{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-05-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-66-26--_2001-05-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005516.pdf?ID=150005516", "Checksum": "8214d3e92361f0f99f5000125c1e700a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.26 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 21.05.2001 JAAC 66.26 \r\n\n JAAC 66.26\n\nEntscheid der Rekurskommission VBS, II. Abteilung,\nvom 21. Mai 2001).\n\nMesures visant au maintien de la sûreté intérieure. Contrôle de sécurité\nd’une collaboratrice de la Confédération fortement endettée.\nArt. 20 LMSI. Art. 13 al. 1 et 2 PA.\n- Le refus de la partie de livrer des explications au sujet d’une poursuite\nd’un montant très élevé viole son obligation de collaborer (consid.1-4).\n- La menace abstraite de corruptibilité établie par des faits suffit à\nfonder un risque potentiel pour la sécurité (consid. 5).\n- Le fait que la dette revête la forme d’actes de défaut de biens après\nfaillite peut diminuer le potentiel de risque pour la sécurité (consid. 5).\n\nMassnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit.\nPersonensicherheitsprüfung einer hoch verschuldeten\nBundesbediensteten.\nArt. 20 BWIS. Art. 13 Abs. 1 und 2 VwVG.\n- Die Weigerung der Partei, Erklärungen betreffend eine Betreibung\nüber einen sehr hohen Betrag zu liefern, verletzt die Mitwirkungspflicht\n(E. 1-4).\n- Die durch Fakten erwiesene abstrakte Gefahr der Bestechlichkeit reicht\naus, ein potenzielles Sicherheitsrisiko zu begründen (E. 5).\n- Das Bestehen der Schuld in Form von Konkursverlustscheinen ist\ngeeignet, das Risokopotenzial zu vermindern (E. 5).\n\n1\nMisure per la salvaguardia della sicurezza interna. Controllo di\nsicurezza di una impiegata della Confederazione fortemente indebitata.\nArt. 20 LMSI. Art. 13 cpv. 1 e 2 PA.\n- Il rifiuto della parte di fornire chiarimenti a proposito di una\nprocedura d’esecuzione inerente a un importo molto elevato viola\nl’obbligo di collaborazione (consid. 1-4).\n- La minaccia astratta di corruttibilità stabilita sulla base di fatti è\nsufficiente a fondare un rischio potenziale per la sicurezza (consid. 5).\n- Il fatto che il debito sia sotto forma di atti di carenza di beni può\ndiminuire il potenziale di rischio per la sicurezza (consid. 5).\n\nDie Beschwerdeführerin wurde mit ihrer Einwilligung sieben Monate nach\nStellenantritt einer Personensicherheitsprüfung unterzogen. Nachdem\nsich ergeben hatte, dass sie Schulden von ungefähr Fr. 150’000.- hatte,\nwurde sie als Sicherheitsrisiko eingestuft und freigestellt. Im Verfahren\nvor der Rekurskommission des Eidgenössischen Departementes für\nVerteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (Rekurskommission VBS)\nkam die Beschwerdeführerin trotz mehrfacher Aufforderung ihren\nMitwirkungspflichten nicht nach, so dass auf die Beschwerde nicht eingetreten\nwurde. Ergänzend wurden Überlegungen angestellt zur Frage, wann ein\nSicherheitsrisiko auf Grund vorhandener Schulden anzunehmen sei.\nAus den Erwägungen:\n1. Gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom\n20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) sind die Parteien verpflichtet, an\nder Feststellung des Sachverhaltes mitzuwirken in einem Verfahren, das\nsie durch ihr Begehren einleiten. Die Mitwirkungspflicht gilt naturgemäss\ngerade für solche Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörden\nund welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem\nAufwand erheben könnte (BGE 2.A.117/2000 vom 19.3.2001, BGE 124 II 365,\nBGE 122 II 394 und dortige Zitate). Die Behörde braucht auf das Begehren\nnicht einzutreten, wenn die Parteien die notwendige und zumutbare\nMitwirkung verweigern (Art. 13 Abs. 2 VwVG).\n2. Aus den Akten geht zunächst hervor, dass sich die Beschwerdeführerin\nbereits vor der Vorinstanz hinsichtlich der sich aus dem Betreibungsauszug\nergebenden sehr hohen Schuld von ungefähr Fr. 150’000.- unkooperativ und\nwidersprüchlich verhielt: In ihrer Stellungnahme vom 21. September 1999\nerklärte sie lediglich: «Konkurs 1992/1993 ist abgeschlossen und erledigt».\nIn einer weiteren, mit demselben Datum versehenen, Stellungnahme\nerläuterte sie kurz die Ursachen, die zum Konkurs führten. Im «Protokoll\nder Sicherheitsbefragung» vom 5. Juli 2000 bestätigte sie unterschriftlich:\n«Meine persönlichen und finanziellen Verhältnisse sind geordnet».\nAus einer Aktennotiz der Vorinstanz vom 6. Juli 2000 geht hervor, dass die\nBeschwerdeführerin anlässlich der Sicherheitsbefragung vom 5. Juli 2000\nerklärt hatte, sie wisse nicht, ob die Forderung noch bestehe, sie wisse nur,\n\n"}