obligation d’une présentation fidèle en fonction du sujet\nd’une émission.\n\nFernsehen. Diskussionsrunde betreffend die im Ausland entstandenen\nMeinungen über die schweizerische Gedenkfeier zum 50. Jahrestag der\nMobilmachung.\nArt. 4 Abs. 1 Konzession SRG.\nDie Interessen des Landes und die nationale Einheit werden nicht durch\nkritische Stellungnahmen gegenüber der Haltung der Schweiz in den\nKriegsjahren und der Art der Gedenkfeier beeinträchtigt.\nArt. 4 Abs. 2 Konzession SRG.\n- Angemessene Zusammensetzung der Diskussionsrunde und zulässige\nDarstellung von mehreren kritischen Stellungnahmen zu einem\nkontroversen innenpolitischen Thema aus ausländischer Sicht, zu\ndenen ein Schweizer Politiker Antwort gibt.\n- Grenzen der Pflicht zu sachgerechter Darstellung aufgrund des\nThemas einer Sendung.\n\n1\nTelevisione. Tavola rotonda concernente i pareri suscitati all’estero\ndalla commemorazione svizzera del 50° anniversario della\nmobilitazione.\nArt. 4 cpv. 1 Concessione SSR.\nGli interessi del Paese e l’unione nazionale non sono pregiudicati\ndalle prese di posizione critiche nei riguardi dell’atteggiamento della\nSvizzera durante gli anni di guerra e del genere della commemorazione\nArt. 4 cpv. 2 Concessione SSR.\n- Composizione adeguata della tavola rotonda e presentazione lecita\ndi parecchie opinioni critiche su un soggetto controverso di politica\ninterna visto dall’estero, alle quali risponde un politico svizzero.\n- Limite dell’obbligo di una presentazione fedele in funzione del tema di\nun’emissione.\n\nI\n\nA. Die Sendung vom Fernsehen der deutschen und rätoromanischen Schweiz\n(DRS) «Freitagsrunde» vom 16. Juni 1989 war dem Thema «Was denkt man im\nAusland über die in der Schweiz geplante Gedenkfeier zum 50. Jahrestag der\nMobilmachung?» gewidmet. Unter der Leitung eines Moderators äusserten\nsich die deutsche Journalistin Marion Lorenz, der Pole Edward Dylawerski,\nder Österreicher Pierre Simonitsch und aus Schweizer Sicht Nationalrat Edgar\nOehler zu diesem Thema.\nB. Gegen diese Sendung erhob am 14. Juli 1989 B. namens der Vereinigung\n«Medien-Panoptikum» gemeinsam mit 110 Mitunterzeichnern Beschwerde bei\nder Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI).\nIn der Beschwerde wird beanstandet, die Sendung habe gegen den\nGrundsatz verstossen, der Vielfalt der Ansichten angemessen Ausdruck\nzu geben (Art. 4 Abs. 2 der Konzession für die Schweizerische Radio- und\nFernsehgesellschaft vom 5. Oktober 1987 [Konzession SRG], BBl 1987 III\n813 f.). Die Diskussionsrunde sei völlig einseitig zusammengesetzt gewesen.\nNationalrat Oehler seien drei kritisch eingestellte ausländische Journalisten\ngegenüber gestellt worden. Gefehlt habe ausserdem «ein Vertreter der\nbetroffenen Aktiv-Dienst-Generation, der aus eigenem Erleben der damaligen\nSituation zur Vielfalt der Ansichten Wesentliches hätte beitragen können».\nVerstossen habe die Sendung im weiteren gegen den konzessionsrechtlichen\nAuftrag, die Interessen des Landes zu wahren und die nationale Einheit\nund Zusammengehörigkeit zu stärken (Art. 4 Abs. 1 Konzession SRG). Die\nSendung habe sich «in Verdächtigungen und Unterstellungen» erschöpft\nund nichts zu einer sachlichen Information über den Ablauf der geplanten\n\n2\nVeranstaltungen zum 50. Jahrestag der Mobilmachung beigetragen. Mit diesem\nEinwand rügt der Beschwerdeführer implizit, die Sendung habe gegen das\nkonzessionsrechtliche Gebot, Ereignisse sachgerecht darzustellen, verstossen.\nC. In Anwendung von Art. 19 des BB vom 7. Oktober 1983 über die\nunabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (BB UBI, SR\n784.45) wurde die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) zur\nStellungnahme eingeladen.\nIn ihrer Stellungnahme vom 4. September 1989 beantragt die SRG, es sei die\nBeschwerde abzuweisen. Zur Begründung führt die SRG an, die Bestimmungen\nvon Art. 4 Konzession SRG seien durchwegs eingehalten worden. Der\nGrundsatz, die Vielfalt der Ansichten angemessen zum Ausdruck zu bringen,\nverlange «in keiner Weise Gleichheit in Personenzahl, Sendeminuten\nusw.». Folge man der Argumentation der Beschwerdeführer, so dürften\nkontroverse innenpolitische Sachverhalte und Auseinandersetzungen in\nSendungen der SRG nicht aus ausländischer Sicht beleuchtet werden. Dies\nwürde unzweifelhaft die Programm- und Meinungsäusserungsfreiheit eines\nVeranstalters in unzulässiger Weise einschränken.\nD. Auf die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels wurde verzichtet.\n\nII\n\n"}