{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-01-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-70-27--_2004-01-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007268.pdf?ID=150007268", "Checksum": "69953b13051d065acc1d8138c5179711"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.27 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 01.01.2004 JAAC 70.27 \r\n\n 6\nBeschwerdeführer von denjenigen Personen, die er als Auskunftspersonen\nim Sinne von Art. 20 Abs. 2 Bst. e BWIS genannt hat, bereits schriftliche\nÄusserungen eingereicht hat. Damit führt die reformatorische Erledigung\nder Beschwerde, zu welcher die Rekurskommission nach Art. 61 Abs. 1 VwVG\nberechtigt ist, auch nicht zu einer umfassenden Beweiserhebung durch die\nBeschwerdeinstanz (Moser, a.a.O., Rz 3.87).\nb. Wie den Unterlagen des Beschwerdeführers zu entnehmen ist, arbeitete\ndieser während 20 Jahren für die Schweizer Firma C. AG im Land Y. Seine\nArbeitgeberin attestiert ihm hervorragend geleistete Arbeit. Aus familiären\nGründen kehrte der Beschwerdeführer in die Schweiz zurück, wo er\nam Hauptsitz der C. AG in Z., notabene bei der gleichen Firma, einen\nArbeitsplatz angeboten bekam. Der Umstand, dass die Arbeitgeberin, für\nwelche der Beschwerdeführer über 20 Jahre im Land Y. gearbeitet hat, den\nBeschwerdeführer in der Schweiz ebenfalls anstellen will, zeugt vom grossen\nVertrauen, das sie ihm entgegenbringt.\nc. Zudem reichte der Beschwerdeführer als Beilage zu seinem\nRekursschreiben vom (...) neben dem bereits erwähnten Arbeitszeugnis eine\nStaatsangehörigkeits- und Immatrikulationsbestätigung, eine Bestätigung des\nschweizerischen Generalkonsuls im Land Y., wonach «nichts Nachteiliges»\nüber ihn bekannt sei sowie einen Leumundsbericht von E. K., dem\nGeneralkonsul im Land Y. von 1997 bis 2000, ein.\nd. Die Rekurskommission erachtet die vom Beschwerdeführer eingereichten\nDokumente zur Erstellung einer Risikoanalyse in diesem speziellen Fall als\ngenügend, zumal diese Unterlagen teils Dokumente von Behörden darstellen\nund der Wahrheitsgehalt sowie die Richtigkeit aller vom Beschwerdeführer\nbeigebrachten Unterlagen nicht zweifelhaft sind.\nAus den vorerwähnten Dokumenten geht eindeutig hervor, dass der\nBeschwerdeführer sich während seines Aufenthalts in Y. niemals etwas hat\nzuschulden kommen lassen, sondern er vielmehr ein hochgeachtetes Mitglied\nder Schweizer Kolonie im Land Y. war.\nGemäss Art. 1 BWIS dient dieses Gesetz der Sicherung der demokratischen\nund rechtsstaatlichen Grundlage der Schweiz sowie dem Schutz der\nFreiheitsrechte ihrer Bürger. Im Falle einer Personensicherheitsprüfung\ngeht es für die zuständige Behörde letztlich darum, abzuklären, ob die\nbetroffene Person für die innere und äussere Sicherheit der Schweiz\nein Risiko darstellt (vgl. Art. 20 BWIS in Verbindung mit Art. 21 PSPV).\nDie Rekurskommission erachtet es unter Berücksichtigung der vom\nBeschwerdeführer beigebrachten behördlichen Dokumente und insbesondere\nin Würdigung der Leumundsberichte als erwiesen, dass der Beschwerdeführer\ndurch seine Aktivitäten im Ausland kein solches Risiko darstellt.\n6. Aus diesen Gründen ist die Beschwerde gutzuheissen. Die\nFeststellungsverfügung der Fachstelle vom (...) ist aufzuheben und es ist\nfestzustellen, dass der Beschwerdeführer kein Sicherheitsrisiko im Sinne\nvon BWIS und PSPV darstellt. Demzufolge ist eine positive Risikoverfügung zu\nerlassen.\n\n7\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 70.27 - Auszug aus dem Entscheid 470.05.03 der Rekurskommission VBS, II.\nAbteilung, vom 28. Januar 2004\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2006\nAnnée\nAnno\n\nBand 70\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 007 268\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}