{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-04-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-65-38--_1999-04-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005168.pdf?ID=150005168", "Checksum": "f86a3bece25bba2a351a058c5f9b4e46"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.38 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 14.04.1999 JAAC 65.38 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports 14.04.1999 JAAC 65.38 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport   14.04.1999 JAAC 65.38 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport  "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports; auparavant Dé..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:13", "Checksum": "10ab6eb8970dd234216c5d04c1cc9252", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 14.04.1999 JAAC 65.38 \r\n\nFrage 10: Muss der Begriff «Zivilschutz» in der Verfassung geändert werden,\nwenn der Zivilschutz zu einem umfassenden Bevölkerungsschutz unter Einbezug\nanderer ziviler Partner (z. B. Feuerwehr, Sanitätspolizei) weiterentwickelt\nwürde? Oder genügt die beabsichtigte Änderung auf Gesetzesstufe, unter\nBeibehaltung des alten Begriffs in der Verfassung?\nDer Ausdruck «Zivilschutz» hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Inund Ausland allmählich eingelebt. Das Wort «zivil» hatte eine doppelte\nRechtfertigung. Einerseits wurde es verwendet, weil die dafür gebildeten\nOrganisationen einen rein zivilen Charakter haben, damit sie im Krieg gegen\nAngriffe geschützt sind, andererseits aber auch, weil ihr Zweck der Schutz\nder Zivilbevölkerung und ziviler Objekte ist. Im ersten völkerrechtlichen\nAbkommen, das eine Bestimmung über den Zivilschutz enthält, der\nvorerwähnten 4. Genfer Konvention über den Schutz von Zivilpersonen in\nKriegszeiten, Art. 63 Abs. 2, wird das Wort «Zivilschutz» nicht verwendet,\nsondern es wird von «besonderen Organisationen nichtmilitärischen\nCharakters» gesprochen. Im vorerwähnten Zusatzprotokoll I dagegen\nwird der Ausdruck «Zivilschutz» als Titel des Kapitels VI (Art. 61-67) des\nTeils IV verwendet. Da die Zivilschutzorganisationen zunehmend auch\nbei Naturkatastrophen und anderen nichtkriegerischen Notfällen zum\nEinsatz kamen, bei denen der zivile Charakter der Organisation keine Rolle\nspielt, erwies sich der Begriff «Bevölkerungsschutz» als besser geeignet.\nDie neue Bundesverfassung behält jedoch im Marginale von Art. 61 den\nbisherigen Ausdruck bei. Dies hindert nicht daran, einen umfassenden\nBevölkerungsschutz im Rahmen der dem Bund übertragenen Kompetenzen\nzu verwirklichen. Tatsächlich ist ein solcher im bisherigen und im neuen\nVerfassungsartikel ausdrücklich vorgesehen. Art. 22bis Abs. 7 aBV spricht vom\nEinsatz des Zivilschutzes «zur Nothilfe», Art. 61 Abs. 2 BV vom Einsatz «bei\nKatastrophen und in Notlagen». Die Verwendung des Begriffs «Zivilschutz» in\nder Verfassung schliesst somit nicht aus, in der künftigen Bundesgesetzgebung\nden besser passenden Ausdruck «Bevölkerungsschutz» zu verwenden.\nEntscheidend ist nicht das Wort, sondern nur, dass der Bund sich an die in der\nBV umschriebene Kompetenz hält.[231]\n*\nIm Anschluss an Frage 10 ist die weitere Frage gestellt worden, ob es mit\nder Verfassung vereinbar wäre, den Zivilschutz zu kantonalisieren, wie\ndies der Bericht der Kommission Brunner vorschlägt. Der Bericht führt aus\n(Ziff. 5.3., S. 24): «Die Kommission empfiehlt, den Kantonen die Kompetenz\nfür die Organisation des Zivilschutzes nach ihren eigenen Bedürfnissen\nzu erteilen, in enger Zusammenarbeit mit den technischen Diensten und\nden Wehrdiensten. Der Bund soll sich auf die Rahmengesetzgebung sowie\n\n"}