{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-10-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-70-25--_2004-10-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007262.pdf?ID=150007262", "Checksum": "1b3038f0855d76260f771b6c730edc56"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.25 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 27.10.2004 JAAC 70.25 \r\n\n 5\nallein kein erhöhtes Sicherheitsrisiko zu begründen. Der Spektakelwert\neines Delikts fällt bei der Risikobeurteilung jedoch dann ins Gewicht, wenn\nGefahr besteht, dass die beurteilte Person aus diesem Grund, d. h. um eine\nöffentliche Anprangerung zu vermeiden, Handlungen vornehmen wird,\ndie eine Beeinträchtigung bzw. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit\nzur Folge haben. Erst dann wird diese Person zu einem entsprechenden\nSicherheitsrisiko. Allein der Umstand, dass ein Bundesangestellter mit einem\nDelikt mit einer gewissen Medienwirksamkeit in Verbindung gebracht wird\noder dass das Bekanntwerden der Vorstrafe dem Ansehen der Armee sehr\nabträglich wäre, genügt nicht. Die Personensicherheitsprüfung will nicht\nden Staat vor Blamagen bewahren, sondern eine Beeinträchtigung oder\nGefährdung der öffentlichen Sicherheit vermeiden (Urteil vom 26. August\n2003 Prozessnummer 470.03.03, in Sachen K. gegen VBS, E. 8.c). Angesichts\ndes Umstandes, dass das berufliche Umfeld des Beschwerdeführers über\ndie Verurteilung nicht im Bild ist, und dass es für den Beschwerdeführer\nso wichtig ist, dass er beim Gedanken daran, dass diese Personen von\nseiner Verurteilung erfahren könnten, zu weinen beginnt, zeigt, dass der\nSpektakelwert des Deliktes den Beschwerdeführer erpressbar machen könnte\nund auch insoweit ein Sicherheitsrisiko nicht auszuschliessen ist.\n6.a. Während die in den E. 3.b, 3.c, 4.a, 4.b und 5 erwähnten Elemente je\nfür sich genommen nicht genügen, eine negative Sicherheitsverfügung zu\nbegründen, muss der Fachstelle jedoch zugestimmt werden, dass sie in ihrer\nSumme ein Sicherheitsrisiko beinhalten. Die in der begangenen Straftat\nreflektierte Gesinnung und die Tatsache, dass das berufliche Umfeld nicht\nüber die Verurteilung informiert ist und es dem Beschwerdeführer sehr daran\nliegt, dass diese Personen nichts davon erfahren sowie der Umstand, dass\nder Beschwerdeführer im Verfahren vor der Fachstelle mehrmals nicht die\nWahrheit gesagt hat, zusammen mit dem Spektakelwert des Deliktes, führen\ndazu, dass der Beschwerdeführer als Sicherheitsrisiko bezeichnet werden\nmuss.\nb. (...)\nc. Klargestellt werden muss, dass der Beschwerdeführer im\nBewerbungsverfahren nicht die Pflicht gehabt hat, den zukünftigen\nArbeitgeber über die Verurteilung zu orientieren. Eine Offenbarungspflicht\nbesteht nur für Tatsachen, welche die Untauglichkeit zur Arbeitsleistung\nzur Folge haben (Urteil der Rekurskommission VBS vom 26. August\n2003 [470.03.03], i.S. VBS/Fachstelle PSP gegen K., E. 10.e.aa). Im\nöffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis besteht keine erhöhte\nOffenbarungspflicht (Urteil 470.03.03, E. 10.e.bb) und eine solche ergibt sich\nauch nicht aus dem Bundesgesetz vom 21. März 1997 über Massnahmen zur\nWahrung der inneren Sicherheit (BWIS, SR 120) oder der Verordnung vom 19.\nDezember 2001 über die Personensicherheitsprüfungen (PSPV, SR 120.4; Urteil\n470.03.03, E. 10.e.cc). (...)\nd. (...)\n7. Aus all diesen Gründen ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Die\nVerfügung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer als Sicherheitsrisiko\nim Sinne von BWIS und PSPV erachtet wurde, ist zu bestätigen.\n\n6\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 70.25 - Auszug aus dem Entscheid 470.09.04 der Rekurskommission VBS, II.\nAbteilung, vom 27. Oktober 2004. Eine gegen diesen Entscheid erhobene\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde wurde vom Bundesgericht am 16. März 2005 abgewiesen\n[2A.705/2004]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2006\nAnnée\nAnno\n\nBand 70\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 007 262\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}