{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-08-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-52-30--_1987-08-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000701.pdf?ID=150000701", "Checksum": "415b676f2608525e2f9a67a55138e487"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.30 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 04.08.1987 JAAC 52.30 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 04.08.1987 JAAC 52.30 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 04.08.1987 JAAC 52.30 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:20", "Checksum": "2e8f9180b70413538df18a5250840c42", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 04.08.1987 JAAC 52.30 \r\n\n JAAC 52.30\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 4. August 1987).\n\nTélécommunications. Radio. Emission récréative en direct au cours de\nlaquelle les invités au studio jouissent d’une période limitée de liberté\nd’antenne, dont un participant abuse pour attaquer gravement un\nhomme politique.\nDevoirs particuliers de diligence régissant les interviews en direct.\nAucune obligation d’un contrôle intégral de manuscripts en vue d’une\ncensure éventuelle dans le cadre des mesures préventives. Intervention\npondératrice, immédiate et répétée, de la présentatrice, selon laquelle la\nradio se dissocie formellement de l’opinion exprimée abusivement.\n\nFernmeldeverkehr. Radio. Direkt übertragene Unterhaltungssendung\nmit beschränkter freier Sendezeit für die Studiogäste, welche ein\nTeilnehmer für schwere Angriffe gegen einen Politiker missbraucht.\nBesondere Sorgfaltspflichten bei Live-Interviews. Kein Gebot der\ndurchgängigen Manuskriptkontrolle zur allfälligen Zensur im\nRahmen der Präventivmassnahmen. Ausgleichende Intervention der\nModeratorin durch unmittelbare und wiederholte, ausdrückliche\nDistanzierung von der missbräuchlichen Meinungsäusserung.\n\nTelecomunicazioni. Radio. Trasmissione in diretta nel corso della quale\ngli ospiti in studio hanno la possibilità di parlare liberamente per un\nperiodo di tempo limitato, che un ospite ha utilizzato indebitamente per\nlanciare gravi accuse contro un uomo politico.\n\n1\nObblighi di diligenza particolari per le interviste in diretta. Nessun\nobbligo di un controllo integrale di manoscritti per un’eventuale\ncensura nell’ambito delle misure preventive. Intervento da parte della\npresentatrice, la quale ha affermato immediatamente e più volte che\nla radio si dissocia chiaramente dall’opinione abusivamente espressa\ndall’ospite.\n\nI\n\nA. Das Deutschschweizer Radio DRS 3 strahlte am 28. April 1987 live aus dem\nAusstellungsstudio der BEA in Bern die Sendung «Szene» aus. Thema der\nSendung war der «Kulturplatz Bern», welcher durch die Selbstdarstellung\nbekannter und weniger bekannter Kulturexperten aus dem Raum Bern\nplastisch gemacht werden sollte. In der «Szene» waren zu Gast: Piero\nBettschen, der Musiker Sleepy Dan (alias Daniel Bömle), der Philosoph und\nSchriftsteller Dr. Gerhard-Johann Lischka und der Kultursekretär der Stadt\nBern, Peter J. Betts.\nIn der Zeit zwischen 10 Uhr und 11 Uhr kam der Studiogast Piero Bettschen\nvom Berner «Narrenpack-Theater» als Repräsentant der Berner Kleinbühnen\nzu Wort. Die Moderatorin unterhielt sich mit Bettschen und führte mit\nihm zunächst als «Einstiegsrunde» ein Assoziationsspiel («Kreuzverquer»:\nKonfrontation des Gastes mit verschiedenen Begriffen, wie Geduld, Geld,\nBernerplatte u. a., oder Geräuschen: Feuerwehrhupe, Kindergeschrei u.\na.) durch. Auf den Begriff «Bundesplatz» äusserte der Gast unter anderem\nfolgendes:\n«Asphalt, Tränegas, Polizischte, wo all Schnäuz hei. Won i mi immer frage, wieso\ndass all Polizischte Schnäuz hei. E Siguring meistens und es Armbändeli. Es\nChetteli ar lingge Hand und e Schnauz äbe.»\nIn der Folge äusserte Bettschen sich sehr kritisch unter anderem über das\nRadio, die Ausstellung BEA, sich selber und die Zuhörerschaft. Im letzten\nTeil erhielt auch Bettschen, wie die andern Gäste, eine «Carte Blanche», das\nheisst zwei Minuten Sendezeit als «Freiraum», in dem sich der Gast mit seiner\nkreativen Eigenleistung selber dem Publikum vorstellen könne. Bettschen\nsagte dabei unter anderem wörtlich:\n«… I träume. Und irgendwie ganz verruckti Träum. Einisch han i eine gha, da bin\ni uf em Bundesplatz gschtande, z’Bärn. Das isch dä Platz näbem Bundeshus. Und\nuf dr andere Site isch dr Nationalrat Markus Ruf gstande. Das isch dä vo der NA.\nUnd nächär hani däm über dä Platz übere brüelet, är sigi ä dräckigi, faschistoidi\nSaumore. Nächer bin i erwachet. Nächer han i dänkt: zum Glück han i das nume\nträumt. Wüu: wenn i däm würd säge, är sigi ä dräckigi, faschistoidi Saumore, de\nwürd er mi wahrschinlech verchlage. Und so träumi eifach viel söttige Sache…»\nB. Gegen die Sendung hat Markus Ruf, Bern, am 29. Mai 1987 zwei\ngleichlautende Beschwerden erhoben; in der einen wird er von 20 weiteren\nPersonen unterstützt, und in der anderen verweist er für die Legitimation auf\n\n"}