{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1989-03-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-54-18--_1989-03-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001145.pdf?ID=150001145", "Checksum": "b7da074f4575d6e402e57b3e5fd949e5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 54.18 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 06.03.1989 JAAC 54.18 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 06.03.1989 JAAC 54.18 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 06.03.1989 JAAC 54.18 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:23", "Checksum": "e4245bde5c4e797c898cbef59322c741", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 06.03.1989 JAAC 54.18 \r\n\n JAAC 54.18\n\nAuszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 6.\nMärz 1989\n\nAide en matière d’investissements dans les régions de montagne.\nArt. 2 OIM. Installations touristiques servant à des fins d’utilité\npublique.\nOffice du tourisme partiellement subventionné.\n\nInvestitionshilfe für Berggebiete.\nArt. 2 IHV. Öffentlichen Zwecken dienende Kurortsanlagen.\nTeilweise subventionsberechtigtes Verkehrsbüro.\n\nAiuto agli investimenti nelle regioni di montagna.\nArt. 2 OIM. Impianti turistici che servono a scopi d’utilità pubblica.\nUfficio del turismo che ha diritto a essere parzialmente sovvenzionato.\n\n2. Die Beschwerdeführerin ficht die Verfügung des EVD nur hinsichtlich\ndes Kostenanteils für die Büros des Verkehrsvereins an. Der unangefochten\ngebliebene Teil der Verfügung des EVD vom 31. August 1987 ist somit formell\nin Rechtskraft erwachsen (Gygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege,\n2. Aufl., Bern 1983, S. 322; derselbe, Zur Rechtsbeständigkeit von\nVerwaltungsverfügungen, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und\nVerwaltungsrecht [ZBl] 83 [1982], S. 149 ff.). Streitgegenstand ist das Begehren\n\n1\num Einbezug der Kosten für die Erstellung der Büros des Verkehrsvereins,\nmithin also die Frage, ob diese Büros in den sachlichen Geltungsbereich des\nBG vom 28. Juni 1974 über Investitionshilfe für Berggebiete (IHG, SR 901.1)\nbeziehungsweise der V vom 9. Juni 1975 über Investitionshilfe für Berggebiete\n(IHV, SR 901.11) fallen.\n3. Mit dem IHG bezweckt der Bund die Verbesserung der Existenzbedingungen\nim Berggebiet durch die Gewährung gezielter Investitionshilfe für\nInfrastruktur anlagen (Art. 1 IHG). Eine der wichtigsten Möglichkeiten für die\nwirtschaftliche Entfaltung einer Bergregion bietet der Fremdenverkehr. Der\nBund kann jedoch nicht jedes im Interesse des Tourismus liegende Vorhaben\nunterstützen (VPB 42.34).\nSind die allgemeinen Voraussetzungen erfüllt (Bestehen eines\nregionalen Entwicklungskonzepts und eines funktionsfähigen\nEntwicklungsträgers, Aufnahme des förderungswürdigen Projekts in\ndas von der Zentralstelle für regionale Wirtschaftsförderung und dem\nEVD genehmigte Entwicklungskonzept, Ausschöpfung aller übrigen\nFinanzierungsmöglichkeiten, finanzielle Leistung des Kantons), kann der\nBund die Restfinanzierung von Infrastrukturvorhaben übernehmen (Art. 15\nIHG).\nIn den sachlichen Geltungsbereich des IHG fallen nach dessen Art. 3\nBst. a Vorhaben, die der Entwicklung der Infrastruktur, vorab der\nVerkehrserschliessung, der Versorgung und Entsorgung, der schulischen\nund beruflichen Ausbildung, der Erholung, des Gesundheitswesens, der Kultur\nund des Sports dienen. Nach Art. 2 IHV gehören zur regionalen Infrastruktur\nim Sinne von Art. 3 Bst. a des IHG insbesondere die Kurortsanlagen, sofern sie\nöffentlichen Zwecken dienen.\nDabei genügt es nicht, dass die Büros des Verkehrsvereins öffentlichen\nZwecken dienen, sondern es muss sich zudem um Kurortsanlagen im Sinne\ndes IHG beziehungsweise der IHV handeln. Ist dies nicht der Fall, können die\nstrittigen Kosten auch nicht in die Berechnung des Investitionshilfedarlehens\neinbezogen werden, wenn die Büros öffentlichen Zwecken dienen sollten.\nNach der Rechtsprechung des Bundesrates wird die Abgrenzung des\nsachlichen Geltungsbereichs und somit die Auslegung einzelner Begriffe\nder IHV unter Berücksichtigung sämtlicher in Art. 2 IHV aufgeführter\nInfrastrukturvorhaben vorgenommen (VPB 42.34). Demnach gehören zur\nregionalen Infrastruktur im Sinne von Art. 3 Bst. a des Gesetzes insbesondere:\n- die Verkehrserschliessung (Strassen, Parkgelegenheiten, Güter-, Wald- und\nWanderwege, Betriebe der gewerbsmässigen und regelmässigen Personenund Güterbeförderung, deren Verkehrsleistung nicht durch die übrige\nBundesgesetzgebung gesichert ist),\n- die öffentliche Versorgung (Elektrizität, Gas, Wasser, ausgenommen Anlagen\nder PTT),\n- die Entsorgung (Gewässerschutz, Lufthygiene, Kehrichtbeseitigung),\n- die Anlagen der schulischen und beruflichen Ausbildung,\n- die Einrichtungen zur Förderung und Verbesserung des Gesundheitswesens,\nder Fürsorge und Pflege,\n\n"}