{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-06-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-63-71--_1998-06-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004361.pdf?ID=150004361", "Checksum": "ada45781dd0d0ca80ab51f54e3444b33"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.71 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 04.06.1998 JAAC 63.71 \r\n\n JAAC 63.71\n\nAuszug aus einem Entscheid des Präsidenten\nder Rekurskommission des Eidgenössischen\nDepartements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz\nund Sport als Einzelrichter vom 4. Juni 1998\n\nArt. 139 LAAM. Action récursoire de la Confédération contre un\nmilitaire. Accident de la circulation causé par un instructeur de\ncarrière.\n- Négligence grave admise lors d’une collision avec un camion civil\nbénéficiant de la priorité.\n- Critères pour le calcul du montant de la créance récursoire. Relation\nentre le degré de responsabilité, le montant du dommage et la\nparticipation au dommage.\n\nArt. 139 MG. Regressforderung des Bundes gegen einen Angehörigen der\nArmee. Durch einen Berufsinstruktor verursachter Verkehrsunfall.\n- Grobfahrlässigkeit bejaht bei Kollision mit einem vortrittsberechtigten\nzivilen Lastwagen.\n- Kriterien für die Berechnung der Regressforderung. Verhältnis\nzwischen Ausmass des Verschuldens, Höhe des Schadens und\nSchadensbeteiligung.\n\nArt. 139 LM. Credito di regresso della Confederazione nei confronti di un\nmilitare. Incidente stradale causato da un istruttore di professione.\n- Ammessa la negligenza grave in occasione della collisione con un\nautocarro civile avente diritto di precedenza.\n- Criteri per il calcolo dell’importo del credito di regresso. Rapporto tra\nentità della colpa, ammontare del danno e partecipazione al danno.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nDer Beschwerdeführer ist Instruktionsunteroffizier der Schweizer Armee.\nAm 9. Juli 1997 kollidierte er auf seinem Weg zur Arbeit mit seinem\nDienstfahrzeug, einem Personenwagen, in S. mit einem vortrittsberechtigten\nzivilen Lastwagen (LW). Durch die Kollision entstand am Fahrzeug des\nBeschwerdeführers ein Schaden von Fr. 24 599.- (Totalschaden). Am\nmitbeteiligten Lastwagen entstand ein solcher von Fr. 2107.50. Der\nBeschwerdeführer wurde verpflichtet, der Eidgenossenschaft Fr. 2670.- (10%\ndes Gesamtschadens) zu bezahlen.\n\nAus den Erwägungen:\n\n(...)\nZu prüfen bleibt, ob das Verhalten des Beschwerdeführers die Qualifikation\ngrobfahrlässigen Verhaltens erfüllt oder nicht.\n5.1. Gemäss Polizeirapport und militärischer Unfallmeldung waren die\nStrassen- und Sichtverhältnisse im Unfallzeitpunkt optimal: die Strasse\nwar trocken, die Witterung schön, die Lichtverhältnisse sehr gut. Der\nBeschwerdeführer fühlte sich absolut fahrtüchtig, er war - entsprechend\nder Tageszeit - ausgeruht und hatte keine alkoholischen Getränke zu\nsich genommen. Das von ihm gelenkte Fahrzeug befand sich ebenfalls in\ntadellosem Zustand.\n5.2.1. Zum Unfallhergang ist bekannt, dass der Beschwerdeführer - nach\neigenen Aussagen - bei der Einmündung angehalten hatte, weil zu jener Zeit\nQuerverkehr herrschte.\n5.2.2. Widersprüchlich sind aber die Aussagen des Beschwerdeführers zur\nFrage, ob er den herannahenden Lastwagen gesehen habe. Während er im\nFormular Unfallmeldung behauptete, er habe einen von links kommenden\nLastkraftwagen (LKW) übersehen, gab er in der polizeilichen Einvernahme zu\nProtokoll, er habe einen Lastwagen, seinen späteren Unfallgegner, herannahen\nsehen.\n5.2.3. Die weitere Behauptung des Beschwerdeführers, der Lastwagen\nhabe den rechten Richtungsanzeiger eingeschaltet gehabt, verträgt sich\nzunächst ebenfalls nicht mit der Behauptung, er habe den herannahenden LW\nübersehen.\nDie in diesem Zusammenhang weiter vorgebrachte Behauptung des\nBeschwerdeführers, er habe angenommen, der LW biege vorher nach\nrechts in die Autobahn ein, wurde von ihm selber auf Zusatzfrage des\neinvernehmenden Polizeibeamten stark relativiert, indem er aussagte: «Ich\nhatte einfach das Gefühl, dass der Blinker eingeschaltet war. Mit Sicherheit\nkann ich es jedenfalls nicht» (bestätigen). Hinzu kommt, dass der LW-Lenker\nglaubhaft versicherte, er habe den Blinker nicht gestellt gehabt («Nein, das ist\n\n"}