{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-09-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-53-49--_1988-09-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001040.pdf?ID=150001040", "Checksum": "332904ce31d2ec366e4e554292095742"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.49 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 14.09.1988 JAAC 53.49 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 14.09.1988 JAAC 53.49 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 14.09.1988 JAAC 53.49 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:44", "Checksum": "7b79e68c239f3e649436908e249f06ec", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 14.09.1988 JAAC 53.49 \r\n\n JAAC 53.49\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 14. September 1988\n\nTélévision. Rencontre avec de jeunes Namibiens qui, par des interviews,\ndanses et chants, plaident en faveur de l’égalité des races et de\nl’indépendance de leur pays.\nArt. 14 let. b AF AIEP. Relation de parenté ne fondant pas une qualité\nparticulière.\nArt. 4 al. 1 Concession SSR de 1987. Aucun caractère destructif de la\nproduction, qui, vu son exotisme, n’a pas pu avoir sur le public suisse\nl’effet d’un appel à la violence.\nArt. 4 al. 2 Concession SSR de 1987.\n- Admissibilité d’une présentation unilatérale de l’opinion politique\nd’une certaine jeunesse namibienne eu égard au fait que le reste du\nprogramme reflète en fait équitablement la diversité des opinions dans\nce domaine.\n- Opinions reconnaissables comme telles.\n\nFernsehen. Begegnung mit jungen Namibiern, welche sich durch\nInterviews, Tanz und Gesang für die Rassengleichheit und\nUnabhängigkeit Namibias engagieren.\nArt. 14 Bst. b BB UBI. Verwandtschaftliche Bindung, welche keine enge\nBeziehung in diesem Sinne bildet.\nArt. 4 Abs. 1 Konzession SRG von 1987. Kein destruktiver Charakter\nder Darbietung, weil sie wegen ihrer Fremdartigkeit auf das Schweizer\nPublikum keinen Aufruf zur Gewalt bewirken mochte.\nArt. 4 Abs. 2 Konzession SRG von 1987.\n\n1\n- Zulässigkeit einer einseitigen Darstellung der politischen Meinung\neiner gewissen namibischen Jugend, weil im übrigen Programm die\nVielfalt der Ansichten in diesem Bereich tatsächlich angemessen\nAusdruck findet.\n- Als solche erkennbare Meinungsäusserungen.\n\nTelevisione. Incontro con giovani cittadini della Namibia che con\ninterviste, balli e canti perorano la parità delle razze e l’indipendenza\ndel loro Paese.\nArt. 14 lett. b DF AIER. Relazione di parentela che non costituisce uno\nstretto vincolo in questo senso.\nArt. 4 cpv. 1 Concessione SSR del 1987. Nessun carattere distruttivo della\nproduzione che, visto l’esotismo, non ha certo potuto avere sul pubblico\nsvizzero l’effetto di un appello alla violenza.\nArt. 4 cpv. 2 Concessione SSR del 1987.\n- Ammissibilità di una presentazione unilaterale dell’opinione politica\ndi una determinata gioventù della Namibia, poiché nel resto del\nprogramma è stata espressa un’equa molteplicità di opinioni in questo\ncampo.\n- Opinioni riconoscibili come tali.\n\nI\n\nA. Unter dem Titel «Namibia - eine Begegnung» strahlte das Fernsehen DRS am\n7. Mai 1988 das wöchentliche Jugendmagazin «Seismo» aus.\nIn dieser Sendung traten verschiedene Mitglieder namibischer\nJugendorganisationen, welche sich im Rahmen der Nord-Süd-Kampagne\ndes Europarates zu einer Tournee in der Schweiz aufhielten, sowie Vertreter\ndiverser schweizerischer Jugendorganisationen auf. Im Verlauf der rund 45\nMinuten dauernden Sendung beschrieben vorab die namibischen Studiogäste\ndie Lebensbedingungen der schwarzen Bevölkerung in Namibia, die Probleme\nder Rassenintegration, die gesellschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten\nsowie die nationalen und internationalen politischen Perspektiven des Landes.\nZwischen diesen Interviews warb eine Gesangsgruppe, die aus Mitgliedern der\nnamibischen Delegation bestand, in Form von Tanz- und Gesangsdarbietungen\nsowie mit kurzen Spielszenen für die Rassengleichheit und die politische\nUnabhängigkeit Namibias.\nSoweit einzelne Passagen dieser Darbietungen Gegenstand präziser Rügen\ndarstellen, wird in den folgenden Erwägungen näher auf sie eingegangen.\nB. Von 20 Mitunterzeichnern unterstützt, reichte W. am 6. Juni 1988\nBeschwerde gegen die obgenannte Sendung bei der Unabhängigen\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (hiernach: UBI) ein.\n\n2\nIn seiner Eingabe macht der Beschwerdeführer geltend, dass in der\nAusstrahlung ausschliesslich Terroristen der South West Africa Peoples\nOrganisation (SWAPO) Gelegenheit erhalten hätten, sich ausführlich zur\npolitischen Lage in Namibia zu äussern, während der offizielle Standpunkt\nder Regierung nicht wiedergegeben worden sei. Es seien zudem verschiedene\nFalschinformationen ausgestrahlt worden: So sei behauptet worden, die\nschwarzen Bevölkerungskreise würden wirtschaftliche Sanktionen gegen\nNamibia befürworten. Falsch sei auch die Behauptung, wonach in Namibia\ndasselbe Apartheidsystem vorherrsche wie in Südafrika. Die Sendung habe\nausserdem zur Unterstützung von Gewalt aufgerufen und generell den\nEindruck einer Propagandaveranstaltung zugunsten der marxistischen\nBefreiungsbewegung SWAPO erweckt.\n…\n\nII\n\n"}