{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-06-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-26--_1988-06-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000959.pdf?ID=150000959", "Checksum": "313b73a6cf176fd3c79854623968a208"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.26 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 29.06.1988 JAAC 53.26 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 29.06.1988 JAAC 53.26 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 29.06.1988 JAAC 53.26 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:57", "Checksum": "3de3d66bb484ed57f466078b2e55cd3b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 29.06.1988 JAAC 53.26 \r\n\n JAAC 53.26\n\nEntscheid des Bundesrates vom 29. Juni 1988\n\nArt. 3 al. 4 LCR et art. 48 let. a PA.\nAucune qualité d’une section cantonale du Touring Club Suisse (TCS)\npour recourir contre une limitation de vitesse qui ne touche pas\nla majorité ou un grand nombre de ses membres (changement de\njurisprudence).\n\nArt. 3 Abs. 4 SVG und Art. 48 Bst. a VwVG.\nKeine Beschwerdelegitimation einer kantonalen Sektion des Touring\nClubs der Schweiz (TCS) gegen eine Geschwindigkeitsbeschränkung,\nwelche nicht die Mehrheit oder eine Grosszahl seiner Mitglieder berührt\n(Praxisänderung).\n\nArt. 3 cpv. 4 LCS e art. 48 lett. a PA.\nNessuna legittimazione ricorsuale di una sezione cantonale del Touring\nClub Svizzero (TCS) per ricorrere contro una limitazione di velocità che\nnon interessa la maggioranza o un numero rilevante dei suoi membri\n(cambiamento di giurisprudenza)\n\n1\nI\n\nA. Aufgrund eines Gesuches von X und einer Empfehlung des Gemeinderates\nWolfenschiessen verfügte die Polizeidirektion Nidwalden am 6. Dezember 1985\neine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h auf der Kantonsstrasse im Bereiche\nder Liegenschaften und Holzlagerplätze in Wolfenschiessen.\nB. Gegen diese Verfügung beschwerte sich die Untersektion Nidwalden des\nTouring Clubs der Schweiz (im folgenden: TCS Nidwalden) beim Regierungsrat\ndes Kantons Nidwalden. Dieser trat auf die Beschwerde mangels Legitimation\nnicht ein.\nC. Diesen Nichteintretensentscheid focht der TCS Nidwalden beim\nVerwaltungsgericht des Kantons Nidwalden an. Dieses wies den Rekurs am\n15. Dezember 1986 ab.\nD. Dagegen erhebt der Rekurrent staatsrechtliche Beschwerde beim\nBundesgericht und Verwaltungsbeschwerde beim Bundesrat. Er verlangt\ndie Aufhebung der Verfügung. Auf die rechtserheblichen Beschwerdegründe\nwird in den Erwägungen eingegangen.\n…\nE. Aufgrund eines Meinungsaustausches mit dem Bundesgericht hat das\nEidg. Justiz- und Polizeidepartement die Zuständigkeit des Bundesrates zur\nBeurteilung der vorliegenden Beschwerde anerkannt. …\n\nII\n\n…\n6. Gemäss Art. 48 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die\nangefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse\nan deren Aufhebung oder Änderung hat (Bst. a) oder jede andere Person,\nOrganisation oder Behörde, die das Bundesrecht zur Beschwerde\nermächtigt (Bst. b). Das Strassenverkehrsrecht sieht kein spezialgesetzliches\nBeschwerderecht für Vereinigungen vor. Zwar können nach Art. 106\nAbs. 1 V vom 31. Mai 1963 über die Strassensignalisation (SSV, SR 741.21)\nörtliche Verkehrsverbände oder andere Interessenten bei der Behörde\nEinsprache erheben, wenn Signale oder Markierungen den Vorschriften nicht\nentsprechen, unnötigerweise angebracht werden oder wenn sie fehlen, wo sie\nnötig wären. Diese Bestimmung gilt jedoch nur für signalisationstechnische\nFragen; sie ist hingegen nicht anwendbar bei Beschwerden nach Art. 3\nAbs. 4 BG vom 19. Dezember 1958 über den Strassenverkehr (SVG, SR 741.01).\nAbgesehen davon zeigt die zitierte Vorschrift lediglich den einzuschlagenden\nRechtsmittelweg auf; eine weitergehende verfahrensrechtliche Bedeutung\nkommt ihr nicht zu. Insbesondere regelt sie nicht die Beschwerdebefugnis.\nDer Bundesrat hat wiederholt entschieden, dass in dieser Hinsicht die\nVoraussetzungen von Art. 48 Bst. a VwVG erfüllt sein müssen.\nEs bleibt daher zu prüfen, ob die Legitimation nach Art. 48 Bst. a\nVwVG gegeben ist. Zunächst steht fest, dass einer Vereinigung die\nBeschwerdebefugnis immer dann zuzuerkennen ist, wenn sie selber durch\n\n"}