{"Signatur": "CH_VB_009", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-08-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_009_JAAC-52-40--_1987-08-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000734.pdf?ID=150000734", "Checksum": "1d18c0602a1c349ffce8ba0b9b2fe060"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.40 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidg. 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Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 27.08.1987 JAAC 52.40 \r\n\n JAAC 52.40\n\nEntscheid der Rekurskommission der Eidg.\nMilitärverwaltung vom 27. August 1987\n\nOrganisation militaire. Responsabilité civile. Responsabilité de la\nConfédération pour un accident de la circulation provoqué, par temps\nde brouillard, par un tas de sable que la troupe a déposé sur une\nvoie d’accès à un hangar d’avion, en concours avec la responsabilité\npour le danger inhérent à l’emploi du véhicule de l’automobiliste civil\nlésé. Réduction des dommages-intérêts uniquement sur la base d’une\nappréciation de tous les éléments concrets. Aucune réduction eu égard à\nla conduite automobile irréprochable adoptée par le lésé en l’espèce.\n\nMilitärorganisation. Haftpflicht. Haftung des Bundes für den\nVerkehrsunfall, den ein durch die Truppe auf einer Zufahrt zu einer\nFlugzeughalle deponierter Sandhaufen bei Nebel verursacht, in\nKonkurrenz mit der Haftung des geschädigten Zivilautomobilisten\nfür die eigene Betriebsgefahr. Herabsetzung des Schadenersatzes nur\naufgrund einer Abwägung der konkreten Verhältnisse. Vorliegend\nkeine Herabsetzung angesichts der einwandfreien Fahrweise des\nGeschädigten.\n\nOrganizzazione militare. Responsabilità civile. Responsabilità della\nConfederazione per un incidente della circolazione provocato nella\nnebbia da un mucchio di sabbia depositato dalla truppa su una\nstrada d’accesso a un’aviorimessa, in concorso con la responsabilità,\ndell’automobilista civile leso, per il pericolo connesso con l’impiego\ndel veicolo. Riduzione del risarcimento unicamente sul fondamento di\nuna valutazione delle situazioni concrete. Nella fattispecie, nessuna\nriduzione poiché la guida del veicolo è stata irreprensibile.\n\n1\nI\n\nDurch Truppen wurden am Montag, 17. November 1986, auf der Zufahrt zu\neiner Flugzeughalle auf dem Militärflugplatz Dübendorf einige Kubikmeter\nSand deponiert. Am 18. November 1986, 06.40 Uhr fuhr T., Angestellter des\nFlugplatzes Dübendorf mit seinem Personenwagen in den Sandhaufen hinein.\nDabei entstand an seinem Auto ein Sachschaden von Fr. 1680.15.\nGemäss Unfallbericht der Heerespolizei vom 28. November 1986 lag zur Zeit\ndes Unfalls dichter Nebel mit einer Sichtweite von bloss 10 m. Der Sandhaufen\nwar weder beleuchtet, noch sonst markiert.\nDen übereinstimmenden Angaben von T. und seines Mitfahrers entsprechend\nsteht fest, dass der Rekurrent kurz vor dem die Zufahrt abschliessenden Tor\nangehalten und sich durch Einschalten des Volllichtes vergewissert hatte, dass\ndas Tor wirklich offenstand. Mit Abblendlicht fuhr er langsam weiter, mit\neiner Geschwindigkeit von maximal 20 km/h. Ungefähr 30 m nach dem Tor\nwurde er durch den Sandhaufen überrascht. Trotz Vollbremsung rutschte er\nauf der sandigen Strasse in den Haufen hinein.\nGenau gleich erging es wenig später auch anderen Mitarbeitern des\nFlugplatzes, die mit dem Auto oder dem Velo unterwegs waren.\nGegen die verantwortlichen Wehrmänner wurde keine disziplinarische\nUntersuchung durchgeführt. Es wurde deshalb auch nicht abgeklärt, warum\nder Sandhaufen über Nacht unbeleuchtet und nicht markiert liegen blieb. Es\ndarf jedoch als sicher gelten, dass nicht mit so dichtem Nebel gerechnet wurde.\nDass hingegen Fahrzeuge auf der Zufahrt zirkulieren, musste der Truppe\nbekannt sein.\nMit Entscheid vom 21. Mai 1987 sprach die Direktion der Eidg.\nMilitärverwaltung T. drei Viertel des ausgewiesenen Schadens von Fr. 1680.15\nzu. Fr. 420.05 wurden wegen der vom Rekurrenten zu vertretenden eigenen\nBetriebsgefahr seines Wagens abgezogen.\nIm Rekurs vom 9. Juni 1987 verlangt der Rekurrent den vollen Schadenersatz.\nEr macht geltend, dass wegen des grobfahrlässigen Verhaltens der Truppe der\nadäquate Kausalzusammenhang zwischen seiner Betriebsgefahr und dem\nUnfall unterbrochen worden sei.\n…\n\nII\n\n1. Den Rekurrenten trifft kein Mitverschulden am Unfall. Seine\nGeschwindigkeit war mit maximal 20km/h den prekären Sichtverhältnissen\nangemessen. Sie erlaubte ihm, bei trockener und nicht mit Sand belegter\nStrasse innerhalb der Sichtweite auch bei einem überraschend auftauchenden\nHindernis anzuhalten. Weil Sand auf der Zufahrt lag, konnte er das Fahrzeug\nnur mit einer mittleren Verzögerung von etwa 2 m/sec2 abbremsen. Dadurch\n\n"}