{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-12-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-22--_1988-12-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000944.pdf?ID=150000944", "Checksum": "1d92a25d3edb723d9db4945fb61a99d6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.22 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 12.12.1988 JAAC 53.22 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 12.12.1988 JAAC 53.22 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 12.12.1988 JAAC 53.22 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:54", "Checksum": "503dda840b46502769fd79c8c0ec010c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 12.12.1988 JAAC 53.22 \r\n\n JAAC 53.22\n\nEntscheid des Bundesrates vom 12. Dezember 1988\n\nArt. 12 let. e LFAIE. Acquisition d’un immeuble à proximité d’un ouvrage\nmilitaire important par une personne à l’étranger.\nAutorisation refusée au propriétaire d’une petite entreprise agricole,\nétabli en Suisse et marié à une Suissesse, pour l’acquisition d’une ferme,\nsans égard aux intérêts d’une agriculture viable dans les régions de\nmontagne. Refus d’une autorisation exceptionnelle assortie de charges,\nvu l’importance de l’ouvrage militaire et la situation topographique\nparticulière.\n\nArt. 12 Bst. e BewG. Erwerb eines Grundstücks in der Nähe einer\nwichtigen militärischen Anlage durch Personen im Ausland.\nVerweigerung der Bewilligung an den in der Schweiz niedergelassenen,\nmit einer Schweizerin verheirateten Besitzer eines landwirtschaftlichen\nKleinbetriebes für den Erwerb eines Bauernhofes, ungeachtet der\nInteressen einer existenzfähigen Landwirtschaft im Berggebiet. Keine\nGewährung einer mit Auflagen verbundenen Ausnahmebewilligung\nangesichts der Bedeutung der militärischen Anlage und der besonderen\ntopographischen Situation.\n\nArt. 12 lett. e LAFE. Acquisto di un fondo ubicato nelle vicinanze di\nun’opera militare importante da parte di persone all’estero.\nAutorizzazione rifiutata al proprietario di una piccola azienda\nagricola, domiciliato in Svizzera e sposato a una Svizzera, per\nl’acquisto di una fattoria, indipendentemente dagli interessi\ndi un’agricoltura vitale nelle regioni di montagna. Rifiuto di\nun’autorizzazione eccezionale vincolata a oneri, vista l’importanza\ndell’opera militare e la particolare situazione topografica.\n\n1\nI\n\nA. A. ist österreichischer Staatsangehöriger, wohnt seit 1968 in der Schweiz\nund verfügt über eine Niederlassungsbewilligung. Er ist mit einer Schweizerin\nverheiratet.\nMit Verfügung vom 28. Dezember 1987 hat ihm das Eidgenössische\nMilitärdepartement (EMD) die Bewilligung zum Eigentumserwerb an den\nGrundstücken Parz. Nrn. … in G. (Schweiz) verweigert, weil die fraglichen\nGrundstücke (sie bilden den Hof «Bodengut») in der Nähe wichtiger\nmilitärischer Anlagen liegen und der Erwerb die militärische Sicherheit\ngefährden könnte.\nB. Gegen diesen Entscheid hat A. am B. Februar 1988 beim Bundesrat eine\nBeschwerde eingereicht mit dem Antrag:\n«Die Verfügung des EMD vom 28. Dezember 1987 sei aufzuheben und die\nBewilligung zum Eigentumserwerb zu erteilen.»\nDer Beschwerdebegründung ist folgendes zu entnehmen:\na. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Bodengut würde eine\nexistenzsichernde Grundlage für einen soliden Bauernbetrieb darstellen.\nZur Finanzierung verkaufe er seinen landwirtschaftlichen Kleinbetrieb\n(Büelhof) an drei ortsansässigen Kleinlandwirte, was für diese zu einer\nStrukturverbesserung führe. Diese Rechtsgeschäfte (Verkauf des Büelhofes;\nKauf des Bodengutes) lägen somit im Interesse einer existenzfähigen\nLandwirtschaft in der Bergzone und entsprächen damit einem erklärten\nZiel des Bundesrates.\nb. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass Teile der zu erwerbenden\nGrundstücke im Kilometerumfeld der militärischen Anlage liegen und\nvermutet, es handle sich dabei um eine wichtige militärische Anlage. Für\ndie Beurteilung der Frage, ob die militärische Sicherheit gefährdet sei, könne\naber nicht allein auf die Distanz zu militärischen Objekten abgestellt werden,\nsondern es seien auch die konkreten Sicht- und Einwirkungsmöglichkeiten\nauf das Objekt selbst, beziehungsweise auf dessen Verbindungs- und\nVersorgungswege in Betracht zu ziehen. Die Lage des militärischen Objektes\nund die Geländeverhältnisse relativierten im konkreten Fall eine abstrakte\nGefährdung der militärischen Sicherheit deutlich. Die tatsächlich gegebenen\nSicht- und Einwirkungsmöglichkeiten seien als gering zu bezeichnen. Auf\nGrund der örtlichen Gegebenheiten werde die militärische Sicherheit nicht\nvon einem ausländischen Grundeigentümer, sondern eher vom in der Nähe\nder militärischen Anlage befindlichen, öffentlichen und vom Ausflugsverkehr\nrege benützten Parkplatz gefährdet. Jedenfalls könne der vorliegende\nFall kaum als typisch für eine geländemässig bedingte Gefährdung der\nmilitärischen Sicherheit eingestuft werden.\nc. Ferner verlangt der Beschwerdeführer, seine Person sei in die\nInteressenabwägung miteinzubeziehen, obwohl das EMD den vorliegenden\nLanderwerb als objektives und abstraktes, das heisst von der Person des\nErwerbers unabhängiges Sicherheitsrisiko betrachte.\n\n"}