{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-05-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-66-26--_2001-05-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005516.pdf?ID=150005516", "Checksum": "8214d3e92361f0f99f5000125c1e700a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.26 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 21.05.2001 JAAC 66.26 \r\n\n 3\nLage offenbar angespannt ist. Wer aber - wie die Beschwerdeführerin - mit\nSchulden in der genannten Grössenordnung, d. h. wohl in der Höhe von mehr\nals zwei Jahreseinkommen belastet ist - und auch im Übrigen Mühe hat, seine\nfinanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, der bildet, verglichen mit einer\nDurchschnittsbürgerin oder einem Durchschnittsbürger, ein stark erhöhtes\nabstraktes Sicherheitsrisiko im Sinne des Bundesgesetzes über Massnahmen\nzur Wahrung der inneren Sicherheit. Dieses würde selbst dann bestehen,\nwenn die Beschwerdeführerin tatsächlich Fr. 50’000.- abbezahlt hätte, ihre\nSchulden also noch ungefähr Fr. 100’000.- betragen würden.\nEs geht - entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin - nicht darum, ob\nsie tatsächlich bestechlich sei oder nicht, bzw. ob sie persönlich sich für\nbestechlich hält oder nicht. Allein die durch Fakten erwiesene - nicht ganz von\nder Hand zu weisende - abstrakte Gefahr muss genügen, sonst verlöre eine\nSicherheitsüberprüfung jeden Sinn.\nZu beachten ist im vorliegenden Fall zudem, dass die Rekurskommission\ndavon ausgehen muss, dass die Schulden nicht in Form von\nKonkursverlustscheinen vorliegen. Würden solche vorliegen, so wäre das\nRisikopotenzial deutlich vermindert, weil die Beschwerdeführerin von ihren\nGläubigern erst belangt werden könnte, wenn sie zu neuem Vermögen käme\n(Art. 265 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung\nund Konkurs [SchKG], SR 281.1). Zudem wäre die Verlustscheinforderung\nunverzinslich, was von der bestehenden Schuld nicht feststeht, aber massiv\nschulderhöhend wirken könnte.\n6. Auch wenn bei Vorhandensein von Schulden eine gewisse Toleranzgrenze\nzu fordern ist, d. h. nicht jede Verschuldung eine geprüfte Person zum\nrelevanten Sicherheitsrisiko werden lässt, so zeigt ein Vergleich mit einem von\nder Rekurskommission kürzlich entschiedenen ähnlichen Fall (vgl. VPB 66.24),\ndass hier - angesichts der im Verhältnis zur finanziellen Leistungsfähigkeit\nder Beschwerdeführerin mehrfach erwähnten, sehr hohen Schulden - die\nGrenzen bei Weitem überschritten sind. Im vorliegend zu beurteilenden\nFall machte die Beschwerdeführerin keinerlei Angaben zu ihren eigenen\nEinkommensverhältnissen und zu denjenigen ihres Ehemannes, so dass\nauch deshalb nicht davon ausgegangen werden kann, sie sei in der Lage,\ndie Schulden innert angemessener Frist abzuzahlen.\n7. Zusammengefasst ist zufolge Verweigerung der zumutbaren Mitwirkung\ndurch die Beschwerdeführerin auf die Beschwerde nicht einzutreten. Selbst\nwenn man darauf eintreten würde, wäre sie abzuweisen.\n\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 66.26 - Entscheid der Rekurskommission VBS, II. Abteilung, vom 21. Mai 2001).\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2002\nAnnée\nAnno\n\nBand 66\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 005 516\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}