{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-06-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-51-60--_1987-06-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000521.pdf?ID=150000521", "Checksum": "e8bc42f8d8cbad3e2af15d8ad10cf184"}, "Scrapedate": "2026-02-20", "Num": ["JAAC 51.60 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 24.06.1987 JAAC 51.60 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 24.06.1987 JAAC 51.60 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 24.06.1987 JAAC 51.60 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/125", "Zeit UTC": "20.02.2026 01:53:10", "Checksum": "758d5f40e810ee0a00ac04cb6ba41613", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 24.06.1987 JAAC 51.60 \r\n\n JAAC 51.60\n\nAuszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 24.\nJuni 1987\n\nArchives fédérales. Recours au Conseil fédéral contre le refus\nde permettre la consultation de pièces fondé sur l’intérêt public\nprépondérant de la Confédération au maintien du secret au-delà\ndu délai d’attente de 35 ans. Aucun intérêt digne de protection à\nla production de pièces en vue de l’administration des preuves\ndans un procès civil pendant devant des tribunaux étrangers, tant\nqu’aucune demande d’entraide judiciaire internationale n’est présentée.\nProportionnalité du refus de la consultation au regard de la sécurité de\nl’Etat, de la politique de neutralité et de l’économie extérieure, dont les\nintérêts l’emportent dans les circonstances données.\n\nBundesarchiv. Beschwerde an den Bundesrat gegen Verweigerung\nder Akteneinsicht wegen überwiegendem öffentlichen Interesse des\nBundes an der Geheimhaltung über die 35jährige Sperrfrist hinaus.\nKein schutzwürdiges Interesse an der Edition von archivierten Akten\nzur Beweisführung in einem vor ausländischen Gerichten hängigen\nZivilprozess, solange kein internationales Rechtshilfeersuchen\nvorliegt. Verhältnismässigkeit der Einsichtsverweigerung angesichts\nder unter den gegebenen Umständen überwiegenden Interessen der\nStaatssicherheit, Neutralitätspolitik und Aussenwirtschaft.\n\nArchivio federale. Ricorso al Consiglio federale contro il rifiuto\ndi permettere l’esame di atti, in ragione d’interesse pubblico\npreponderante della Confederazione di mantenere il segreto oltre\nil termine d’attesa di 35 anni. Nessun interesse degno di protezione\nall’edizione di atti archiviati in vista della produzione delle prove in\n\n1\nun processo civile pendente davanti a tribunali stranieri, fintanto che\nnon è presentata una domanda d’assistenza giudiziaria internazionale.\nProporzionalità del rifiuto d’esame in considerazione della sicurezza\ndello Stato, della politica di neutralità e dell’economia esterna, i cui\ninteressi sono preminenti nelle circostanze date.\n\n1. Nach Art. 100 Bst. a OG in Verbindung mit Art. 14 des R vom 15. Juli 1966 für\ndas Bundesarchiv (Bundesarchivreglement, SR 432.11) und Art. 72 ff. VwVG\nfallen Beschwerden gegen die Verfügung eines Departements betreffend die\nVerweigerung der Akteneinsicht auf dem Gebiet der inneren oder äusseren\nSicherheit des Landes, der Neutralität, des diplomatischen Schutzes und der\nübrigen auswärtigen Angelegenheiten in die Zuständigkeit des Bundesrates\n(VPB 47.49). Dieser überprüft die angefochtene Verfügung nach Art. 49 VwVG\nin vollem Umfang.\n2. Das vorliegende Beschwerdeverfahren betreffend die Akteneinsicht\nin den «Bericht R.» steht in engem Zusammenhang mit einem vor\nausländischen Gerichten hängigen Rechtsstreit. Es handelt sich dabei um\neine vermögensrechtliche Klage eines ausländischen Unternehmens gegen\neine Schweizer Bank mit dem Antrag, diese zur Bezahlung einer Summe aus\ndem Versteigerungserlös von angeblich ihrem Vermögen in einem Drittstaat zu\nverurteilen.\nBeim «Bericht R.» handelt es sich um einen umfangreichen Revisionsbericht\nder Schweizerischen Verrechnungsstelle aus dem Jahre 1946.. .\n3. Die Beschwerdeführerin beantragt Einsicht in den «Bericht R.», um ihre\nvor den ausländischen Gerichten hängige Forderungsklage zu substantiieren\nund um ferner darzulegen, dass dieser «Bericht R.» für die Beweisführung\nvon Bedeutung sei; sie ist sich dabei bewusst, dass es Sache der angerufenen\nGerichte ist, den «Bericht R.» auf dem Rechtshilfeweg in die hängigen\nGerichtsverfahren einzubringen.\na. Mit der internationalen Rechtshilfe unterstützen die Behörden oder\nGerichte des ersuchten Staates die Rechtspflege eines ersuchenden Staates;\nsie nehmen auf ihrem Gebiete Amts- oder Prozesshandlungen vor und\nübermitteln das Ergebnis den Behörden oder Gerichten des ersuchenden\nStaates, damit diese es in einem bestimmten Verfahren verwenden können.\nAls Rechtshilfehandlungen gelten deshalb die Zustellung gerichtlicher und\naussergerichtlicher Urkunden, die Beweisaufnahme (Augenschein, Befragung\nvon Zeugen, Parteiverhör, Erhebung von Urkunden, Anforderung von\nGutachten usw.) oder die Anordnung vorsorglicher Massnahmen (Sicherung\ndes bestehenden Zustandes bis zum Urteil; VPB 49.16).\nFür den Rechtshilfeverkehr zwischen der Schweiz und dem betreffenden Staat\nbei der Erhebung von Urkunden in Zivil- und Handelssachen gilt namentlich\ndie Haager Übereinkunft vom 1. März 1954 betreffend Zivilprozessrecht\n(HUe, SR 0.274.12) ... Nach Art. 8 HUe kann ein ausländisches Gericht\nein Rechtshilfeersuchen an die Schweiz stellen, mit dem die Edition\namtlicher Akten verlangt wird. Gemäss einem mit dem betreffenden Staat\nabgeschlossenen Staatsvertrag darf das ausländische Gericht sein Begehren\n\n"}