{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-09-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-51-52A--_1986-09-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000488.pdf?ID=150000488", "Checksum": "57ab60b6844cd708a9e864b87ea82cc5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.52A \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 24.09.1986 JAAC 51.52A \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 24.09.1986 JAAC 51.52A \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 24.09.1986 JAAC 51.52A \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:51", "Checksum": "e695c51300ba4fa04d935065530da7db", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 24.09.1986 JAAC 51.52A \r\n\n JAAC 51.52A\n\nMitteilung der Unabhängigen Beschwerdeinstanz\nfür Radio und Fernsehen vom 24. September 1986\nim Rahmen eines Meinungsaustausches über die\nZuständigkeit zur Behandlung von zwei Eingaben, die\nGegenstand der folgenden Auszüge bilden\n\nRadio et télévision. Interdiction de la publicité payante indirecte à la\ntélévision, selon la concession SSR.\nProcédure. Compétence, d’ une part, du Département fédéral des\ntransports, des communications et de l’énergie (DFTCE) pour les\nquestions relevant de la surveillance en matière financière et\nd’entreprise et, d’autre part, de l’Autorité indépendante d’examen des\nplaintes en ce qui concerne la formation, en toute indépendance, de\nl’opinion et de la volonté du public.\n\nRadio und Fernsehen. Verbot der indirekten bezahlten Fernsehwerbung\ngemäss SRG-Konzession.\nVerfahren. Zuständigkeit, einerseits, des Eidg. Verkehrs- und\nEnergiewirtschaftsdepartements (EVED) für Fragen aus der Aufsicht im\nfinanzpolitischen und unternehmerischen Bereich und, andererseits,\nder Unabhängigen Beschwerdeinstanz in bezug auf die unabhängige\nMeinungs- und Willensbildung des Publikums.\n\nRadio e televisione. Divieto della pubblicità pagante indiretta alla\ntelevisione, secondo la concessione SSR.\n\n1\nProcedura. Competenza, da un canto, del Dipartimento federale dei\ntrasporti, delle comunicazioni e delle energie (DFTCE) per le questioni\nattinenti alla vigilanza in materia finanziaria e gestionale e, dall’altro\ncanto, dell’Autorità indipendente d’esame dei ricorsi per quanto\nconcerne la formazione, in assoluta indipendenza, dell’opinione e della\nvolontà del pubblico.\n\nNach Auffassung der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und\nFernsehen (UBI) ist im Bereich der indirekten Werbung zu unterscheiden\nzwischen programmlichen Gesichtspunkten und solchen rein finanzieller\nArt. Bei Aspekten programmlicher Natur, das heisst, wenn es um Fragen\nder Meinungs- und Willensbildung, um Transparenz einer Sendung oder\nFragen von verfälschter Information geht, erachtet sich die Unabhängige\nBeschwerdeinstanz für zuständig. Es geht um Probleme, die nach Art. 13\nder Konzession für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft\nvom 27. Oktober 1964/22. Dezember 1980 (Konzession SRG, BBl 1981 I\n285, 1151) unter dem Gesichtspunkt zu prüfen sind, ob die unabhängige\nWillensbildung des Publikums gewährleistet ist, deren Schutz der Verfassungsund Gesetzgeber der Beschwerdeinstanz übertragen hat. Der Zuschauer\nsoll beispielsweise wissen, auf welche Weise er in einer Sendung (durch\nWerbung) für etwas gewonnen werden soll und welche Rolle dabei etwa der\nProgrammveranstalter spielt. Wirbt zum Beispiel ein Sendegestalter für ein\nProdukt, ohne über die finanziellen Hintergründe (Sponsoring) zu orientieren,\nso kann die Willensbildung des Publikums im Kern tangiert sein, und eine\nÜberprüfung durch die UBI ist geboten.\nDemgegenüber fallen Fragen finanzpolitischer Natur, unternehmerische\nGesichtspunkte und Finanzierungsaspekte nach Auffassung der UBI in die\nKompetenz des Eidg. Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartements (EVED).\nDie Frage der Zulässigkeit einer Finanzierungsform beispielsweise ist für\ndie Willensbildung des Publikums über den Inhalt einer ausgestrahlten\nSendung ohne Bedeutung (im Gegensatz zur Information, dass es sich um\neine Fremdfinanzierung in einer bestimmten Form handelt).\nAufgrund dieser Überlegungen kommt die UBI zum Schluss, dass zu ihrer\nKompetenz gehört, beide Eingaben[2] im Hinblick auf die Willensbildung\ndes Zuschauers bzw. Zuhörers zu überprüfen, sofern die formellen\nVoraussetzungen des BB vom 7. Oktober 1983 über die Unabhängige\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (SR 784.45) erfüllt sind. Auf\nden ersten Blick bedeutet dies konkret, dass im Fall «TV à la carte»[3] zu\nuntersuchen wäre, ob aus Bild und Moderation für das Publikum ersichtlich\nwird, in welchem Verhältnis die wahrgenommenen Firmenschilder oder\nTransparente oder allenfalls erfolgten «Anpreisungen» zur Sendung stehen.\nWird dem Publikum klar, dass dahinter gewisse finanzielle Interessen stecken\n(sofern dem so ist), dann wird es die erhaltene Information vielleicht mit\nanderen Augen aufnehmen als bei einer Übermittlung ohne besondere Absicht\noder allenfalls «aus ehrlicher Überzeugung».\nIm Fall «Werbung DRS 3»[4] scheint der UBI zunächst nicht die Beanstandung\neiner ausgestrahlten Sendung im Vordergund zu stehen (Art. l BB), sondern\ndas unternehmerische Gebaren des Radios in «branchenfremden» Sektoren\n\n"}