{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1989-08-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-54-2--_1989-08-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001184.pdf?ID=150001184", "Checksum": "7c7a038c4d3ed743e9d603aa154e98bd"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 54.2 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 16.08.1989 JAAC 54.2 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 16.08.1989 JAAC 54.2 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 16.08.1989 JAAC 54.2 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:21", "Checksum": "b9e608ad7f673395414378fcb44cb5e6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 16.08.1989 JAAC 54.2 \r\n\n JAAC 54.2\n\nAuszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 16.\nAugust 1989\n\nArt. 4a let. b O sur les frais et indemnités en procédure administrative.\nRemise de frais pour des motifs d’équité.\nRejet d’une demande ultérieure. Bases de calcul.\n\nArt. 4a Bst. b VwKV. Kostenerlass wegen Unverhältnismässigkeit der\nKostenpflicht.\nAbweisung eines nachträglichen Gesuches. Berechnungskriterien.\n\nArt. 4a lett. b O sulle tasse e le spese nella procedura amministrativa.\nCondono di spese per motivi d’equità.\nReiezione di un’ulteriore richiesta. Criteri di calcola.\n\n3. Es fragt sich, ob einer Partei, welcher in einem Beschwerdeentscheid\nKosten auferlegt worden sind, auch ein Erlass gewährt werden kann, wenn\nsich ihre finanzielle Lage nach dem Entscheid verschlechtert hat. Der\nKostenentscheid regelt eine einmalige Rechtsfolge und nicht eine Dauerpflicht.\nEine Anpassung an eine spätere Änderung der Tatsachenlage ist in diesem\nFall nicht selbstverständlich (vgl. Gygi Fritz, Zur Rechtsbeständigkeit von\nVerwaltungsverfügungen, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und\nVerwaltungsrecht [ZBl] 83/1982, S. 159). Das Gesetz trägt aber nachträglichen\nÄnderungen der für den Kostenentscheid massgebenden Umständen\nimmerhin in dem Sinne Rechnung, als eine Partei, welche die unentgeltliche\n\n1\nRechtspflege genossen hat, die Parteikosten später vergüten muss, wenn\nsie zu hinreichenden Mitteln gelangt (Art. 65 Abs. 4 VwVG). Es erschiene\nunbillig, wenn einer Partei, die nach dem Beschwerdeentscheid in eine\nNotlage geraten ist, die Verfahrenskosten nicht erlassen werden könnten.\nArt. 4a der V vom 10. September 1969 über Kosten und Entschädigungen im\nVerwaltungsverfahren (VwKV, SR 172.041.0) schliesst nachträgliche Gesuche\num Kostenerlass nicht aus. Solche Gesuche sind somit zulässig und nach\nBst. b dieses Artikels daraufhin zu prüfen, ob Gründe in der Sache oder in der\nPerson des Gesuchstellers die Kostenpflicht als unverhältnismässig erscheinen\nlassen.\n4. Der Gesuchsteller deklariert in seiner Steuererklärung vom 6. April 1989 für\ndas Jahr 1988 ein Einkommen von rund Fr. 28 000.-. Schulden oder familiäre\nUnterstützungspflichten hat er nicht.\nDie im Kanton Zürich massgebenden Richtlinien für die Berechnung\ndes betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Kreisschreiben\nder Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich\nvom 4. November 1987) sehen für alleinstehende Personen ohne\nHaushaltgemeinschaft einen monatlichen Grundbetrag von Fr. 845.- vor.\nVon den möglichen Zuschlägen zum Grundbetrag fällt beim Gesuchsteller\neinmal der Mietzins in Betracht, der gemäss der Steuererklärung Fr. 170.-\nbeträgt. Ferner wird man für Heizung und Elektrizität sowie für die\nKrankenkassenprämien je etwa Fr. 150.- und für auswärtige Verpflegung\nMehrkosten von höchstens Fr. 400.- annehmen können. Wenn man\nnoch allfällige Kosten für die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel\nberücksichtigt, so ergibt dies eine Summe von Fr. 1 750.- bis Fr. 1 800.-.\nDas durchschnittliche monatliche Einkommen des Gesuchstellers\nbetrug demgegenüber im Jahr 1988 nach Abzug der Beiträge an die\nSozialversicherungen ungefähr Fr. 2 300.-. Nach den Angaben im Gesuch\nsind es rund Fr. 2 500.- im Monat, wobei nicht präzisiert wird, ob die üblichen\nAbzüge berücksichtigt sind. Unter diesen Umständen ist eine Kostenpflicht in\nder Höhe von Fr. 605.30 nicht unverhältnismässig, zumal der Gesuchsteller\nden Betrag in Absprache mit der zuständigen Stelle ratenweise abzahlen kann.\nDie Voraussetzungen für den Erlass sind deshalb nicht gegeben.\n5. Demnach ist das Gesuch abzuweisen. Verfahrenskosten werden nicht\nerhoben.\n\n2\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 54.2 - Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 16. August 1989\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1990\nAnnée\nAnno\n\nBand 54\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 001 184\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}