{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-12-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-32--_1988-12-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000980.pdf?ID=150000980", "Checksum": "894dcc224cbde4e9121fc369a91ff1a7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.32 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 21.12.1988 JAAC 53.32 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 21.12.1988 JAAC 53.32 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 21.12.1988 JAAC 53.32 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:50", "Checksum": "12a80b0dd7afcee58cc172c4fa9a80aa", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 21.12.1988 JAAC 53.32 \r\n\n JAAC 53.32\n\nEntscheid des Bundesrates vom 21. Dezember 1988\n\nAide en matière d’investissements dans les régions de montagne.\nArt. 3 LIM. Un office du tourisme entre-t-il dans le champ d’application?\n(question laissée ouverte)\nArt. 10 et art. 17 al. 2 LIM. Refus d’un prêt de la Confédération faute\nd’inscription du projet dans le programme de détail avant le début\ndes travaux de construction, les autorités cantonales ayant tardé à\ntransmettre la demande au service central.\n\nInvestitionshilfe für Berggebiete.\nArt. 3 IHG. Fällt ein Verkehrsbüro in den Geltungsbereich? (Frage\noffengelassen)\nArt. 10 und Art. 17Abs. 2 IHG. Verweigerung eines Darlehens des\nBundes mangels Aufnahme des Projekts ins Detailprogramm vor\nBaubeginn, nachdem die kantonalen Behörden das Gesuch zu spät an\ndie Zentralstelle überwiesen haben.\n\nAiuto agli investimenti nelle regioni montane.\nArt. 3 LIM. La legge si applica a un ufficio del turismo? (questione\nirrisolta)\nArt. 10 e art. 17 cpv. 1 LIM. Mutuo della Confederazione negato, non\nessendo il progetto iscritto nel programma di dettaglio prima dell’inizio\ndei lavori di costruzione, poiché le autorità cantonali hanno tardato a\ntrasmettere la domanda al servizio centrale.\n\n1\nI\n\nA. Mit Beschluss vom 19. Dezember 1986 gewährte das\nVolkswirtschaftsdepartement des Kantons X dem Verkehrsverein N.\nfür den Bau eines Verkehrsbüros in B. ein zinsloses Darlehen von 20% der\ndarlehensberechtigten Kosten, höchstens aber Fr. 80000.- mit einer Laufzeit\nvon 20 Jahren.\nGleichzeitig beantragte das kantonale Volkswirtschaftsdepartement dem\nEidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD), gestützt auf das BG\nvom 28. Juni 1974 über Investitionshilfe für Berggebiete (IHG, SR 901.1) dem\nVerkehrsverein ein gleichlautendes Darlehen zuzusprechen.\nMit Verfügung vom 7. Juli 1987 hat das EVD dieses Gesuch um ein\nInvestitionshilfedarlehen mit der Begründung abgewiesen, das Projekt\nfalle nicht in den sachlichen Geltungsbereich des IHG und sei nicht im\nDetailprogramm 1983-1986 enthalten gewesen. Es sei zwar Bestandteil des\nDetailprogrammes 1987-1990, dieses sei aber erst am 23. Januar 1987 bei\nder Zentralstelle für regionale Wirtschaftsförderung des Bundesamtes für\nIndustrie, Gewerbe und Arbeit (hiernach Zentralstelle) eingegangen, zu einem\nZeitpunkt, in dem das Projekt im wesentlichen bereits fertiggestellt gewesen\nsei.\nB. Gegen diese Verfügung hat der Verkehrsverein N. am 27. Juli 1987 beim\nBundesrat eine Beschwerde eingereicht mit dem Antrag, «die Verfügung\ndes EVD in dem Sinne abzuändern, als für das randvermerkte Projekt\nder sachliche Geltungsbereich festzulegen» und «die von der Region dem\nKanton beantragte Investitionshilfe zu gewähren» sei. Sinngemäss beantragt\nder Beschwerdeführer damit die Aufhebung der Verfügung des EVD vom\n27. Juli 1987 und die Zusicherung eines zinslosen Darlehens von 20% der\ndarlehensberechtigten Kosten, höchstens aber Fr. 80000.- mit einer Laufzeit\nvon 20 Jahren.\nIn seiner Begründung, ergänzt durch eine weitere Stellungnahme vom\n18. Oktober 1987, macht der Beschwerdeführer im wesentlichen geltend, der\nVerkehrsverein habe stellvertretend für die Gemeinde öffentliche Aufgaben zu\nerfüllen. Es handle sich nicht um eine Branchenorganisation, sondern um eine\nInstitution, die den Tourismus einer ganzen Gemeinde, beziehungsweise einer\nganzen Region fördere. Ein Verkehrsbüro stelle eine öffentlichen Zwecken\ndienende Infrastrukturanlage dar, die zum «touristischen Gesamtangebot»\ngehöre und somit in den sachlichen Geltungsbereich des IHG falle. Das Projekt\nsei zwar tatsächlich nicht im Detailprogramm 1983-1986 enthalten gewesen.\nEs sei aber zur Aufnahme ins Detailprogramm 1987-1990 angemeldet worden.\nDieser formelle Mangel sei nur von untergeordneter Bedeutung, überdies sei\nmit dem Bau im Zeitpunkt der Anmeldung des Projektes zuhanden der Region\nnoch nicht begonnen worden.\nC. Das kantonale Volkswirtschaftsdepartement beantragt in seiner\nVernehmlassung vom 21. April 1988 die Gutheissung der Beschwerde. Das\nProjekt falle in den sachlichen Geltungsbereich des IHG. Ende 1985 habe der\nBeschwerdeführer das Projekt der Region für das Investitionsprogramm\n\n2\n1987-1990 angemeldet. Weil die Investitionsprogramme vom Kanton nach\neiner auf regionaler und kantonaler Ebene durchgeführten Vernehmlassung\nerst anfangs 1987 an die Zentralstelle für regionale Wirtschaftsförderung\nübermittelt worden seien, könne sich der Beschwerdeführer auf Treu und\nGlauben berufen. Dieser formelle Mangel sei nur ein Vorwand für die\nVerweigerung der Investitionshilfe durch den Bund.\n…\n\nII\n\n"}