{"Signatur": "CH_VB_010", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-09-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_010_JAAC-51-30--_1986-09-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000416.pdf?ID=150000416", "Checksum": "bf5c00951b38ebe729a5710579391fd8"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.30 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 12.09.1986 JAAC 51.30 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP 12.09.1986 JAAC 51.30 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR 12.09.1986 JAAC 51.30 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité indépendante d’examen des plaintes (radio-télé), AIEP"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità indipendente di ricorso in materia radiotelevisiva, AIRR"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:51", "Checksum": "d1114cf9d532d39e1d420a1a421eb662", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, UBI 12.09.1986 JAAC 51.30 \r\n\n JAAC 51.30\n\nAuszug aus einem Entscheid der Unabhängigen\nBeschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen vom 12.\nSeptember 1986\n\nTélécommunications. Télévision. Plainte contre une émission de\ndébats, transmise en direct, relative à un événement d’actualité\ninternationale (attaque américaine sur la Libye). Grief touchant\nà la prépondérance des jugements négatifs portés sur la démarche\naméricaine, prépondérance due à ce qu’une panne de communication\navait rendu impossible une composition équilibrée de la table ronde.\nAucune violation du devoir de diligence journalistique eu égard à la\npression du temps, à l’intervention pondératrice de l’animateur et aux\nautres émissions consacrées à l’événement.\n\nFernmeldeverkehr. Fernsehen. Beanstandung einer direkt übertragenen\nDiskussionssendung über ein aktuelles internationales Ereignis\n(amerikanischer Luftangriff auf Libyen). Rüge, dass das Vorgehen\nder USA überwiegend negativ beurteilt wurde, nachdem ein\ntechnisch bedingter Ausfall der Fernverbindungen eine ausgewogene\nZusammensetzung der Diskussionsrunde verunmöglicht hatte. Keine\nVerletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht angesichts des\nZeitdrucks, der ausgleichenden Intervention des Diskussionsleiters und\nder weiteren Sendungen zum Ereignis.\n\nTelecomunicazioni. Televisione. Ricorso contro l’emissione di\ndibattiti, trasmessi in diretta, concernenti un avvenimento d’attualità\ninternazionale (attacco aereo americano contro la Libia). Censura\nconcernente la preponderanza dei giudizi negativi sul comportamento\n\n1\ndegli Stati Uniti d’America, preponderanza dovuta a un guasto tecnico\ndi comunicazione che aveva reso impossibile una composizione\nequilibrata della tavola rotonda. Nessuna violazione dell’obbligo di\ndiligenza giornalistica in considerazione della strettezza dei tempi,\ndell’intervento equilibrante del moderatore e delle altre trasmissioni\nconsacrate all’avvenimento.\n\nI\n\nA. In der «Rundschau» des Deutschschweizer Fernsehens (DRS) vom 15. April\n1986 hat sich ein 43minütiger Beitrag mit der in der Nacht zuvor von\namerikanischen Flugzeugen durchgeführten Bombardierung von Zielen in\nLibyen befasst.\nDer Moderator der Sendung erklärt zu Beginn, nach den aktuellen Bildern\nin der Tagesschau folgten nun Hintergründe, Meinungen und Analysen.\nIn einem Interview von zweieinhalb Minuten Dauer nimmt zunächst die\namerikanische Botschafterin in der Schweiz, Faith Ryan Whittlesey, Stellung.\nSie weist auf den Selbstverteidigungscharakter der amerikanischen Aktion\nhin, die völkerrechtskonform gewesen sei. Man rechne mit dem Verständnis\nder europäischen Länder. Einen Überflug der Schweiz habe man nicht\nerwogen. Nach der Unterrichtung der Alliierten in Europa habe man gegen\nAbend die restlichen Staaten, darunter auch die Schweiz, offiziell über die\nBombardierung informiert.\nIn den folgenden 40 Minuten diskutieren unter der Leitung von Samuel\nPlattner: Adel S. Elias, libanesischer Journalist, in diese Sendung als\nNahostexperte eingeladen; Walter Kälin, Völkerrechtsprofessor in Bern;\nzugeschaltet werden sollen: aus London: Melvin Lasky, amerikanischer\nJournalist, Spezialist für Ost-West-Beziehung; und aus New York: Fritz Stern,\nGeschichtsprofessor an der Columbia-University. Die Verbindung mit Melvin\nLasky kommt bis zum Schluss des Beitrags nie zustande, was Samuel Plattner -\nim Interesse einer pluralistischen Präsentation - mehrmals ausserordentlich\nbedauert. Die übrigen Gesprächsteilnehmer bringen eine eher kritische\nHaltung gegenüber der amerikanischen Aktion zum Ausdruck. Walter\nKälin zweifelt an ihrer völkerrechtlichen Zulässigkeit. In früheren anderen\nZusammenhängen hätten die USA derartige Vorgehensweisen missbilligt.\nDie Bedeutung des Völkerrechts werde abgewertet. Adel S. Elias sieht als\nVoraussetzung der Terrorismusbekämpfung die Lösung des Nahostproblems.\nEr wendet sich gegen reine Machtdemonstrationen, die zudem die Araber\nin die Arme der Sowjets treiben. Der Dialog der Supermächte sei wichtig.\nFritz Stern verbindet die Aktion mit dem allgemein feststellbaren «global\nunilateralism». Anstatt in aller Gründlichkeit alle politischen Alternativen zu\nversuchen, wehrten sich die USA im Alleingang und vielleicht etwas voreilig.\nSeine Haltung gebe aber weniger die amerikanische Position wieder, als sie\nMelvin Lasky vertreten hätte.\nIn einem dreiminütigen Zwischenfilm, nach einem Drittel der Diskussion,\nsind die Terroranschläge zusammengestellt, die in der letzten Zeit Libyen\nzugeschrieben wurden. Man sieht auch eine Szene, in der Reagan Ghadhafi\n\n"}