{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-09-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-17--_1988-09-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000926.pdf?ID=150000926", "Checksum": "bb5ac405e79b303f91bbb72b828dd645"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.17 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 07.09.1988 JAAC 53.17 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 07.09.1988 JAAC 53.17 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 07.09.1988 JAAC 53.17 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:42", "Checksum": "d8e2e8223ecd3d232854f3462856862c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 07.09.1988 JAAC 53.17 \r\n\n JAAC 53.17\n\nEntscheid des Bundesrates vom 7. September 1988\n\nAgriculture. Suppléments de prix sur les denrées fourragères.\nRemboursement en cas de charge intolérable. N’y a pas droit\nl’entreprise qui n’importe pas elle-même la marchandise, mais est\nuniquement chargée de la déclaration en douane. Notion de charge\nintolérable et fardeau de la preuve y relative.\n\nLandwirtschaft. Preiszuschläge auf Futtermitteln. Rückerstattung\nwegen unzumutbarer Härte. Kein Anspruch einer Firma, welche die\nWare nicht selber importiert, sondern nur mit der Abwicklung der\nZolldeklaration betraut ist. Begriff der unzumutbaren Härte und\ndiesbezügliche Beweislast.\n\nAgricoltura. Soprapprezzi sui foraggi. Rimborso in caso di rigore\ninsostenibile. Non vi ha diritto la ditta che non importa la merce, ma è\nunicamente incaricata della dichiarazione doganale. Nozione di rigore\ninsostenibile e onere della prova.\n\nI\n\nA. Die F. AG (mit Sitz in der Schweiz) importierte 55 150 kg oxydierte\nWeizenstärke aus der Bundesrepublik Deutschland. Sie beauftragte\ndie X Transporte AG mit der Verzollung der Ware. Weil das Eidg.\nVolkswirtschaftsdepartement (EVD) den Preiszuschlag für die betreffende\nWare in der V des EVD vom 23. Dezember 1981 über Preiszuschläge auf\n\n1\nFuttermitteln (V, SR 916.112.231) um Fr. 4.-/100 kg anhob (Änderung vom\n28. Oktober 1985, AS 1985, S. 1638) und diese Änderung am 1. November 1985\nin Kraft trat, hatte die X AG die Verzollung spätestens bis Ende Oktober 1985\nvorzunehmen.\nWegen der Ausfuhrzollbehandlung konnte die X AG die Zolldeklaration jedoch\nerst am 1. November 1985 vornehmen. Die Schweizerische Gesellschaft\nfür Getreide und Futtermittel (GGF) erhob deshalb von der F. AG die um\nFr. 4./4100 kg erhöhten Preiszuschläge, insgesamt Fr. 2206.- mehr als vor\ndem 1. November 1985 erhoben worden wären. Diesen Betrag hat die F. AG\nder X AG zur Bezahlung auferlegt.\nB. Nach erfolglosen Verhandlungen mit der Eidg. Oberzolldirektion und\nder Deutschen Bundesbahn gelangte die X AG am 27. April 1987 an die\nGGF und am 7. Mai 1987 an das EVD. Sie ersuchte um Rückerstattung der\nPreiszuschlagsdifferenz von Fr. 2206.-. Mit Verfügung vom 21. April 1988\ntrat das EVD auf das Gesuch der X AG mangels Legitimation nicht ein und\nauferlegte der Gesuchstellerin Kosten im Betrage von Fr. 180.60.\nC. Gegen diesen Entscheid hat die X AG am 25. April 1988 beim Bundesrat eine\nBeschwerde eingereicht mit dem sinngemässen Antrag auf Rückerstattung der\nPreiszuschlagsdifferenz von Fr. 2206.-.\nZur Begründung macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe die\nZolldeklaration im Auftrag der Importeurin vorgenommen und sei deshalb\nrückerstattungsberechtigt. Weil die Geschäftsbeziehungen zwischen ihr und\nder F. AG seither nachgelassen hätten und der Verdienstausfall einen nicht\nunbedeutenden Umfang angenommen habe, handle es sich zudem um einen\nHärtefall, der die Rückerstattung der streitigen Preiszuschläge rechtfertige.\n…\n\nII\n\n1. Die Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung des EVD, auf ein Gesuch\num Rückerstattung von Preiszuschlägen wegen unzumutbarer Härte nicht\neinzutreten.\nDer Bundesrat ist nach Art. 99 Bst. g OG und Art. 72 ff. VwVG nur soweit\nzuständig, als die Verfügung des EVD den Erlass oder die Stundung\ngeschuldeter Abgaben betrifft, während eine Verfügung über die\nRückerstattung bezahlter Abgaben der Verwaltungsgerichtsbeschwerde\nan das Bundesgericht unterliegt. Wird jedoch die Rückerstattung eines\nPreiszuschlages wegen unzumutbarer Härte verlangt, so handelt es sich dabei\nnicht um die Rückerstattung einer zu Unrecht geforderten und bezahlten,\nsondern um den Erlass einer rechtmässig geforderten und bezahlten Abgabe.\nIn diesem Fall entscheidet nach ständiger Praxis nicht das Bundesgericht,\nsondern der Bundesrat als Beschwerdeinstanz (nicht veröffentlichter\nBundesgerichtsentscheid vom 13. Juli 1977 i.S. G. AG & Kons. gegen EVD; nicht\nveröffentlichter Entscheid des Bundesrates vom 21. Oktober 1981 i.S. N. AG\ngegen EVD; nicht veröffentlichter Entscheid des Bundesrates vom 16. Oktober\n1985 i.S. Firma CH.S & Co. gegen EVD). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden\nFall erfüllt; der Entscheid fällt demnach in die Zuständigkeit des Bundesrates.\n\n"}