{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-08-31", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-3--_1988-08-31.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150001007.pdf?ID=150001007", "Checksum": "b06717ea4ae94a56be40a2c082242332"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.3 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 31.08.1988 JAAC 53.3 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 31.08.1988 JAAC 53.3 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 31.08.1988 JAAC 53.3 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:42", "Checksum": "3462f6ade41de48b0bd5449db42feb92", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 31.08.1988 JAAC 53.3 \r\n\n JAAC 53.3\n\nAuszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 31.\nAugust 1988\n\nPersonnel fédéral. Conditions d’un avancement «ad personam». Des\néléments subjectifs réunis en la personne d’un agent ne justifient un\navancement que s’ils conduisent à l’attribution de tâches relevant\nd’une classe supérieure dans l’échelle des fonctions et que le cahier\ndes charges est élargi en conséquence. Bonne foi. La mise au concours\nd’un poste assortie d’indications sur les classes de traitement\ncorrespondantes ne confère pas au fonctionnaire nommé le droit à un\navancement jusqu’à la classe de traitement la plus haute indiquée.\n\nBundespersonal. Voraussetzungen einer Beförderung «ad personam».\nSubjektive Faktoren in der Person eines Bediensteten begründen nur\neine Beförderung, wenn sie zur Zuweisung höher bewerteter Aufgaben\nführen und das Pflichtenheft dementsprechend erweitert wird. Treu\nund Glauben. Aus der Ausschreibung einer Stelle mit Angaben über\ndie besoldungsmässige Einreihung kann kein Anspruch des gewählten\nBeamten auf Beförderung in die angegebene höchste Besoldungsklasse\nabgeleitet werden.\n\nPersonale federale. Condizioni di una promozione «ad personam».\nFattori soggettivi nella persona di un agente giustificano una\npromozione soltanto se portano all’attribuzione di compiti valutati\ncome più alti e se il capitolato d’oneri viene di conseguenza ampliato.\nPrincipio della buona fede. Dalla messa a concorso di un posto con\nindicazioni delle rispettive classi di stipendio non può essere desunto\nun diritto del funzionario nominato a una promozione nella classe di\nstipendio più alta indicata.\n\n1\nX wurde auf den 1. August 1979 zum Leiter der Gruppe Y gewählt. Die Stelle\nwar in der 7. und 6. Besoldungsklasse ausgeschrieben. Nach Reorganisation\ndes Dienstes wurde das Pflichtenheft von X geändert. Seit dem 1. August 1985\nhat er keine Vorgesetztenfunktion mehr auszuüben und ist neu nicht mehr\ndem Sektionschef, sondern dessen Stellvertreter unterstellt. Dieses geänderte\nPflichtenheft wurde mit der 7. Besoldungsklasse bewertet.\nIn einer Beschwerde an den Bundesrat anerkennt X die Richtigkeit der\nEinreihung seiner Stelle in der 7. Besoldungsklasse. Aus seiner Sicht verstösst\naber die Ablehnung seines Gesuchs um Beförderung «ad personam» in die\n6. Besoldungsklasse gegen Treu und Glauben, weil seinerzeit die Stelle mit\nder 7. und 6. Besoldungsklasse ausgeschrieben worden sei. Das Departement\nhabe zudem bei der Prüfung seines Gesuchs die subjektiven Faktoren in seiner\nPerson nicht berücksichtigt.\nAus den Erwägungen des Bundesrates:\n…\n2. Der Beschwerdeführer anerkennt in seiner Beschwerdeschrift, dass\ndie Einreihung seiner Stelle in der 7. Besoldungsklasse aufgrund des\nPflichtenheftes vom 1. August 1985 für seinen späteren Nachfolger\nrichtig sein möge. Da diese Bewertung von den Parteien unbestritten\nist, gibt es keinen Grund, sie grundsätzlich in Frage zu stellen. Im\nübrigen sähe der Bundesrat dafür aufgrund der vorliegenden Akten\nohnehin keinen Anlass. Er übt nach fester Praxis Zurückhaltung bei der\nÜberprüfung von Beförderungsentscheiden, die von Departementen\nausgehen. Dies deshalb, weil er den Departementen einen gewissen\nBeurteilungsspielraum zugesteht, soweit - wie im vorliegenden Fall -\nvorwiegend Fragen der hierarchischen Organisationsstruktur zu lösen sind\n(BGE 108 Ib 421; Gygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983,\nS. 307 ff.; derselbe, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 155; Saladin Peter, Das\nVerwaltungsverfahrensrecht des Bundes, Basel und Stuttgart 1979, S. 194;\nVPB 50.33). Umstritten und daher zu prüfen ist dagegen, ob im vorliegenden\nFall besondere Umstände bestehen, die eine Beförderung «ad personam»\nrechtfertigen.\nZum Begriff Beförderung «ad personam» ist folgendes klarzustellen: Die\nBeförderung «ad personam» ist in den einschlägigen Vorschriften nirgends\nvorgesehen und daher eine Schöpfung der Praxis. Grundsätzlich muss die\nStelle bewertet werden. Subjektive Faktoren in der Person des Beamten\nspielen bei der Bewertung seiner Stelle und bei deren Einreihung in die\nLohnklassen keine Rolle. Die Beförderung ist immer funktionsbezogen und\nan die Voraussetzung geknüpft, dass ein Amt besetzt werden muss oder der\nBedienstete dauernd den Anforderungen zu genügen hat, die einem höher\neingereihten Amt entsprechen (Art. 11 Abs. 1 der Beamtenordnung [1] vom\n10. November 1959, SR 172.221.101).\nEs kann aber vorkommen, dass subjektive Faktoren in der Person des\nStelleninhabers für seine Funktion nutzbar gemacht werden und zur\nZuweisung höher bewerteter Aufgaben führen. In diesem Fall ist eine\n\n"}