{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1988-03-23", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-52-32--_1988-03-23.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000707.pdf?ID=150000707", "Checksum": "c467003ca041df4f630653e277ec5cfc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 52.32 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 23.03.1988 JAAC 52.32 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 23.03.1988 JAAC 52.32 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 23.03.1988 JAAC 52.32 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:04", "Checksum": "70b5a7f645fd9c6756babe0da723b7b0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 23.03.1988 JAAC 52.32 \r\n\n JAAC 52.32\n\nEntscheid des Bundesrates vom 23. März 1988\n\nEtrangers exerçant une activité lucrative. Autorisations à l’année de\nl’Office fédéral de l’industrie, des arts et métiers et du travail (OFIAMT)\npour ecclésiastiques. Condition relative à la qualité de communauté\nreligieuse d’importance nationale. Notion juridique indéterminée\ndont l’application est revue avec retenue par le Conseil fédéral en tant\nqu’autorité de recours. Aucun droit subjectif à une telle autorisation,\nni selon le droit fédéral, ni selon la Convention européenne des droits\nde l’homme (CEDH). Légalité de l’ordonnance limitant le nombre des\nétrangers. Aucun examen de la constitutionnalité de dispositions\nlégales par le Conseil fédéral.\n\nErwerbstätige Ausländer. Jahresbewilligung des Bundesamtes für\nIndustrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) für Geistliche. Voraussetzung\nder Religionsgemeinschaft von gesamtschweizerischer Bedeutung.\nUnbestimmter Rechtsbegriff, dessen Anwendung der Bundesrat als\nBeschwerdeinstanz mit Zurückhaltung überprüft. Kein Anspruch\nauf eine solche Bewilligung, weder nach Bundesrecht noch nach der\nEuropäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Gesetzmässigkeit\nder Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer. Keine\nÜberprüfung der Verfassungsmässigkeit von Gesetzesbestimmungen\ndurch den Bundesrat.\n\nStranieri che esercitano un’attività lucrativa. Permessi annuali\ndell’Ufficio federale dell’industria, delle arti e mestieri e del lavoro\n(UFIAML) per sacerdoti. Condizione della comunità religiosa\nd’importanza nazionale. Concetto giuridico indeterminato, la cui\napplicazione è esaminata dal Consiglio federale come autorità di\n\n1\nricorso. Nessun diritto a un permesso di questo genere né secondo il\ndiritto federale né secondo la Convenzione europea dei diritti dell’uomo\n(CEDU). Legalità dell’ordinanza che limita l’effettivo degli stranieri.\nNessun esame della costituzionalità di disposizioni legali da parte del\nConsiglio federale.\n\nI\n\nA. Am 6. März 1986 hat der Verein X bei einer kantonalen Fremdenpolizei\nein Gesuch eingereicht mit dem Antrag, Herrn Y eine Arbeits- und\nAufenthaltsbewilligung für Jahresaufenthalter zur Ausübung der Tätigkeit\neines Geistlichen zu erteilen.\nIn der Folge hat das kantonale Arbeitsamt das Gesuch am 25. April dem\nBundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) zur Behandlung\nüberwiesen.\nDas Gesuch ist am 17. November 1986 vom BIGA abgewiesen worden.\nB. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) hat eine\ngegen den Entscheid des BIGA eingereichte Beschwerde am 25. Juni 1987\nseinerseits kostenfällig abgewiesen. Der Begründung ist zu entnehmen,\ndass dem Verein, der als eine Religionsgemeinschaft zu betrachten sei, keine\ngesamtschweizerische Bedeutung zukomme. In der betreffenden Gemeinde\ngäbe es nur 30 bis 50 Gottesdienstbesucher; der Kreis der dort seelsorgerisch\nzu betreuenden Personen werde auf ca. 70 Personen geschätzt. Ferner gäbe es\nin der Schweiz neben dieser Gemeinde bloss sechs eigenständige Gemeinden,\ndie sich zum selben Glauben bekennen.\nC. Gegen diesen Entscheid hat der Verein am 17. Juli 1987 beim Bundesrat\neine Beschwerde eingereicht mit dem Antrag, Herrn Y eine Arbeits- und\nAufenthaltsbewilligung für Jahresaufenthalter zu erteilen. Zur Begründung\nwird im wesentlichen geltend gemacht, dass der Ort des Vereins Urzelle\nund Zentrum der schweizerischen Glaubensgemeinschaft sei. Auch wenn\nnur 30 bis 50 Personen die Gottesdienste besuchten und ca. 70 Personen\nseelsorgerisch betreut werden müssten, so gebe es doch eine grosse Anzahl\nvon Glaubensanhängern in der übrigen Schweiz. Man schätze deren Zahl\nauf einige tausend, verteilt auf über 12 autonome Gemeinden…. Man sehe\nvor, alle gleichgesinnten Gemeinden mit der Zeit unter die Obhut von Herrn\nY zu stellen, der zukünftig Bischofsfunktionen ausüben werde. Auf die\nMitarbeit von Herrn Y könne nicht verzichtet werden, da die aus autonomen\nGemeinden zusammengesetzte schweizerische Glaubensgemeinschaft über\nkeine gefestigte ganzheitliche Organisationsstruktur verfüge. Es gelte jetzt,\ndiese Glaubensgemeinschaft aus ihrem gegenwärtigen Schlummerzustand\nherauszuholen. Was die Person von Herrn Y anbelange, so werde anerkannt,\ndass er den Zulassungsbeschränkungen für Jahresaufenthalter unterliege.\nEs werde aber Bundesrecht verletzt, wenn die Vorinstanz den Verein\nnicht als Religionsgemeinschaft von gesamtschweizerischer Bedeutung\nbetrachte. Diese rechtswidrige Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs\nverletze gleichzeitig auch die Bundesverfassung, so vor allem das Gebot\n\n"}