{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-08-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-65-20--_2000-08-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005111.pdf?ID=150005111", "Checksum": "4d7de226fc02125d88b50658efc93dbf"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.20 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 10.08.2000 JAAC 65.20 \r\n\n JAAC 65.20\n\nEntscheid der Rekurskommission des Eidgenössischen\nDepartements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz\nund Sport vom 10. August 2000\n\nArt. 137 al. 1 et 2 LAAM. Responsabilité de la Confédération pour la\nperte et la détérioration de propriété de militaires. Dommage subi par\nun téléphone portable (Natel) à l’occasion d’un accident consécutif au\nservice.\n- Réduction de l’indemnité pour faute du militaire différenciée selon sa\nfonction et ses responsabilités. Faute importante du commandant de la\ncompagnie, dispensé de l’exercice mais néanmoins présent.\n- Opportunité, du point de vue du service, d’apporter en l’espèce un\nNatel privé.\n\nArt. 137 Abs. 1 und 2 MG. Haftung des Bundes für Verlust und\nBeschädigung von Eigentum von Angehörigen der Armee. Schaden an\neinem Mobiltelefon (Natel) anlässlich eines Dienstunfalls.\n- Differenzierte Herabsetzung der Entschädigung zufolge\nSelbstverschuldens je nach Funktion und Verantwortlichkeiten.\nErhebliches Selbstverschulden des von der Übung freigestellten, jedoch\nanwesenden Kompagniekommandanten.\n- Mitführen eines privaten Natels vorliegend dienstlich geboten.\n\nArt. 137 cpv. 1 e 2 LM. Responsabilità della Confederazione per lo\nsmarrimento ed il danneggiamento di proprietà di militi. Danno ad un\ntelefono mobile (Natel) in occasione di un incidente avvenuto durante il\nservizio.\n\n1\n- Riduzione del risarcimento per errore del milite differenziata secondo\nla funzione e le responsabilità del milite stesso. Colpa grave del\ncomandante di compagnia, dispensato dall’esercizio ma comunque\npresente.\n- Opportunità, nella fattispecie e dal punto di vista del servizio, di\ndisporre di un Natel privato.\n\n(Vgl. VPB 65.19)\nAus den Erwägungen:\n3.2. Der Beschwerdeführer behauptet, er sei nicht Übungsteilnehmer\ngewesen und könne somit nicht für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften\n«auf allen Stufen» verantwortlich sein. Er behauptet weiter, er sei\nvon der Übung «freigestellt» gewesen. Trotzdem war er - wie sein\nSchadenersatzbegehren beweist - anlässlich der fraglichen Unglücksfahrt\nauf der Fähre. Schon für die vorgängige Probefahrt wurde das ihm\nzugewiesene Militärfahrzeug benutzt. Nach den Feststellungen des\nmilitärischen Untersuchungsrichters war gemäss Übungsbefehl die\nKompagnie, deren Kommandant der Beschwerdeführer damals war, beübte\nTruppe und ebenfalls gemäss Übungsbefehl waren für die Durchsetzung\nder Sicherheitsbestimmungen auf ihren «Übungsplätzen» die Chefs der\njeweiligen Stufen verantwortlich, wobei die Gesamtverantwortung für\ndie Einhaltung der Sicherheitsvorschriften der Kompagniekommandant\ntrug - und dieser war der Beschwerdeführer. Da der Beschwerdeführer\nim entscheidenden Moment - nämlich beim verantwortungslosen Start\ndieser Fähre neben einer seit längerer Zeit blinkenden Sturmwarnung - ganz\nsicher und jedenfalls dabei war, kann er sich seiner Verantwortung für die\nklare Verletzung der Sicherheitsvorschriften nicht entschlagen. Ihn trifft ein\nerhebliches Selbstverschulden am erlittenen Verlust im Sinne des zitierten\nArt. 137 des Bundesgesetzes vom 3. Februar 1995 über die Armee und die\nMilitärverwaltung (MG, SR 510.10).\nDie Verantwortlichkeit des Beschwerdeführers als Einheitskommandant wird\nauch nicht dadurch gemindert, dass neben ihm weitere 15 AdA’s, darunter\nUnteroffiziere, Offiziere und ein höherer Offizier ihrer Verantwortung\nebenfalls nicht nachgekommen sind, als sie sich entschlossen, unmittelbar\nneben und trotz einer bereits über eine Stunde blinkenden Sturmwarnleuchte\nin See zu stechen. Gerade dieser Vorfall zeigt exemplarisch, dass sich ein\ngruppendynamisches Geschehen abgespielt haben muss, welches das\nVerantwortungsbewusstsein der einzelnen Individuen beeinträchtigte und\nsämtliche Beteiligten mit Blindheit für die eingegangene Gefahr schlug.\nUnter diesen Aspekten wäre denn auch kaum zu beanstanden gewesen, wenn\ndie Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer wegen überwiegenden\nSelbstverschuldens eine auf ein Minimum reduzierte oder gar keine\nEntschädigung zugesprochen hätte. Zufolge des Verschlechterungsverbots\nmuss es jedoch mindestens bei der festgesetzten Entschädigung bleiben.\n3.3. Es trifft zu, dass die Mitnahme eines Natels dienstlich geboten war.\nIm konkreten Fall lag zwar kein direkt an den Beschwerdeführer gerichteter\nBefehl vor. Das Mitführen eines Natels (insbesondere aus Sicherheitsgründen)\n\n"}