{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-04-13", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-52-33--_1988-04-13.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000710.pdf?ID=150000710", "Checksum": "ef6dae1c60f33ebb7e8b0c589c73df95"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.33 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 13.04.1988 JAAC 52.33 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 13.04.1988 JAAC 52.33 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 13.04.1988 JAAC 52.33 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:33:59", "Checksum": "98e769b5a0d916fc1d1dfe05c1fa2e7e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 13.04.1988 JAAC 52.33 \r\n\n 5\n- Die zwischen der Heilanstalt und der Kasse vertraglich festgelegten\nLeistungen, mindestens aber die ärztliche Behandlung, einschliesslich der\nwissenschaftlich anerkannten Heilanwendungen, der Arzneimittel und\nAnalysen nach den Taxen der allgemeinen Abteilung (Art. 12 Abs. 2 Ziff. 2\nKUVG).\n- Ein täglicher Mindestbeitrag an die übrigen Kosten der Krankenpflege (Art. 12\nAbs. 2 Ziff. 2 in fine KUVG; Art. 24 Abs. 1 VO III). Dieser Beitrag ist seit 1974 auf\nFr. 9.- festgesetzt.\n- Besondere Leistungen bei Schwangerschaft und Niederkunft (Art. 14 Abs. 2\nZiff. 2, 3, 4 und Abs. 5 KUVG):\n- Ein Beitrag an eine allfällige Entbindungstaxe (Art. 14 Abs. 2 Ziff. 2 KUVG), der\nnach Art. 43 Ziff. 1 VO III auf Fr. 60.- festgesetzt wurde.\n- Ein täglicher Beitrag von Fr. 5.- an die Kosten der Pflege des Kindes (Art. 14\nAbs. 2 Ziff. 3 Bst. a KUVG; Art. 43 Ziff. 2 Bst. a VO III).\n- Ein täglicher Beitrag von Fr. 10.- an die Kosten der Pflege und Behandlung des\nKindes, wenn es einer Behandlung in einer Heilanstalt bedarf (Art. 14 Abs. 2\nZiff. 3 Bst. b KUVG; Art. 43 Ziff. 2 Bst. b VO III).\n- Leistungen für Kontrolluntersuchungen (Art. 14 Abs. 2 Ziff. 4 KUVG).\n- Ein Stillgeld von Fr. 50.- (Art. 14 Abs. 5 KUVG).\nNicht zu den Pflichtleistungen gehören die Kosten für Verköstigung und\nUnterkunft und ebenso wenig die Fr. 9.- übersteigenden Aufwendungen für\ndie übrigen Kosten der Krankenpflege (SJK 1315, a.a.O., S. 13; Maurer, a.a.O.,\nS. 328).\n5.c. Es stellt sich weiter die Frage nach der Tragweite dieser gesetzlichen\nPflichtleistungen. Art. 12 Abs. 1 KUVG schreibt vor, dass die Krankenkassen\nmindestens Krankenpflege oder ein tägliches Krankengeld zu gewähren\nhaben. Das KUVG setzt für beide Versicherungsarten die betreffenden\nMindestleistungen fest, die man auch Pflichtleistungen nennt (Maurer, a.a.O.,\nS. 315). Zu Leistungen, die über das gesetzliche Minimum hinausgehen, ist\nkeine Krankenkasse verpflichtet (SJK 1315, a.a.O., S. 5). Ob der Versicherte auf\nsolche Leistungen Anspruch hat, hängt von der statutarischen Regelung der\nKassen ab (Maurer, a.a.O., S. 343 ff.).\nWas bedeutet dies für die Kantonsregierung, die im vertragslosen Zustand\neinen Tarif festzusetzen hat? Entgegen der Meinung der Vorinstanz ist es von\ngrosser Bedeutung, ob der Regierungsrat einen Tarifvertrag genehmigt oder\nim vertragslosen Zustand selber einen Tarif erlässt. Wie der Bundesrat im\nerwähnten Entscheid für den vertraglosen Zustand zum Ausdruck gebracht\nhat, «hat sich die Kantonsregierung bei der Tariffestsetzung nach Art. 22quater\nKUVG auf die Tarifierung der gesetzlichen Mindestleistungen entsprechend\nArt. 12 beziehungsweise 14 KUVG zu beschränken. Die Kassen können\nfolglich im vertragslosen Zustand nur verpflichtet werden, die gesetzlichen\nMindestleistungen zu erbringen» (VPB 48.46, S. 322 f.). Im Bereiche der\nKrankenpflegeversicherung sind diese Mindestleistungen lediglich ihrer Art\nnach nicht kostenmässig begrenzt. Kommt über sie kein Vertrag zustande, so\nsetzt die Kantonsregierung die Tarife der zu gewährenden Mindestleistungen\n\n"}