{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-08-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-52-30--_1987-08-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000701.pdf?ID=150000701", "Checksum": "415b676f2608525e2f9a67a55138e487"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.30 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 04.08.1987 JAAC 52.30 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 04.08.1987 JAAC 52.30 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 04.08.1987 JAAC 52.30 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:20", "Checksum": "2e8f9180b70413538df18a5250840c42", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 04.08.1987 JAAC 52.30 \r\n\n 3\nKonzessionsbeschwerde jedoch auch im Rahmen von Art. 14 Bst. a BB, und es\nist daher jedenfalls unter diesem Gesichtspunkt auf die konzessionsrechtliche\nPrüfung einzutreten.\n…\n3. Eine Sendung umfasst einen in sich geschlossenen Programmteil. Einen\nsolchen stellt zweifellos die am 28. April 1987 erfolgte Ausstrahlung von\n«Szene» in der Zeit zwischen 9 Uhr und 12 Uhr dar. Die Beschwerdeinstanz hat\nnach Gesetz eine Sendung als Gesamtheit zu würdigen, unter Umständen\nauch mehrere Sendungen, soweit der innere Zusammenhang diese als\nkonzessionsrechtliche Einheit erscheinen lässt (Art. 17 BB). Zu der vom\nBeschwerdeführer gerügten Sendung gehört nicht nur das einleitende\nAssoziationsspiel und die in erster Linie beanstandete «Carte Blanche»,\nsondern auch das nach einer Musikeinlage von etwa sieben Minuten folgende\nStatement der Moderatorin mit folgendem Wortlaut:\n«Ich wett a dere Schtell vilicht no ganz klar säge, dass mir eus vom vorhärige\nUftritt vom Piero Bettschen, dass mir eus da ganz klar dischtanziere. I sämtliche\nVorgspräch wo mir mit em gha händ, het er nüt i däre Richtig, i däre Art\nirgendwie atönt, und, ja, wie gseit, ich chas eigentlich nur widerhole, mir\ndischtanziere eus ganz, ganz klar vo däm, was dr Herr Bettschen do eus gliferet\nhet.»\nEs ist nach Ansicht der Instanz unzweifelhaft und wird auch vom\nBeschwerdeführer nicht in Frage gestellt, dass sich diese Distanzierung auf\ndie Äusserung des Studiogastes über Herrn Ruf bezieht. Das gleiche gilt für\ndie etwas ausführlichere Erklärung der Moderatorin am Schluss der Sendung\n«Szene» kurz vor 12 Uhr mit folgendem Wortlaut:\n«DRS 3 hett de morge näbscht em Bendicht Luginbühl, wo erschti Iidrück vo de\nBärner Kulturszene hie wiitergää het, DRS 3 hett z’Gascht gha der Posunischt\nSleepy Dan vo Ugly Blues infected, de Kulturphilosoph Gerhard Johann Lischka,\nde Theatermacher Piero Bettschen vom Bärner Narrepack-Theater und de Peter J.\nBetts, de Kultursekretär vo de Stadt Bärn. Mir möchte hie üs nomal, hie a derä\nSchtell wele mer nomal ganz usdrücklich feschthalte, dass mir üs vo de Üsserige\nvom Piero Bettschen dischtanziere. Nach drü telefonische Vorgspräch mit em\nPiero Bettschen isch i kener Art und Wiis voruszgseh gsi, dass är das Konzept,\nwo mir für die Sändig gha hend, i dere Art wird missbruuche. Nomal ganz klar\ngseit: Mir dischtanziere üs vom Vorgehe vom Piero Bettschen, wo d’Glägeheit\nusgnützt hett, güge Lüt z’schimpfe, wo pärsönlech nid aawäsend gsi si und da\ndermit nid händ chönne Stellig näh.»\nAuch diese Stellungnahme ist als integraler Teil der Sendung zu würdigen, die\nbeanstandet wird.\n4. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 13 Abs. 1 der\nKonzession SRG geltend.\nNach Satz 1 dieser Bestimmung sollen die von der SRG verbreiteten\nProgramme die kulturellen Werte des Landes wahren und fördern und\nzur geistigen, sittlichen, religiösen, staatsbürgerlichen und künstlerischen\nBildung beitragen. Satz 3 verlangt ferner, dass die Programme so gestaltet\nwerden, dass sie den Interessen des Landes dienen und die nationale Einheit\nund Zusammengehörigkeit stärken. Zu prüfen ist, ob die beanstandete\n\n"}