{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-09-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-54-15--_1988-09-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001136.pdf?ID=150001136", "Checksum": "8146e706c6111c82414b6dd55626d0ba"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 54.15 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 14.09.1988 JAAC 54.15 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 14.09.1988 JAAC 54.15 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 14.09.1988 JAAC 54.15 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:41", "Checksum": "11ee5a7705f79b1b4d8621cca07dd36d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 14.09.1988 JAAC 54.15 \r\n\n JAAC 54.15\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 14. September 1988; eine\ndagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde\nwurde vom Bundesgericht am 23. Juni 1989 als\nunzulässig erklärt\n\nTélévision. Information précédant une votation fédérale.\nArt. 4 al. 2 Concession SSR de 1987. Exigences plus élevées en matière de\ndiligence journalistique remplies dans le cas d’un dessin animé sur la\npolitique coordonnée des transports.\n\nFernsehen. Information im Hinblick auf eine eidgenössische\nAbstimmung.\nArt. 4 Abs. 2 Konzession SRG von 1987. Erhöhte Anforderungen an der\njournalistischen Sorgfalt erfüllt bei einem Zeichentrickfilm über die\nkoordinierte Verkehrspolitik.\n\nTelevisione. Informazione precedente una votazione popolare.\nArt. 4 cpv. 2 Concessione SSR del 1987. Esigenze più severe in materia di\ndiligenza giornalistica soddisfatte nel caso di un disegno animato sulla\npolitica coordinata dei trasporti.\n\n1\nA. Im Verlaufe des Abendprogramms vom 7. Juni 1988 strahlte das Fernsehen\nder Deutschen und Rätoromanischen Schweiz (DRS) in der Form eines\neingeblendeten Spots und als Beitrag zur bevorstehenden eidgenössischen\nVolksabstimmung (vom 12. Juni 1988) einen dreieinhalbminütigen\nZeichentrickfilm über die koordinierte Verkehrspolitik (KVP) aus. Am 8. Juni\nwurde er in der Einführung zu einer längeren kontradiktorischen Sendung\nnoch einmal ausgestrahlt.\nGemäss einer Standardformel, die die Schweizerische Radio- und\nFernsehgesellschaft (SRG) für solche «Abstimmungsservices» entwickelt hat,\nbestand der obengenannte Zeichentrickfilm aus drei Teilen:\nIm einleitenden Teil wurden Abkürzung und Begriff der KVP definiert sowie\nInhalt und Ziele der Abstimmungsvorlage dargestellt: Schaffung eines\nAusgleichs zwischen privatem und öffentlichem Verkehr; Förderung eines\numweltgerechten Verkehrsangebotes; Finanzierung des Verkehrs nach dem\nVerursacherprinzip; Lockerung der Zweckbindungen.\nIm zweiten Teil wurden drei Argumente der Gegner dargelegt: Überflüssigkeit\nneuer Verfassungsartikel; Gefahr einer Zweckentfremdung des Ertrags\nder Treibstoffzölle, insbesondere ihrer Einsetzung für den öffentlichen\nVerkehr; eher Steuerpolitik als Verkehrspolitik, wenn Abgaben wie die\nAutobahn-Vignette und die Schwerverkehrsabgabe in der Verfassung\nverankert werden.\nIm dritten Teil wurden drei Argumente der Befürworter vorgestellt:\nNotwendigkeit einer Verfassungsverankerung; Interesse der Automobilisten an\neiner Zweckänderung des Ertrags der Treibstoffzölle; Subsidiaritätsprinzip für\ndie neuen Finanzierungsmöglichkeiten.\nB. Wegen überwiegend KVP-freundlicher Tendenz dieses Trickfilmes reichte B.\nam 6. Juli 1988 eine Beschwerde bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen (UBI) ein.\nZur Sache führt der Beschwerdeführer an, alle angeblichen Vorteile der\nVorlage seien wohlwollend und ausgiebig vorgestellt worden. Demgegenüber\nseien die gegnerischen Argumente, denen im übrigen weniger Sendezeit\neingeräumt worden sei, nur unvollständig wiedergegeben worden, wobei\ninsbesondere die wichtigsten Gründe für die Ablehnung der Vorlage\nverschwiegen worden seien. Schliesslich sei die KVP-Gegnerschaft bei der\nZusammenstellung des Filmes nicht begrüsst worden.\n…\n\nII\n\n1. (Formelles)\n2. Gemäss Art. 17 BB UBI prüft die UBI, ob eine Sendung\nProgrammbestimmungen der Konzession verletzt.\na. Massgeblich für die Beurteilung des am 7. und 8. Juni ausgestrahlten\nTrickfilmes ist die Konzession für die Schweizerische Radio- und\nFernsehgesellschaft vom 5. Oktober 1987, die am 1. Januar 1988 in Kraft\ngetreten ist (Konzession SRG von 1987, BBl 1987 III 813 ff.).\n\n"}