{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-06-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-54-13--_1988-06-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001130.pdf?ID=150001130", "Checksum": "a05157ceaaac4a78c6f6c131dcc465d2"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 54.13 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 08.06.1988 JAAC 54.13 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 08.06.1988 JAAC 54.13 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 08.06.1988 JAAC 54.13 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:58", "Checksum": "cd9effad643d7a8e8f80c7ebd64cc124", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 08.06.1988 JAAC 54.13 \r\n\n JAAC 54.13\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 8. Juni 1988, der am 23.\nJuni 1989 vom Bundesgericht bestätigt wurde\n\nTélévision. Emission d’information au ton exceptionnellement\nhumoristique consacrée à un panorama caricatural de la Suisse,\ndans lequel une capitale de canton est présentée par un membre d’une\nautorité de cette ville comme un paradis des spéculateurs en marge de\nla légalité.\nArt. 14 let. a AF AIEP. Qualité du conseil municipal de la ville\nmentionnée pour porter plainte.\nArt. 13 al. 1 2ème phrase Concession SSR de 1980. Diligence\njournalistique.\n- Inapplicabilité des critères régissant les comptes rendus, eu égard au\ncaractère nettement particulier de l’émission.\n- Interview du municipal à la limite de l’admissible, dans le contexte\nchoisi.\nArt. 13 al. 1 3ème phrase Concession SSR de 1980. Aucun caractère\ndestructif de la séquence quant à l’unité nationale.\nArt. 22 AF AIEP. Le diffuseur ne peut pas être astreint à publier la\ndécision de I’AIEP.\n\nFernsehen. Ausnahmsweise humoristisch gehaltene\nInformationssendung mit Karikaturpanorama der Schweiz, in welchem\neine Kantonshauptstadt durch ein Behördenmitglied dieser Stadt als\nSpekulantenparadies am Rande der Legalität dargestellt wird.\nArt. 14 Bst. c BB UBI. Beschwerdelegitimation des Stadtrates der\nerwähnten Stadt.\n\n1\nArt. 13 Abs. 1 Satz 2 Konzession SRG von 1980. Journalistische\nSorgfaltspflicht.\n- Unanwendbarkeit der Kriterien für Berichterstattungen angesichts\nder deutlich erkennbaren Eigenartigkeit der Sendung.\n- Befragung des Stadtpolitikers an der Grenze der Zulässigkeit im\ngewählten Rahmen.\nArt. 13 Abs. 1 Satz 3 Konzession SRG von 1980. Kein destruktiver\nCharakter des Sendungsausschnitts in bezug auf die nationale Einheit.\nArt. 22 BB UBI. Der Veranstalter kann nicht zur Publikation des\nEntscheides der UBI verpflichtet werden.\n\nTelevisione. Emissione d’informazione dal tono eccezionalmente\numoristica consacrata a un panorama caricaturale della Svizzera,\nnel quale la capitale di un Cantone è presentata da un membro\ndell’autorità di questa città come un paradiso per speculatori in\nmargine alla legalità.\nArt. 14 lett. c DF AIER. Legittimazione ricorsuale del consiglio\nmunicipale della città menzionata.\nArt. 13 cpv. 1, 2° periodo Concessione SSR del 1980. Diligenza\ngiornalistica.\n- Inapplicabilità dei criteri che reggono i resoconti in considerazione\ndella peculiarità chiaramente riconoscibile della trasmissione.\n- Intervista del municipale al limite dell’ammissibile nel contesto scelto.\nArt. 13 cpv. 1, 3° periodo Concessione SSR del 1980. Nessun carattere\ndistruttivo della sequenza per rapporto all’unità nazionale.\nArt. 22 DF AIER. L’organizzatore non può essere costretto a pubblicare\nla decisione dell’AIER.\n\nA. Am 3. Dezember 1987 strahlte das Westschweizer Fernsehen in der\nwöchentlichen Magazin-Sendung «Temps présent» einen rund 50 Minuten\ndauernden Beitrag mit dem Titel «Dieu, que la Suisse est jolie!» aus. Das\nFernsehen präsentierte den Zuschauern eine touristische Schweizerreise\nauf humoristische Weise. Eine Reihe berühmter Attraktionen wurden von\nihren besten Seiten gezeigt - wie es für die ausländischen Feriengäste geschieht\n- und mit ironisierenden Kommentaren versehen: Zermatt mit Matterhorn,\nGrimentz, Appenzell, Luzern. Von Gartenzwergen oder von Heidi war auch\ndie Rede. Während rund 4 Minuten beschäftigte sich die Sendung mit Zug und\nkam dabei insbesondere auf seine Rolle als Finanzplatz zu sprechen. Man\nversuche, sich hinter den idyllischen und renovierten Fassaden zu verstecken.\n\n2\nEin Stadtparlamentarier erklärte in einem kurzen Interview, dass sich hinter\nPhantom-Firmen sogar Wirtschaftskriminalität verberge. Geringe steuerliche\nBelastung habe Zug zum Finanzparadies werden lassen.\nB. Mit Eingabe vom 31. Dezember 1987 beschwerte sich die Stadt Zug bei\nder Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) über\ndiese Sendung. In ihrer Rechtsschrift begehrte die Beschwerdeführerin, es sei\nfestzustellen, dass der in der Sendung «Temps présent» vom 3. Dezember\n1987 ausgestrahlte Beitrag über die Stadt Zug gegen Art. 13 Abs. 1 der\nKonzession für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft vom\n27. Oktober 1964/22. Dezember 1980 (Konzession SRG von 1980, BBl 1981 I\n285 f.) verstosse. Ferner sei die Feststellung der Konzessionsverletzung in den\nMedien (Tagespresse, Radio und Fernsehen) zu veröffentlichen, derweil alle\nKosten der Beschwerdegegnerin zu überbinden seien.\nZur Begründung führte die Beschwerdeführerin aus, der beanstandete\nBeitrag habe die Stadt Zug auf einseitige, unobjektive und verletzende Weise\ndargestellt. Die als «humoristisch» verharmloste Sendung habe die Stadt Zug\nals bösen Gnomen apostrophiert und als Zentrum der Wirtschaftskriminalität\nund Spekulantenparadies hingestellt. Dieses Zerrbild sei noch dadurch\nverstärkt worden, dass mit einem Vertreter der Sozialistisch-Grünen\nAlternative nur ein einziger Stadtparlamentarier in der Sendung zu Wort\ngekommen sei, der überdies als Mitglied einer kleinen Gruppierung die\nZuger Bevölkerung in keiner Weise repräsentativ habe vertreten können.\nZusammenfassend ergebe sich, dass solche Sendungen die Verständigung\nzwischen der deutschen und französischen Schweiz keineswegs förderten.\n…\n\nII\n\n"}