{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-03-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-61-88A--_1994-03-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003638.pdf?ID=150003638", "Checksum": "d793ae2d415aa84e161ef991f63e9a50"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.88A \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 16.03.1994 JAAC 61.88A \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports 16.03.1994 JAAC 61.88A \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport   16.03.1994 JAAC 61.88A \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso del Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport  "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et ..."}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:22", "Checksum": "227520560a2c112ab0e024d5aa1d83c4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 16.03.1994 JAAC 61.88A \r\n\n 2\nRückwärtsfahren eine Hilfsperson beizuziehen, wenn nicht jede Gefahr\nausgeschlossen werden kann. Es bedarf keiner langen Erläuterungen, dass das\nals notorisch gefährliche und unfallträchtige Manöver des Rückwärtsfahrens,\nspeziell auf einer Hauptstrasse und mit einem schweren Lastwagen, stets\neine erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Der\nBeschwerdeführer hätte, um Art. 17 Abs. 1 VRV zu genügen, diskussionslos\neine Hilfsperson einsetzen müssen. Dass er dies nicht getan hat, ist um so\nunverständlicher, als er von vier Kameraden begleitet war, wovon zwei auf\nder Beifahrerbank und zwei auf der Ladebrücke sassen. Es wäre somit ein\nLeichtes gewesen, seiner elementaren Pflicht nachzukommen.\nKlar zu verwerfen ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, es wäre auch\nauf seine Mitfahrer zu regressieren, denn jeder Mitfahrer hätte ohne grosse\nAufforderung aussteigen und das Rückwärtsfahrmanöver überwachen\nmüssen. Der Beschwerdeführer verkennt, dass er als Fahrzeugführer die\nvolle Verantwortung für alle seine Fahrmanöver zu tragen hat. Es wäre\nan ihm gelegen, einen seiner Beifahrer als Hilfsperson zu bestimmen.\nIndem er dies unterlassen hat, hat er das ausser Acht gelassen, was jedem\nverständigen Menschen in derselben Lage und unter den gleichen Umständen\nhätte einleuchten müssen. Mithin hat er grobfahrlässig im Sinne der\nRechtsprechung gehandelt.\nOffenbar hat der Beschwerdeführer es aber nicht nur unterlassen, einen\nBeifahrer als Hilfsperson zu bestimmen, sondern auch die auf der Ladebrücke\nsich befindlichen Kameraden nicht hilfsweise eingesetzt. Dass er auch dies\nnicht getan hat und stattdessen auf’s Geratewohl rückwärts gefahren ist, ohne\nden Gefahrenbereich hinter seinem Lastwagen einsehen zu können, gereicht\nihm zum weiteren Verschulden.\nEs ergibt sich zusammengefasst, dass Grobfahrlässigkeit im Sinne der\nRechtsprechung im vorliegenden Fall zu bejahen ist. Der Beschwerdeführer\nhat durch sein Verhalten eine erhebliche Gefährdung der anderen\nVerkehrsteilnehmer leichtfertig in Kauf genommen. Sein Vorbringen, der\nLenker des zivilen Fahrzeugs habe sich auch schuldig gemacht, indem er zu\nnahe aufgefahren sei, ist als untaugliche Schutzbehauptung zu qualifizieren.\nWer rückwärts fährt hat sich zu vergewissern, dass er dabei keine anderen\nVerkehrsteilnehmer gefährdet.\n[42] AS 1968 73. Diesen Bestimmungen entspricht Art. 139 MG, vgl. Fussnote 1,\nS. 831.\n\n3\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 61.88A - Auszug aus einem Entscheid des Einzelrichters der II. Abteilung der\nRekurskommission EMD vom 16. März 1994\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1997\nAnnée\nAnno\n\nBand 61\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 638\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}