{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-02-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-67-102--_2003-02-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005768.pdf?ID=150005768", "Checksum": "5f5e3c83d196f07e31dfedeff793e752"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.102 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 14.02.2003 JAAC 67.102 \r\n\n 5\nRekurskommission überprüft demnach nicht nur, ob die Beschwerdegegnerin\nihr Ermessen weder überschritten noch missbraucht hat, sondern\ngrundsätzlich auch, ob sie eine dem Sachverhalt angemessene Lösung\ngetroffen, mithin nicht bloss rechtlich, sondern auch sachlich richtig\nentschieden hat (Gygi, a.a.O., S. 315; A. Kölz/I. Häner, Verwaltungsverfahren\nund Verwaltungsrechtsprechung des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 633 ff.).\n4. (…)\n5. Der Vertreter des Beschwerdeführers macht geltend, die\nBeschwerdegegnerin habe dadurch, dass sie sich geweigert habe, ihm die\nAkten zuzusenden und ihn lediglich darauf verwiesen habe, er könne an\nihrem Sitz in Bern Einsicht nehmen, das rechtliche Gehör verletzt. Weil dem\nBeschwerdeführer im vorliegenden Verfahren sämtliche Akten, soweit sie\nnicht von ihm stammten oder an ihn adressiert waren, mit Präsidialverfügung\nvom (…) in Fotokopie zugestellt wurden und die Rekurskommission in\nrechtlicher und tatsächlicher Hinsicht über die gleiche Prüfungsbefugnis\nverfügt wie die Beschwerdegegnerin ist der gerügte Mangel indessen geheilt\nworden (vgl. Reinhold Hotz, in St. Galler Kommentar zu Art. 29 BV, N. 26; BGE\n126 I 68, 72 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Anzumerken bleibt, dass es zwar\nrichtig ist, dass sich aus Art. 26 VwVG und der bisherigen bundesgerichtlichen\nRechtsprechung lediglich das Recht auf Einsicht am Sitz der Behörde\nund kein Anspruch auf Zusendung von Akten ergibt (Kölz/Häner, a.a.O.,\nRz. 298; Hotz, a.a.O., N. 32; Rhinow/Koller/Kiss, Öffentliches Prozessrecht und\nJustizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, Rz. 1146; BGE 126 I 7, 10 E. 2b\nund dort zitierte Entscheide). Immerhin besteht nach Art. 26 Abs. 1 VwVG\nalternativ der Anspruch auf Einsicht der Akten bei einer durch die verfügende\nBehörde zu bestimmenden kantonalen Behörde. Ob dieses umständliche\nVerfahren besser und sicherer ist, als eine direkte Zusendung an einen\npatentierten Rechtsanwalt, darf mit Fug bezweifelt werden.\n6.a. Es ist unbestritten, dass auch im nichtstreitigen Verwaltungsverfahren\nvorsorgliche Massnahmen von Amtes wegen oder auf Begehren einer Partei\ngetroffen werden können, auch wenn das VwVG selber keine Grundlage\ndazu enthält. Die Lehre nimmt deshalb eine Gesetzeslücke an oder geht\ndavon aus, dass die materielle Norm auch Grundlage des vorläufigen\nRechtsschutzes sei (Kölz/Häner, a.a.O., Rz. 333; Rhinow/Koller/Kiss, a.a.O.,\nRz. 1090; Schaub, Der vorläufige Rechtsschutz im Anwendungsbereich des\nUmweltschutzgesetzes, Diss. Zürich 1990, S. 41 ff). Damit können vorsorgliche\nMassnahmen in einer Personensicherheitsprüfung zulässig sein, auch wenn\nsich weder das Bundesgesetz vom 21. März 1997 über Massnahmen zur\nWahrung der inneren Sicherheit (BWIS, SR 120) noch die Botschaft zum BWIS\n(BBl 1994 S. 1187) noch die Verordnung vom 19. Dezember 2001 über die\nPersonensicherheitsprüfungen (PSPV, SR 120.4) dazu äussern.\nVorläufige Massnahmen zielen darauf ab, die Wirksamkeit der zu erlassenden\nVerfügung sicherzustellen (Rhinow/Koller/Kiss, a.a.O., Rz. 1089). Die\nLehre unterscheidet sichernde Massnahmen, mit denen der bestehende\noder rechtliche Zustand einstweilen unverändert erhalten wird (so auch\nArt. 56 VwVG) und regelnde Massnahmen, mit denen ein Rechtsverhältnis\nprovisorisch in bestimmter Weise gestaltet wird (Kölz/Häner, a.a.O., Rz. 332;\nRhinow/Koller/Kiss, a.a.O., Rz. 1089). Indem die Beschwerdegegnerin ausführt,\n«Damit stellte die Fachstelle die Wirksamkeit der erst nach Abschluss der\n\n"}