{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-04-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-65-38--_1999-04-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005168.pdf?ID=150005168", "Checksum": "f86a3bece25bba2a351a058c5f9b4e46"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.38 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 14.04.1999 JAAC 65.38 \r\n\n 10\n«Alors, pourquoi la commission a-t-elle supprimé l’alinéa 1er ? Notre commission\na supprimé l’alinéa 1er parce que, dans la discussion, il s’est avéré que nous\nnous sommes engagés sur une voie de traverse en nous posant la question: mais\nenfin, est-ce qu’on peut dire aujourd’hui: «La Suisse a une armée de milice»\nsachant que nous allons très vraisemblablement être amenés à professionaliser\ncertains secteurs de cette armée? Elle l’a supprimé aussi par crainte qu’on\npuisse tirer de cet alinéa 1er - «La Suisse a une armée de milice» - l’interdiction de\nprofessionaliser.»[187]\nZweitens wurde erklärt, der Milizcharakter der Schweizer Armee ergebe sich\nschon aus der allgemeinen Wehrpflicht, so dass eine besondere Bestimmung\ndarüber nicht erforderlich sei. So erklärte Ständerätin Spoerry:\n«Ich habe mich belehren lassen, dass es tatsächlich nicht notwendig ist, in\nder Bundesverfassung von einer Milizarmee zu sprechen, weil die allgemeine\nWehrpflicht verankert ist und weil diese automatisch zu einer Milizarmee führt,\nwie sie im Volk verstanden und erlebt wird.»[188]\nÄhnlich sprach sich Bundespräsident Koller aus:\n«Dass die Schweiz eine Milizarmee hat, ergibt sich aus dem geltenden Recht,\nvor allem aus Artikel 55 über die allgemeine Wehrpflicht. Es ist eine Frage der\nOpportunität, ob dies als ausreichend angesehen wird oder in Artikel 54 noch\neinmal festgehalten wird.»[189]\nDie Verfassungskommission und das Plenum des Nationalrates entschieden\nsich jedoch für die Beibehaltung der Fassung des Bundesrates «Die Schweiz hat\neine Milizarmee», ohne über die Frage zu diskutieren.[190]\nIn der Folge einigten sich die beiden Räte auf die flexiblere Festlegung des\nMilizprinzips, die in den endgültigen Text des Verfassungsentwurfs (Art. 58\nAbs. 1) Eingang fand: «Die Schweiz hat eine Armee. Diese ist grundsätzlich\nnach dem Milizprinzip organisiert».[191] Zu dieser Formel erklärte Ständerat\nWicki im Ständerat:\n«Wir sagen, unsere Armee sei grundsätzlich nach dem Milizprinzip organisiert,\nwas ausdrücklich bedeutet, dass man gewisse Teile und Truppengattungen\nder Armee von diesem Milizprinzip ausnehmen kann. Das ist der Sinn unserer\nBestimmung.»[192]\nBundesrat Koller führte unmittelbar anschliessend aus:\n«Ich fürchte, der Ausdruck 9grundsätzlich : zeigt ein wenig, dass wir uns\nirgendwie in einem schleichenden Prozess weg von der Milizarmee hin zu einer\nBerufsarmee befinden.»\nIn der Verfassungskommission des Nationalrats stellte Nationalrat Andreas\nGross die Frage:\n«Gehe ich richtig in der Annahme, dass 9grundsätzlich : meint, dass der\nprofessionelle Teil der Armee mit den Jahren vermutlich zunehmen wird?»\nNationalrat Leuba verneinte dies, indem er erklärte:\n«Cela ne préjuge absolument pas de l’avenir de l’armée; celle-ci ne peut pas\ndevenir intégralement professionnelle. Elle restera une armée de milice comme\nl’armée actuelle, avec une certaine proportion de cadres professionnels.»[193]\n\n11\nAnzumerken ist, dass Art. 58 Abs. 1 in der französischen Fassung lautet: «La\nSuisse a une armée. Celle-ci est organisée selon le principe de l’armée de\nmilice».[194] Das Wort «grundsätzlich» fehlt. [195] Eine Erklärung dazu\nwurde in den Beratungen der beiden Räte nicht gegeben. Der Grund liegt\nmöglicherweise darin, dass man den Ausdruck «en principe» nicht neben\ndem Wort «principe» verwenden kann, während man im Deutschen das Wort\n«grundsätzlich» neben dem Wort «Prinzip» verwenden kann. Die Beratungen\nder beiden Räte und ihrer Kommissionen zeigen aber, dass die deutsch- und\ndie französischsprachigen Parlamentarier die Bestimmung im gleichen Sinn\nverstanden.\n\nb. Auslegung\n\n"}