{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-01-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-70-27--_2004-01-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007268.pdf?ID=150007268", "Checksum": "69953b13051d065acc1d8138c5179711"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.27 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 01.01.2004 JAAC 70.27 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports 01.01.2004 JAAC 70.27 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport   01.01.2004 JAAC 70.27 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport  "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:08", "Checksum": "10ee14564cd71eaf60677653dfcfa96d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 01.01.2004 JAAC 70.27 \r\n\n 2\nnehmen, ist die Feststellungsverfügung ein Nichtentscheid, der lediglich\nfesthält, es sei der Fachstelle mangels Datenverfügbarkeit nicht möglich, die\nfür die Ausstellung einer Risikoverfügung notwendigen Daten zu erheben. Die\nFeststellungsverfügung ist erst mit der Revision vom 19. Dezember 2001 in\ndie Verordnung aufgenommen worden; in der Verordnung vom 20. Januar\n1999 über die Personensicherheitsprüfungen (aPSPV von 1999, AS 1999 655)\nwar sie nicht erwähnt. Aus Art. 15 Abs. 1 aPSPV war lediglich zu entnehmen,\ndass eine positive und eine negative Sicherheitserklärung sowie eine\nSicherheitserklärung mit Vorbehalt zulässig waren. Auch im Bundesgesetz\nvom 21. März 1997 über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit\n(BWIS, SR 120) ist die Feststellungsverfügung nicht ausdrücklich erwähnt.\nArt. 21 Abs. 2 BWIS spricht davon, dass die Fachstelle der geprüften Person\ndas Ergebnis der Abklärungen und ihre Beurteilung des Sicherheitsrisikos\nmitteilt. Aus Art. 21 Abs. 3 BWIS ist zu entnehmen, dass eine positive und eine\nnegative Sicherheitserklärung sowie eine Sicherheitserklärung mit Vorbehalt\nmöglich ist. Von einer Feststellungsverfügung, wie sie in Art. 21 Abs. 1 Bst. d\nPSPV vorgesehen ist, spricht das Gesetz nicht. Es gilt daher zu prüfen, ob der\nBundesrat, indem er diese Möglichkeit in die Verordnung aufgenommen hat,\ndie Grenzen seiner Rechtssetzungsbefugnis überschritten hat.\nb. Der Rekurskommission des Eidgenössischen Departements für Verteidigung,\nBevölkerungsschutz und Sport (VBS) steht es als richterliche Instanz zu,\nvorfrageweise Verordnungen der Verwaltung auf ihre Rechtmässigkeit hin\nzu überprüfen («konkrete Normenkontrolle»; BGE 124 II 241, BGE 119 Ia 245\nE. 5a, BGE 119 IV 262 E. 2, BGE 118 Ib 245 E. 3b, BGE 114 Ib 19 E. 2; VPB 59.59\nS. 499; Häfelin/Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. Aufl., Zürich\n2001, Rz 2096). Sie unterwirft dieser Kontrolle insbesondere die auf eine\ngesetzliche Delegation gestützten (unselbständigen) Verordnungen (vgl. BGE\n110 II 72 E. 2, BGE 109 V 218 E. 5a, BGE 107 Ib 246 E. 4). Geprüft wird dabei,\nob solche Verordnungen sich in den Grenzen der dem Bundesrat im Gesetz\neingeräumten Befugnisse halten und - soweit das Gesetz die Verwaltung nicht\nermächtigt, von der Verfassung abzuweichen - auch die Verfassungsmässigkeit\nder Verordnung. Wird dem Bundesrat durch die gesetzliche Delegation ein\nsehr weiter Spielraum des Ermessens für die Regelung auf Verordnungsebene\neingeräumt, so ist dieser Spielraum nach Art. 191 der Bundesverfassung\nder Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101)\nfür die Rekurskommission VBS verbindlich. Sie hat sich auf die Prüfung zu\nbeschränken, ob die umstrittenen Verordnungsvorschriften offensichtlich\naus dem Rahmen der der Verwaltung im Gesetz delegierten Kompetenzen\nherausfallen oder aus anderen Gründen verfassungs- oder gesetzwidrig sind.\nEs ist ihr dagegen verwehrt, die Angemessenheit zu prüfen und allenfalls ihr\neigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltung zu setzen oder die\nZweckmässigkeit zu untersuchen (vgl. BGE 124 II 245 E. 3, BGE 121 II 467 E. 2a,\nBGE 120 Ib 102 E. 3a, BGE 120 V 457 E. 2b, BGE 119 Ia 245 E. 5a, BGE 118 Ib 88,\nBGE 118 Ib 372, BGE 114 Ib 19 E. 2, BGE 109 Ib 288 E. 2a, BGE 109 V 219; Grisel,\nTraité de droit administratif, Volume I, Neuchâtel 1984, S. 328; Moor, Droit\nadministratif, Volume I: Les fondements généraux, 2ème éd., Berne 1994, S. 263\nf.; Häfelin/Haller, a.a.O., Rz 2099). Die vom Bundesrat verordnete Regelung\nverstösst allerdings dann gegen Art. 4 BV, wenn sie sich nicht auf ernsthafte\nGründe stützen lässt, wenn sie sinn- oder zwecklos ist oder wenn sie rechtliche\n\n"}