{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-11-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-34I--_1988-11-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000989.pdf?ID=150000989", "Checksum": "c69f514d3db737b5502a9def01ffa1dc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.34I \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 28.11.1988 JAAC 53.34I \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 28.11.1988 JAAC 53.34I \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 28.11.1988 JAAC 53.34I \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:39", "Checksum": "0d8ad34b07814a1a3e3bef78d3b56594", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 28.11.1988 JAAC 53.34I \r\n\n 8\ndas Bundesamt, dass ein Widerruf der Beitragsverfügung nur in Frage\nkommen könne, wenn dies mit dem Vertrauensschutzprinzip vereinbar sei.\nAuch das Bundesamt für Forstwesen und Landschaftsschutz neigt in seiner\nVernehmlassung vom 31. Mai 1988 zur Ansicht, dass die Belange des Naturund Heimatschutzes in mehrfacher Hinsicht nicht berücksichtigt worden\nseien.\n3.b. Nach Art. 79 des BG vom 3. Oktober 1951 über die Förderung der\nLandwirtschaft und die Erhaltung des Bauernstandes (Landwirtschaftsgesetz\n[LwG], SR 910.1) ist bei Bodenverbesserungen (Meliorationen) den allgemeinen\nInteressen der Umwelt, insbesondere der Erhaltung des Grundwassers und der\ndamit verbundenen Trinkwasserversorgung sowie dem Schutz der Natur und\nder Wahrung des Landschaftsbildes Rechnung zu tragen. Auf die Interessen\nder Fischerei, der Jagd und der Bienenzucht sowie auf den Schutz der Vögel\nist Rücksicht zu nehmen. In Art. 15 Abs. 2 BoV wird weiter ausgeführt, dass\ndie Beitragsgesuche über die Berücksichtigung der in Art. 79 LwG genannten\nInteressen Auskunft zu geben haben.\nFerner sind spezialrechtliche Bestimmungen aus dem NHG und dem BG\nvom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG, SR 700) zu berücksichtigen,\ndie erst später in Kraft getreten sind. So haben nach Art. 2 Bst. c und\nArt. 3 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. c NHG die Behörden und Amtsstellen des\nBundes bei der Erfüllung von Bundesaufgaben, wie bei der Gewährung\nvon Meliorationen, dafür zu sorgen, dass das heimatliche Landschaftsund Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler\ngeschont und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert\nerhalten bleiben; nötigenfalls sind Beiträge nur bedingt zu gewähren oder\nabzulehnen. Ferner macht nach Art. 30 RPG der Bund die Leistung von\nBeiträgen an raumwirksame Massnahmen nach anderen Bundesgesetzen\ndavon abhängig, dass diese den genehmigten Richtplänen entsprechen. Diese\nBestimmung ist nach den Erläuterungen RPG des Eidgenössischen Justiz- und\nPolizeidepartements/BRP/1981[7] (S. 332) so auszulegen, dass Bundeshilfe\nnicht den Sinn hat, den Kantonen richtplanwidriges Verhalten möglich zu\nmachen (s. dazu auch Art. 1 RPG sowie Art. 1 und 2 V vom 26. März 1986 über\ndie Raumplanung, SR 700.1).\n3.c. Die Gewährung von Bundesbeiträgen an Meliorationen gehört zur\nLeistungsverwaltung. Nach Lehre und Rechtsprechung untersteht die\nLeistungsverwaltung gleich wie die Eingriffsverwaltung dem Legalitätsprinzip\n(Gygi, Verwaltungsrecht, S. 217 ff.; Grisel, a. a. O., Bd. 1, S. 317; Hertach Rudolf,\nDas Legalitätsprinzip in der Leistungsverwaltung, Diss. Zürich 1984, S. 77 ff.;\nZimmerli Ulrich, Zum Gesetzmässigkeitsprinzip im Verwaltungsrecht, in: Recht\n1984, S. 73 ff.; Richli Paul, Legalitätsprinzip und Finanzhilfen, Zeitschrift des\nbernischen Juristenvereins [ZbJV}, Bern 1984, S. 313 ff.; Botschaft zu einem\nBundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen, BBl 1987 I 407; VPB 36.47;\nBGE 112 Ia 254 E.2a, BGE 104 Ia 309, BGE 103 Ia 376, BGE 103 Ia 402).\nDie gesetzliche Grundlage für die Gewährung eines Bundesbeitrages ist in\nder Bodenverbesserungs-Verordnung enthalten; die Rechtsgrundlage wird\nübrigens auch nicht von den Beschwerdeführern in Frage gestellt. Es wird\njedoch der Vorwurf erhoben, die Vorinstanz habe den rechtserheblichen\nSachverhalt nicht richtig und vollständig abgeklärt (Art. 12 VwVG; BGE\n110 V 52 E.4; VPB 46.72). Dieser Vorwurf wird zu Recht erhoben. Die\n\n"}