{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-05-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-69-85--_2005-05-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007100.pdf?ID=150007100", "Checksum": "5a717cb2b19804d24a68084569a36bf9"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.85 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 04.05.2005 JAAC 69.85 \r\n\n JAAC 69.85\n\nAuszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen\nDepartements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz\nund Sport vom 4. Mai 2005 [Dienstbeschwerde 801.2]\nüber eine weitergezogene Dienstbeschwerde gegen\nden Chef der Armee\n\nObligation de servir. Imputation d’un cours de sport militaire\nvolontaire sur la durée totale des services obligatoires. Reformatio in\npejus. Droit applicable.\nLa reformatio in pejus n’est pas interdite dans la procédure relative à la\nplainte de service. Selon le principe du droit d’être entendu, le recourant\ndoit cependant avoir la possibilité d’exprimer préalablement son avis\ndans un cas pareil.\n\nDienstleistungspflicht. Anrechnung eines freiwilligen\nMilitär­sportkurses an die Ausbildungsdienstpflicht. Reformatio in\npeius. Anwendbares Recht.\nEine reformatio in peius ist im Dienstbeschwerdeverfahren nicht\nverboten. Nach dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs muss dem\nBeschwerdeführer in einem solchen Fall jedoch vorgängig Gelegenheit\nzur Stellungnahme eingeräumt werden.\n\nObbligo di prestare servizio. Computo di un corso di sport militare\nvolontario sul totale obbligatorio di giorni di servizio d’istru­zione.\nReformatio in peius. Diritto applicabile.\nNella procedura di reclamo non è vietata una reformatio in peius.\nConformemente al principio del diritto di essere sentito, al reclamante\ndeve tuttavia essere data preliminarmente la possibilità di esprimersi\nin questo caso.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nA. Im Rahmen der Armeereform XXI wurde Fourier X. vom Führungsstab der\nArmee, Personelles der Armee, über seine verbleibende Dienstleistungspflicht\norientiert. Danach seien 560 Diensttage angerechnet worden; die restliche\nDienstpflicht betrage noch 10 Diensttage. Der Beschwerdeführer beantragte\nunter Berufung auf die Einträge in seinem Dienstbüchlein eine Korrektur der\nangerechneten Diensttage auf 564 Tage, so dass noch 6 Diensttage geleistet\nwerden müssten. Da die daraufhin durchgeführte Überprüfung zu keiner\nÄnderung der angerechneten Diensttage zur Folge hatte, verlangte Fourier X.\nden Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung.\nB. Im Entscheid des Führungsstabs der Armee, Personelles der Armee wurde\nfestgehalten, dass der Beschwerdeführer insgesamt 566 anrechenbare\nDiensttage absolviert hatte. Nach dem Übergangsrecht zur Armee XXI beträgt\ndie Dienstleistungspflicht höchstens 200 Tage in Fortbildungsdiensten der\nTruppe (FDT). Da jedoch die Gesamtdienstleistungspflicht eines Fouriers nach\naltem Recht (570 Tage) nicht überschritten werden dürfe, betrage die restliche\nDienstleistungspflicht noch 4 Tage FDT.\nGegen diesen Entscheid erhob Fourier X. Beschwerde. Er verlangte darin\ninsbesondere die vollständige Anrechnung von nicht berücksichtigten\n5 Diensttagen eines im Jahre 1994 geleisteten Wiederholungskurses, so dass\nkeine Restdienstleistungspflicht mehr bestehe. Er begründete dies namentlich\nmit den (revidierten) geltenden Bestimmungen, nach welchen grundsätzlich\nalle geleisteten Diensttage angerechnet werden müssten.\nC. Im nachfolgenden Entscheid stützte sich der Chef der Armee auf die im\nDienstbüchlein des Beschwerdeführers vermerkten Diensttage, hielt aber auch\nfest, dass diese Eintragungen keine Aussagen über deren Anrechnung an die\nDienstleistungspflicht enthalten. Er hiess die Dienstbeschwerde bezüglich\nder Anrechnung der 1994 geleisteten Diensttage gut, stellte aber fest, dass\nein im Jahr 2001 absolvierter, freiwilliger Militärsportkurs im Umfang von\n5 Tagen zu Unrecht angerechnet worden sei. Er ging von einem Total von 570\ngeleisteten Diensttagen aus, wovon 565 Tage an die Dienstleistungspflicht\nanrechenbar seien. Damit könne er bis zum Ende des Jahres 2007 noch zu\ninsgesamt 5 Tagen Ausbildungsdiensten aufgeboten werden. Bezüglich der\nFeststellung der vollständigen Erfüllung der Gesamtdienstleistungspflicht\nwurde die Beschwerde folglich abgewiesen.\nDagegen erhob Fourier X. Beschwerde an das Eidgenössische Departement für\nVerteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit dem Antrag, bezüglich\nder Nichtanrechnung des Winter-Sportkurses sei der Entscheid des Chefs der\nArmee aufzuheben und in diesem Punkt der erstinstanzliche Entscheid zu\nbestätigen.\nAus den Erwägungen:\n1. Im vorliegenden Beschwerdefall ist einzig noch die Frage strittig, ob der\nfreiwillige Wintersportkurs, den der Beschwerdeführer vom 16.-20. De­zember\n2001 absolvierte, an seine Ausbildungsdienstpflicht angerechnet werden\nmuss oder nicht. Es stellt sich einerseits die Frage, ob dieser Punkt, der\nnicht Gegenstand der ursprünglichen Beschwerde war, zu Recht in den\n\n"}