{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-04-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-52-12--_1987-04-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000641.pdf?ID=150000641", "Checksum": "1a282ad007d21342615bd792b6cafac6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.12 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 16.04.1987 JAAC 52.12 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 16.04.1987 JAAC 52.12 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 16.04.1987 JAAC 52.12 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:31", "Checksum": "0980ab95718351255d6de02da78faa2b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 16.04.1987 JAAC 52.12 \r\n\n JAAC 52.12\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen, 16. April 1987\n\nTélécommunications. Télévision. Plainte contre une émission récréative\ndont certains passages ont trait à la consommation d’alcool. Qualité\npour agir reconnue au délégué à la prévention d’un département\ncantonal de la santé publique. Portée de l’interdiction de la publicité\npour les boissons alcooliques. Aucune violation de la concession au\nregard de l’importance insignifiante, en durée et sur le fond, des scènes\nincriminées.\n\nFernmeldeverkehr. Fernsehen. Beanstandung einer\nUnterhaltungssendung, in welcher gewisse Szenen vom Alkoholkonsum\nhandeln. Legitimation des Beauftragten für Prävention eines\nkantonalen Sanitätsdepartements. Tragweite des Verbots der Werbung\nfür alkoholische Getränke. Keine Konzessionsverletzung angesichts\nder zeitlich und inhaltlich unerheblichen Bedeutung der beanstandeten\nSzenen.\n\nTelecomunicazioni. Televisione. Ricorso contro un’emissione ricreativa\nnella quale alcune scene trattano del consumo d’alcool. Legittimazione\ndel delegato alla prevenzione di un dipartimento cantonale della sanità\npubblica. Portata del divieto della pubblicità per le bevande alcoliche.\nNessuna violazione della concessione in considerazione dell’irrilevante\nimportanza, nella durata e nel contenuto, delle scene incriminate.\n\n1\nI\n\nA. Am 5. Januar 1987 hat das Deutschschweizer Fernsehen (DRS) einen 53\nMinuten dauernden Film von Urs Studer und Sepp Trütsch ausgestrahlt, in\ndem Bilder aus der winterlichen Alpenwelt - untermalt von volkstümlicher\nMusik - zu sehen sind.\nDer Film besteht zur Hauptsache aus beeindruckenden Aufnahmen\naus der verschneiten Bergwelt, in der Skifahrer herrliche Abfahrten,\nSkitouren, Sprünge oder andere akrobatische Skidemonstrationen vorführen.\nSepp Trütsch ist mit von der Partie und führt durch die Sendung zu den\nverschiedenen Orten in den Schweizer Alpen. Er stellt die aus der jeweiligen\nGegend stammenden volkstümlichen Musikensembles vor, die die Bilder\nbegleiten oder in Gaststätten aufspielen, und ist auch als Sänger zu hören.\nEines seiner Lieder (gesungen zusammen mit Vic Eugster) ist dem «Après-Ski»\ngewidmet. Gegen Ende der Sendung spielt Trütsch auch in einem Sketch über\nAlkoholschmuggel aus Samnaun mit.\nB. Gegen diese Sendung hat am 13. Januar 1987 der Beauftragte für Prävention\neines kantonalen Sanitätsdepartements eine Beschwerde eingereicht. Er\nbeanstandet insbesondere vier Szenen, in denen für alkoholische Getränke\ngeworben worden sei: (a) Das «Après-Ski-Lied» habe suggeriert, mit Alkohol\nkomme man schneller zu einem Kuss. Trütsch habe einer jungen Frau das\nGlas zum Mund geführt und sie so zum Trinken verleitet. (b) In einer Sequenz\nsei ein «Trinkgelage» auf der Skipiste gezeigt worden, was angesichts der\nhäufigen Unfälle infolge Alkohols unverständlich sei. (c) In einer weiteren\nSzene habe Trütsch dem hintersten Fahrer einer startenden Skigruppe\nzugerufen, er soll den Rucksack mit dem Wein nicht vergessen. (d) Am\nschweizerisch-österreichischen Zoll hätten die Skifahrer gesagt, man habe\nalles schon getrunken, und die Mädchen seien jetzt in Stimmung. Ein Mann\nhabe eine Schnapsflasche mit gut sichtbarer Markenbezeichnung gezeigt.\nDie Sendung beinhalte eine Umgehung des Werbeverbots für Alkoholika.\nMit dem Animieren zum Alkoholtrinken - das gerade Jugendliche mit\nBeziehungsproblemen treffen könne, für die berühmte Persönlichkeiten\nVorbilder seien - habe das Fernsehen auch gegen die Konzessionsgebote,\ninsbesondere zur sittlichen Bildung beizutragen und den Interessen des\nLandes zu dienen, verstossen (Art. 13 Abs. 1 der Konzession SRG, BBl 1981\nI 311).\n…\n\nII\n\n1. …\nZur Legitimation führt der Bundesbeschluss aus, dass einzelne Personen,\nBehörden oder Vereinigungen eine Beschwerde einreichen können, wenn sie\neine enge Beziehung zum Gegenstand der beanstandeten Sendung besitzen\n(Art. 14 Bst. b und c des BB vom 7. Oktober 1983 über die Unabhängige\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, SR 784.45, im folgenden\nBB). Voraussetzung zum Nachweis der engen Beziehung ist nach Praxis\nder Unabhängigen Beschwerdeinstanz, dass jemand entweder selber\n\n"}