{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-08-17", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-53-16--_1988-08-17.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000923.pdf?ID=150000923", "Checksum": "f4833a89731312eb99b5b85fa9a67f7a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 53.16 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 17.08.1988 JAAC 53.16 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 17.08.1988 JAAC 53.16 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 17.08.1988 JAAC 53.16 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:13", "Checksum": "040f93196934d6a31c4fb890ee97c931", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 17.08.1988 JAAC 53.16 \r\n\n 5\nd. Aus dem rechtserheblichen Sachverhalt ergibt sich, dass der Antrag der\nBeschwerdeführer auf Durchführung einer UVP erfüllt ist. Es spielt dabei\nkeine Rolle, ob der Kanton Bern die UVP auf freiwilliger Grundlage oder\nin Anerkennung einer Rechtspflicht durchgeführt hat; ausschlaggebend ist\neinzig, dass der Bericht über die UVP nunmehr ausgearbeitet ist und den\nam Konzessionsverfahren beteiligten Parteien zur Verfügung steht. Was das\nErgebnis und die Wertung des Berichts anbelangt, so sind diese Punkte nicht\nGegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens, sondern vielmehr\nTeilinhalt des vor den kantonalen Behörden hängigen Konzessionsverfahrens.\nWürde der Bericht über die UVP schon im vorliegenden Verfahren materiell\nbeurteilt, so gingen die Beschwerdeführer der kantonalen Instanz verlustig,\nwas nicht nur unvereinbar wäre mit der zwingenden Zuständigkeitsordnung,\nsondern auch einer formellen Rechtsverweigerung gleichkäme (Jungo, a.a.O.,\nS.187 ff.; Gygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 80 ff.; BGE\n106 II 110 E. la, BGE 99 Ia 322 E. 4a).\n5. Wenn die Beschwerdeführer meinen, es müsse die bundesrechtliche\nVerpflichtung zur Durchführung einer UVP förmlich festgestellt werden und\ndie Durchführung einer UVP ohne Anerkennung einer Rechtspflicht sei nicht\nbundesrechtskonform, so irren sie. Die kantonalen Instruktionsbehörden\nhaben im Rahmen des Konzessionsverfahrens nur dafür zu sorgen, dass\ndie UVP bundesrechtskonform vorbereitet wird, da die Beurteilung der\nUmweltverträglichkeit Sache der kantonalen Konzessionsbehörde ist.\nNachdem das Bundesamt für Umweltschutz in seiner Vernehmlassung\nvom 7. Oktober 1987 zutreffend darauf hinweist, dass die kantonale\nInstruktionsbehörde ihrer Untersuchungspflicht nachgekommen ist, besteht\nfür den Bundesrat kein Anlass für aufsichtsrechtliche Massnahmen, zumal das\nKonzessionsverfahren beim Kanton weiterhin hängig ist.\nSollten die Beschwerdeführer der Ansicht sein, die bundesrechtliche\nVerpflichtung zur Durchführung einer UVP müsse unabhängig vom konkreten\nAnwendungsfall festgestellt werden, so irren sie auch in diesem Punkt. Nach\nder Literatur und nach der Rechtsprechung entscheidet der Bundesrat als\nVerwaltungsjustizbehörde ausschliesslich konkrete, nicht bloss theoretische\nFragen (Grisel, André, Traité de droit administratif, Neuenburg 1984, Bd. 2,\nS. 900; VPB 46.72; BGE 110 Ia 141 E. 2a).\n…\n7. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.\nBei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer als\nunterliegende Partei die Verfahrenskosten zu bezahlen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).\nFerner haben sie der Elektrizitätswerke Wynau AG entsprechend ihrem\nBegehren eine Parteientschädigung zu leisten (Art. 64 VwVG). Mangels einer\ndetaillierten Kostennote wird die Parteientschädigung von Amtes wegen\nnach freiem Ermessen festgesetzt (Art. 8 der V vom 10. September 1969 über\nKosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren, SR 172.041.0; Gygi,\na.a.O., S. 330; Saladin Peter, Das Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes,\nBasel/Stuttgart 1979, S. 90/91 mit Hinweisen).\n\n6\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 53.16 - Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 17. August 1988\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1989\nAnnée\nAnno\n\nBand 53\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 000 923\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}