{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-09-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-51-33--_1986-09-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000425.pdf?ID=150000425", "Checksum": "246fca2e3cb6d21945d33da432b7e830"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.33 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 03.09.1986 JAAC 51.33 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 03.09.1986 JAAC 51.33 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 03.09.1986 JAAC 51.33 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:34:49", "Checksum": "8ee18ffd8ec71a159c0cedbc287dd99c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 03.09.1986 JAAC 51.33 \r\n\n JAAC 51.33\n\nEntscheid des Bundesrates vom 3. September 1986\n\nEtrangers exerçant une activité lucrative. Conditions de l’octroi d’une\nautorisation de séjour pour ecclésiastique par l’Office fédéral de\nl’industrie, des arts et métiers et du travail (OFIAMT). Licéité d’un\nrefus fondé sur l’absence d’un besoin reconnu, pour une communauté\nreligieuse islamique, de disposer d’un missionnaire supplémentaire.\nEst déterminant le rapport numérique entre les ecclésiastiques et\nles croyants des communautés religieuses sises en Suisse, non le\nnombre des missionnaires envoyés à l’étranger par les communautés\nchrétiennes de Suisse.\n\nErwerbstätige Ausländer. Voraussetzungen der Erteilung einer\nAufenthaltsbewilligung für Geistliche durch das Bundesamt\nfür Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA). Rechtmässigkeit der\nVerweigerung mangels eines anerkannten Bedürfnisses einer\nislamischen Religionsgemeinschaft für einen zusätzlichen Missionar.\nMassgeblich ist das Zahlenverhältnis von Geistlichen und Gläubigen\nder in der Schweiz ansässigen Religionsgemeinschaften, nicht die Zahl\nder von der Schweiz ins Ausland ausgesandten Missionare christlicher\nGemeinschaften.\n\nStranieri che esercitano un’attività lucrativa. Condizioni del rilascio di\nun permesso di dimora per ecclesiastici da parte dell’Ufficio federale\ndell’industria, delle arti e mestieri e del lavoro (UFIAML). Liceità del\ndiniego mancando un bisogno riconosciuto, per una comunità religiosa\nislamica, di disporre di un missionario supplementare. E’ determinante\nil rapporto numerico tra gli ecclesiastici e i credenti delle comunità\nreligiose insediate in Svizzera, non il numero dei missionari inviati\nall’estero dalle comunità cristiane di Svizzera.\n\n1\nI\n\nA. Am 20. März 1985 hat eine islamische Mission (nachfolgend Mission\ngenannt) beim städtischen Arbeitsamt Y zu Handen des Bundesamtes für\nIndustrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) ein Gesuch eingereicht mit dem Antrag,\nihrem Mitglied X eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung zur Ausübung der\nTätigkeit eines islamischen Geistlichen zu erteilen.\nDas BIGA hat das Gesuch am 6. August 1985 kostenfällig abgewiesen.\nB. Eine gegen die Verfügung eingereichte Beschwerde ist vom Eidg.\nVolkswirtschaftsdepartement am 28. Januar 1986 kostenfällig abgewiesen\nworden.\nDer Begründung ist zu entnehmen, dass die Erteilung einer Arbeits- und\nAufenthaltsbewilligung aus dem Jahresaufenthalterkontingent des BIGA nur\nausnahmsweise in Frage komme (Art. 7 Abs. 1 Bst. m der V vom 26. Oktober\n1983 über die Begrenzung der Zahl der erwerbstätigen Ausländer, BVO, SR\n823.21). Ein solcher Ausnahmefall liege hier nicht vor, da kein dringendes\nBedürfnis nach einem weiteren Geistlichen nachgewiesen worden sei.\nFerner stünde der Mission im Vergleich zu den Landeskirchen schon eine\nüberdurchschnittlich grosse Anzahl Geistlicher zur Verfügung.\nC. Gegen diesen Entscheid des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements hat die\nMission am 25. Februar 1986 beim Bundesrat eine Beschwerde eingereicht mit\ndem sinngemässen Antrag, Herrn X eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung\nzu erteilen.\nZur Begründung wird im wesentlichen geltend gemacht, dass die Mission\nweltweit eine grosse Rolle spiele. So seien schon 1946 die erste Missionsstelle\nin der Schweiz gegründet und 1963 eine Moschee erstellt worden. Die\nMissionstätigkeit habe seither ein grosses Ausmass angenommen. Der Leiter\nder Missionsstelle sei daher auf einen zweiten Missionar angewiesen, der\nihn entlaste. Die strukturellen Voraussetzungen für einen zweiten Missionar\nseien bereits geschaffen worden: das Moscheegebäude enthalte neuerdings\neine zusätzliche Wohnung und der vorgesehene Missionar spreche die\nwichtigsten europäischen Sprachen. Ferner werde daran erinnert, dass\n\n2\nüber 1000 christliche Missionare aus der Schweiz im Ausland arbeiten; in\ndiesem Lichte erscheine der Wunsch der Mission nach zwei Missionaren in\nder Schweiz als bescheiden.\n\nII\n\n"}