{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-09-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-51-31--_1986-09-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000419.pdf?ID=150000419", "Checksum": "96d42467e9ce459afad0f410adb38617"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.31 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 12.09.1986 JAAC 51.31 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 12.09.1986 JAAC 51.31 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 12.09.1986 JAAC 51.31 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:50", "Checksum": "81dfe0ab841e88890b1be1fe2c2825ac", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 12.09.1986 JAAC 51.31 \r\n\n JAAC 51.31\n\nEntscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für\nRadio und Fernsehen vom 12. September 1986\n\nTélécommunications. Plainte contre la description unilatérale de la\nsituation politique dans un pays étranger (Nicaragua; prise d’influence\ndes Etats-Unis) dans trois émissions télévisées de genre différent.\nExigences relatives à l’objectivité d’émissions au service d’oeuvres\nd’entraide. Obligation de diligence journalistique dans le cadre de la\ndiffusion de films de producteurs étrangers.\n\nFernmeldeverkehr. Beanstandung der einseitigen Schilderung der\npolitischen Lage in einem fremden Land (Nicaragua; Einflussnahme\nder Vereinigten Staaten) in drei verschiedenartigen Fernsehsendungen.\nAnforderungen an die Objektivität von Sendungen im Dienste von\nHilfswerken. Journalistische Sorgfaltspflicht bei der Ausstrahlung von\nFilmen fremder Produzenten.\n\nTelecomunicazioni. Ricorso contro la descrizione unilaterale della\nsituazione politica in un Paese estero (Nicaragua: influenza degli Stati\nUniti) in tre emissioni televisive di genere differenziato. Esigenze poste\nall’oggettività di emissioni al servizio di opere umanitarie. Obbligo\ndi diligenza giornalistica nell’ambito della diffusione di pellicole di\nproduttori stranieri.\n\n1\nI\n\nA. Am 12. April 1986 hat die Sendung «Ausser man tut es» am\nDeutschschweizer Fernsehen DRS während rund fünf Minuten über die vom\nSchweizerischen Arbeiterhilfswerk (SAH) geleistete Aufbauhilfe in Nicaragua\nberichtet. Der Film schildert zunächst kurz die Schwierigkeiten seit dem Sturz\ndes ehemaligen Präsidenten Somoza, welche etwa die Gegner des neuen\nsandinistischen Regimes (Contras) oder die wirtschaftlichen Sanktionen\nder USA verursachen, und kommt dann auf die Fortschritte zu sprechen,\ndie seit 1979 zu verzeichnen sind, Rückgang der Analphabeten und der\nKindersterblichkeit etwa. Die sandinistische Regierung setze sich stark für\ndie Verbesserung der Lebensbedingungen ein; deshalb sei Aufbauhilfe in\nNicaragua auch erfolgversprechend, beispielsweise in der Landwirtschaft, wo\nman nach anfänglichen Verstaatlichungen nun auf Genossenschaftsbetriebe,\nKooperativen setze. Das SAH unterstütze die Anstrengungen in der Ausbildung,\nin der Landwirtschaft und im Baugewerbe. Der Beitrag schliesst mit der\nAngabe der Adresse des Hilfswerkes.\nAm 17. April 1986 wird in der Sendereihe «Zeitspiegel» ein 40minütiger Film\nder kommerziellen britischen Fernsehgesellschaft «Granada» ausgestrahlt,\nder mit «Contra Nicaragua - Der Geheimkrieg der CIA gegen die Sandinisten»\nbetitelt ist. In der Einleitung dazu macht der Moderator auf die Antworten\naufmerksam, welche der Dokumentarfilm auf die Fragen zu geben versuche,\nwer die Contras seien und wer dahinter stecke: Seit 1981 baue sie der\nUS-amerikanische Geheimdienst (CIA) systematisch auf - selbst unter\nUmgehung des Kongresses, der seit 1984 Militärhilfe verweigert habe. Positiv\nsei immerhin, dass solche schmutzigen Operationen an die Öffentlichkeit\ngezerrt würden und dass man darüber sprechen dürfe. Als Zeugen für\ndie Terrorpraktiken der Contras (welche Reagan mit den amerikanischen\nGründervätern vergleicht) und ihre Unterstützung durch die CIA treten\nim Film vor allem ehemalige Kaderleute der Geheimarmee und des\nGeheimdienstes auf. Von ihnen erfährt man viele Details über die Art\ndes Kampfes, Organisation des Nachschubes, Waffenbeschaffung, Ziele\nder Anschläge, Ausbildungs- und weitere Hilfe durch die CIA, Einsatz von\nSaboteuren, private finanzielle Unterstützung etwa aus den USA, weiters\nUS-Hilfe auch nach dem damaligen gegenteiligen Entscheid des Kongresses\nunter anderem. Der Film erklärt, der amerikanische Druck habe die\nSandinisten gezwungen, von der sowjetischen Hilfe abhängig zu werden.\nAm Ende bezeichnet er den Einsatz der Contras als Privatkrieg Präsident\nReagans. Der Moderator fügt anschliessend «einige Retouchen» bei: Obwohl\nehemalige Anhänger von Somoza bestimmend seien, gebe es bei den Contras\nauch viele unzufriedene Sandinisten sowie von den Regierenden sehr\nschlecht behandelte Miskito-Indianer. Trotz der grossen Unzufriedenheit\nheute in Nicaragua wolle aber wohl niemand wieder Somoza-ähnliche\nZustände. Der Kampf der Contras verursache vor allem ein Blutbad unter der\nZivilbevölkerung. Er treibe die Sandinisten auch weiter in die Arme Moskaus\nund liefere ihnen einen prächtigen Vorwand, den Pfad von Pluralismus und\nDemokratie endgültig zu verlassen.\nIn der Sendereihe «Zeitgeist» befasst sich das Fernsehen am 4. Mai 1986\nunter dem Titel: «Die Lüge als Waffe; wie die Öffentlichkeit in die Irre geführt\nwird», mit Informationspraktiken aus Krisengebieten. In einem von «Channel\n\n"}