{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1987-01-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-51-42--_1987-01-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000455.pdf?ID=150000455", "Checksum": "ce7526911e498548b9f73b6ae972878a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.42 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 28.01.1987 JAAC 51.42 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 28.01.1987 JAAC 51.42 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 28.01.1987 JAAC 51.42 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:46", "Checksum": "9b4783e790efcf5c666232b038c59612", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 28.01.1987 JAAC 51.42 \r\n\n JAAC 51.42\n\nAuszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 28.\nJanuar 1987\n\nPersonnel fédéral. Un rythme de promotion différent de département à\ndépartement viole le principe d’égalité.\n\nBundespersonal. Ein von Departement zu Departement\nunterschiedlicher Beförderungsrhythmus verletzt den\nGleichheitsgrundsatz.\n\nPersonale federale. Un ritmo di promozione diverso da dipartimento a\ndipartimento viola il principio dell’uguaglianza.\n\nb. Es ist richtig, dass der zweijährige Beförderungsrhythmus einen Grundsatz\ndarstellt, der keine starre Regel ist. Abweichungen davon sind zulässig. Der\nGleichheitsgrundsatz verlangt aber, dass Gleiches gleich behandelt wird\n(Haefliger Arthur, Alle Schweizer sind vor dem Gesetze gleich, Zur Tragweite\ndes Artikels 4 der Bundesverfassung, Bern 1985, S.58 mit Hinweisen).\nDiesem Gleichheitsgrundsatz wird hier nicht nachgelebt, denn\nnach der Beförderungspraxis aller übrigen Departemente der\nBundesverwaltung wird keine vierjährige Tätigkeit im bisherigen Amt\nals Beförderungsvoraussetzung verlangt. Das Eidg. Personalamt macht\ndenn auch in seiner Beschwerdevernehmlassung vom 15. August 1986\nzu Recht darauf aufmerksam, dass ein Abweichen von der Grundregel\num hundert Prozent aus beförderungspolitischen Überlegungen dem\nGleichbehandlungsgebot von Art. 38 Abs. 2 des BG vom 30. Juni 1927 über das\n\n1\nDienstverhältnis der Bundesbeamten (BtG, SR 172.221.10) zuwiderläuft. Der\nBundesrat ist seinerseits an den Gleichheitsgrundsatz von Art. 38 Abs. 2 BtG\ngebunden; er hat nicht nur als Wahlbehörde der Bundesbeamten - unabhängig\ndavon, ob er diese Aufgabe selber erfüllt oder an eine ihm untergeordnete\nAmtsstelle delegiert (Art. 1 BtG) -, sondern auch als Aufsichtsbehörde\nüber die Bundesverwaltung (Art. 4 des BG vom 19. September 1978 über\ndie Organisation und die Geschäftsführung des Bundesrates und der\nBundesverwaltung [Verwaltungsorganisationsgesetz; VwOG, SR 172.010])\ndafür zu sorgen, dass alle in der Bundesverwaltung tätigen Beamten bezüglich\ndes Beförderungsrhythmus gleich behandelt werden.\nDie Beförderung ist in der Regel im Zweijahresrhythmus vorzunehmen. Die\nWendung «in der Regel» stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, der\nbesagt, dass eine Ausnahme nur zulässig ist, wenn eine generalisierende\nund schematisierende Lösung dem Einzelfall nicht gerecht wird (Gygi Fritz,\nVerwaltungsrecht, Bern 1986, S. 85 ff. mit Hinweisen). Entgegen der Ansicht\ndes Departementes drängt sich aber vorliegend keine Abweichung vom\nzweijährigen Beförderungsrhythmus auf. Das Departement übersieht nämlich,\ndass das zeitliche Hinausschieben der Beförderung aus rein amtsinternen,\nbeförderungspolitischen Überlegungen eine unzulässige Lenkungsmassnahme\nder Personalbewirtschaftung darstellt, zumal das dienstliche Bedürfnis und\ndie Eignung des Beschwerdeführers für das höhere Amt nicht in Zweifel\ngezogen werden; ferner bestehen keine Anhaltspunkte, dass sich ausser\ndem Departement noch weitere Departemente nicht an die bundesrechtlich\nvorgeschriebene Beförderungspraxis des Zweijahresrhythmus halten;\nsomit kann sich das Departement auch nicht darauf berufen, es übernehme\neine allgemein anerkannte bundesrechtswidrige Praxis zu Lasten des\nBeschwerdeführers (BGE 108 Ia 214 E.4a).\nEin von Departement zu Departement unterschiedlicher\nBeförderungsrhythmus läuft daher dem Gleichbehandlungsgebot zuwider und\nkann folglich nicht geduldet werden.\n\n2\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 51.42 - Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 28. Januar 1987\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1987\nAnnée\nAnno\n\nBand 51\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 000 455\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}