{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-06-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-52-11--_1987-06-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000638.pdf?ID=150000638", "Checksum": "8ec980cf859d524072938932028fa930"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.11 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 09.06.1987 JAAC 52.11 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 09.06.1987 JAAC 52.11 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 09.06.1987 JAAC 52.11 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:30", "Checksum": "75498ab9f5d44c8c12649746fd15f115", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 09.06.1987 JAAC 52.11 \r\n\n JAAC 52.11\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 9. Juni 1987\n\nTélécommunications. Plainte à l’Autorité indépendante d’examen\ndes plaintes en matière de radio-télévision touchant deux émissions\ntélévisées consacrées au contexte économique du football.\nProcédure. Non-examen du grief portant sur la violation du contrat\nentre la Société suisse de radiodiffusion et télévision et la Ligue\nnationale de football ayant trait à la retransmission télévisée de\nchampionnats. Possibilité de procéder à l’audition de témoins? Portée\ndu droit de l’autorité de plainte de demander à consulter le matériel de\nrecherche et de préparation.\nIntérêt général aux informations données dans les émissions\nincriminées. Objectivité dans le cadre de l’enquête et de l’exposé sur les\nrémunérations des joueurs et les montants des transferts.\n\nFernmeldeverkehr. Beschwerde an die Unabhängige Beschwerdeinstanz\nfür Radio und Fernsehen betreffend zwei Fernsehsendungen über das\nwirtschaftliche Umfeld des Fussballsports.\nVerfahren. Keine Prüfung der Rüge der Verletzung des Vertrages\nzwischen der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft und\nder Fussball-Nationalliga betreffend Fernsehübertragungen von\nMeisterschaftsspielen. Möglichkeit der Zeugeneinvernahme? Tragweite\nder Befugnis der Beschwerdeinstanz, die Edition des Recherchier- und\nVorbereitungsmaterials zu verlangen.\nAllgemeines Interesse an den in den fraglichen Sendungen vermittelten\nInformationen. Objektivität bei der Ermittlung und Darstellung von\nSpielersalären und Transfersummen. Tragweite der Verpflichtung zum\nsorgfältigen Recherchieren.\n\n1\nTelecomunicazioni. Ricorso all’Autorità indipendente d’esame dei\nricorsi in materia di radiotelevisione concernente due emissioni\ntelevisive consacrate all’aspetto economico dello sport del calcio.\nProcedura. Nessun esame della censura di violazione del contratto tra\nla Società svizzera di radiodiffusione e televisione e la Federazione\nnazionale di calcio a proposito della ritrasmissione televisiva di\npartite di campionato. Possibilità di procedere all’audizione dei\ntestimoni? Portata del diritto dell’Autorità di ricorso di richiedere la\nconsultazione del materiale di ricerca e di preparazione.\nInteresse generale alle informazioni fornite nelle emissioni di cui si\ntratta. Obiettività nel quadro dell’inchiesta e della presentazione sulla\nrimunerazione dei giuocatori e sull’ammontare dei trasferimenti.\n\nIm Herbst 1986 wurde je eine Sendung der Serien «Kassensturz» vom\nDeutschschweizer Fernsehen (DRS) und «Temps présent» von der Télévision\nsuisse romande (TSR) dem Thema «Fussball und Geld» gewidmet. Die\njeweiligen Moderatoren machten das Interesse der Öffentlichkeit an\nInformationen angesichts der hohen Defizite vieler Fussballclubs (FC) geltend\nund erklärten, dass die fehlende Transparenz und das bestehende Schweigen\naufwendige und schwierige Recherchen nötig gemacht hätten. In beiden\nSendungen wurden konkrete - hohe - Zahlen über Saläre und vermutliche\nzusätzliche Entschädigungen und Vergünstigungen für Spitzenspieler sowie\nüber Transfersummen angegeben und die Schlussfolgerung gezogen, der\nFussball sei in Gefahr. Gezeigt wurden Interviews mit Verantwortlichen des\nFussballs. Die Sendungen befassten sich auch mit den Beziehungen dieses\nSports zu seinen Sponsoren aus der Privatwirtschaft.\nDagegen reichte die Nationalliga des Schweizerischen Fussballverbandes\n(SFV) bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen\n(UBI) eine Beschwerde ein, die sie auch nach der Ausstrahlung von\nDiskussionssendungen und von korrigierenden Aussagen aufrechterhielt.\nAus den Erwägungen der UBI:\n1. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin haben die beiden Sendungen\nArt. 13 der Konzession SRG (BBl 1981 I 288) insofern verletzt, als sie weder die\nkulturellen Werte des Landes (lies: den Sport) wahrten und förderten, noch\nobjektiv waren, noch das Bedürfnis nach Unterhaltung befriedigten und auch\nnicht den Landesinteressen dienten oder die nationale Zusammengehörigkeit\nförderten.\nDie Unabhängige Beschwerdeinstanz hat in ihrer Beschwerdepraxis stets\nargumentiert, abgesehen vom Objektivitätsgebot sei es nicht erforderlich,\ndass jede Einzelsendung die erwähnten Kriterien erfülle; vielmehr genüge es,\nwenn ihnen im Rahmen des Gesamtprogramms Rechnung getragen werde.\nEinzelne Sendungen könnten nur dann die Konzession verletzen, wenn sie den\ngenannten Wertvorstellungen und Bildungszielen geradezu entgegenwirken\nwürden (vgl. VPB 50.53 A, S. 352; VPB 50.52, S. 347).\n\n"}