{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-11-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-34I--_1988-11-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000989.pdf?ID=150000989", "Checksum": "c69f514d3db737b5502a9def01ffa1dc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.34I \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 28.11.1988 JAAC 53.34I \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 28.11.1988 JAAC 53.34I \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 28.11.1988 JAAC 53.34I \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:39", "Checksum": "0d8ad34b07814a1a3e3bef78d3b56594", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 28.11.1988 JAAC 53.34I \r\n\n 6\nBauetappen als Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses zu verstehen sind;\nmit anderen Worten: den nachfolgenden Verfügungen, welche einerseits\ndie Zusicherung eines Bundesbeitrages für eine einzelne Bauetappe und\nandererseits die Auszahlung eines Bundesbeitrages zum Gegenstand\nhaben, kommt nicht die gleiche Bedeutung wie dem Grundsatzbeschluss\nzu; nur er regelt alle wesentlichen Punkte des Subventionsverhältnisses,\nwährend die nachfolgenden Verfügungen bloss als Vollzugsverfügungen\nzu verstehen sind (Gygi Fritz, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 217 ff.).\nWerden die bundesrechtlichen Voraussetzungen für die Ausrichtung\neines Bundesbeitrages bestritten, so ist daher der Grundsatzbeschluss\nanzufechten: Er enthält nicht nur die materiellen Grundlagen für die\nspätere Ausrichtung eines Bundesbeitrages, sondern auch die Verpflichtung\nzur Zusicherung eines Bundesbeitrages, sobald bestimmt umschriebene\nVoraussetzungen erfüllt sind. Der Grundsatzbeschluss ist somit entgegen\nder Auffassung der Vorinstanz als anfechtbare Verfügung im Sinne von\nArt. 5 VwVG zu betrachten, da er die Begründung oder Feststellung von\nRechten und Pflichten, also die Regelung eines Rechtsverhältnisses, zum\nGegenstand hat (Gygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern\n1983, S. 126 ff.; BGE 109 Ib 255 E.la). Die dem Grundsatzbeschluss folgenden\nVerfügungen, welche die Finanzhilfe konkret auslösen und zur Auszahlung\neines bestimmten Geldbetrages führen, sind nur insoweit selbständig\nanfechtbar, als die darin enthaltenen Berechnungen nicht den vorher\nfestgelegten Bemessungsgrundlagen entsprechen oder Fragen regeln, die\nim Grundsatzbeschluss nicht beantwortet sind. Folglich ist an der bisherigen\nRechtsprechung des Bundesrates festzuhalten.\n1.c. Die Gewährung von Beiträgen an Meliorationen ist nach Art. 2 Bst. c\nBG vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451)\nBundesaufgabe. Somit steht gesamtschweizerischen Vereinigungen, die\nsich statutengemäss dem Natur- und Heimatschutz widmen, wie hier dem\nSchweizer Heimatschutz, dem Schweizerischen Bund für Naturschutz und\ndem WWF Schweiz, das Beschwerderecht gegen Verfügungen des EMA\nbeziehungsweise des EVD in dieser Materie nach Art. 12 Abs. 1 NHG und\nArt. 48 Bst. b VwVG zu (VPB 52.61; BGE 112 Ib 71 E.2, BGE 112 Ib 548 E.lb, BGE\n112 Ib 424 nicht publizierte Erwägung 2).\n1.d. Beschwerdeberechtigte Organisationen, die im Rechtsmittelverfahren\nParteistellung haben, können von ihrem Beschwerderecht nur Gebrauch\nmachen, wenn ihnen die anfechtbare Verfügung in geeigneter Weise zur\nKenntnis gebracht wird. Für die beschwerdeberechtigten Organisationen\nbeginnt die Rechtsmittelfrist erst mit der Möglichkeit der Kenntnisnahme zu\nlaufen (Art. 20, 34, 36 VwVG; BGE 101 Ib 192, BGE 102 Ib 93, BGE 104 V 166\nE.3, BGE 106 V 97; Grisel André, Traité de droit administratif, Neuenburg\n1984, Bd. 2, S. 878; Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, S. 51); das ist\nhier der 6. beziehungsweise 7. April 1987, der Zeitpunkt der Eröffnung des\nerwähnten Grundsatzbeschlusses durch das Bundesamt für Forstwesen\n\n"}