{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-12-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-52-44--_1987-12-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000749.pdf?ID=150000749", "Checksum": "dd9b338e9f5b699a268b21b32f988daa"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 15.12.1987 JAAC 52.44 \r\n\n JAAC 52.44\n\nEntscheid der Rekurskommission der Eidg.\nMilitärverwaltung vom 15. Dezember 1987\n\nOrganisation militaire. Responsabilité civile. Dommage porté à la\nConfédération par la destruction de poulies de renvoi lors d’exercices\nde tir de mitrailleuses sur des cibles d’hélicoptères suspendues.\nResponsabilité du commandement de la troupe due à sa négligence, en\nce qu’il avait omis, parmi les mesures de précaution mises en place, de\nprévoir des contrôles et l’arrêt des tirs en cas de besoin.\n\nMilitärorganisation. Haftpflicht. Schaden des Bundes aus\nder Zerstörung von Umlenkrollen bei einer Schiessübung\nmit Maschinengewehren auf hängende Helikopterziele.\nHaftungsbegründende Fahrlässigkeit des Truppenkommandos, das\nbei den vorgenommenen Vorsichtsmassnahmen es unterlassen hatte,\nKontrollen und nötigenfalls Feuereinstellung vorzusehen.\n\nOrganizzazione militare. Responsabilità civile. Danni subiti dalla\nConfederazione per la distruzione di pulegge di rinvio in occasione\ndi esercizi di tiro con mitragliatrici su elicotteri-bersagli mobili.\nResponsabilità del comando della truppa che aveva omesso, fra i\nprovvedimenti cautelare adottati, di prevedere controlli e sospensione\ndei tiri in caso di necessità.\n\n1\nI\n\nAm 21. August 1984 schossen die Mitrailleurs Z des Bataillons X auf dem\nSchiessplatz mit Maschinengewehren auf Fliegerabwehrstützen gegen\nmobile Helikopterziele, welche an zwei ungefähr drei Meter langen Seilen\nüber Habegger-Umlenkrollen aufgehängt waren und so auf einem quer\ngespannten Seil liefen. Dabei wurden drei Habegger-Rollen durch Schüsse\nmit der Munition Gewehrpatrone 11 derart stark beschädigt, dass sie vom\nzuständigen Zeughaus nicht mehr repariert werden konnten.\nAm 28. August 1984 belastete das Zeughaus das Kommando für drei\nzerschossene Umlenkrollen mit Fr. 360.- (Etat-Preis). Dieser Betrag wurde am\n31. Januar 1985 bezahlt. Der Kommandant opponierte indessen am 13. März\n1985 gegen die Belastung mit Fr. 360.- bei der Kriegsmaterialverwaltung\nmit der Begründung, beim Mitrailleur-Feuer ab Fliegerabwehrstütze\nsei die Streuung ziemlich gross und es könne bei der durchgeführten\nSchiessausbildung nicht von mutwilliger Zerstörung gesprochen werden.\nEr verlangte die Rückvergütung der belasteten Fr. 360.-.\nDie Kriegsmaterialverwaltung des Eidg. Militärdepartements setzte die\nSchadenersatzpflicht des Kommandos für drei beschädigte Umlenkrollen\nmit Verfügung vom 25. August 1986 auf Fr. 180.- fest und liess Fr. 180.-\nzurückvergüten. In den Erwägungen dieses Entscheids wurde festgehalten,\ndass die Truppe nicht vorsätzlich gehandelt habe, da die Gefahr erkannt und\ndeshalb das Ziel ungefähr drei Meter unter die Rollen gehängt worden sei.\nAusserdem seien die Fliegerabwehrstützen so angebracht worden, dass nur\nsehr schwer über oder unter die Helikopterseilbahn gezielt werden konnte.\nDie Kriegsmaterialverwaltung qualifizierte das Handeln der Truppe im\nerwähnten Entscheid indessen als grobfahrlässig. Angesichts der grossen\nStreuung beim Schiessen mit Maschinengewehren ab Fliegerabwehr-Lafette\nsei der Sicherheitsabstand zu den Rollen zu klein gewählt worden. Ausserdem\nsei nach dem Rapport der Truppe das Zielen auf die Rollen selbst noch\nmöglich gewesen. Da die Gefahr für die Rollen im voraus erkannt worden\nsei, hätte der Feuerleitende die Schiessenden überwachen und das Feuer nach\ndem ersten Treffer einstellen lassen müssen. Bei der Schadenszumessung\nwurde im Rahmen der Beurteilung der Grösse des Verschuldens erleichternd\nberücksichtigt, dass die Rollen für eine realistische Zieldarstellung verwendet\nwurden. Erschwerend wurde angerechnet, dass die Voraussetzungen für eine\nsorgfältige Planung und Durchführung des Schiessens gegeben waren und\ndass das Feuer nach den ersten Treffern nicht eingestellt worden sei. Aus\ndiesen Erwägungen erschien der Kriegsmaterialverwaltung eine Reduktion\nder Ersatzpflicht um 50% auf Fr. 180.- gerechtfertigt.\nGegen diese Verfügung erhob der Kommandant am 23. September 1986\nrechtzeitig Rekurs an die Rekurskommission der Eidg. Militärverwaltung\nmit dem Antrag auf vollumfängliche Rückerstattung des einbezahlten Betrages.\nZur Begründung führte er an, ein Sicherheitsabstand beim Schiessen mit\nMaschinengewehren ab Fliegerabwehr-Lafette sei nicht genau definiert,\naufgrund der Geländekammer sei ein noch grösserer Abstand zwischen den\nUmlenkrollen und dem Helikopterziel nicht möglich gewesen. Ausserdem\nmachte,er geltend, es seien keine Truppen überschossen worden. Der\n\n2\nFeuerleitende habe bei einem Maschinengewehr-Feuer keine Möglichkeit,\nden einzelnen Schuss zu bestimmen und das Feuer nach dem ersten Treffer\nauf eine Rolle einzustellen.\n… (Technische Einzelheiten betreffend Schussdistanz)\n\nII\n\n"}