{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1985-09-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_JAAC-51-16--_1985-09-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000368.pdf?ID=150000368", "Checksum": "1f09ff3b61d02517553c82fb9c8339fc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.16 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 11.09.1985 JAAC 51.16 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 11.09.1985 JAAC 51.16 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 11.09.1985 JAAC 51.16 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:35:28", "Checksum": "fadaba3e533ac18cbf16cdf3609f5470", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 11.09.1985 JAAC 51.16 \r\n\n JAAC 51.16\n\nAuszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 11.\nSeptember 1985\n\nPrévoyance professionnelle. Assujettissement d’indépendants\nà l’assurance obligatoire par décision du Conseil fédéral sur la\nrequête d’organisations professionnelles intéressées. Conditions\nde cet assujettissement auquel la législation ne confère pas un\ndroit. Notion d’indépendant et de salarié. Comblement de lacune\npar une interprétation s’appuyant sur la législation en matière\nd’assurance-vieillesse et survivants.\n\nBerufliche Vorsorge. Unterstellung von Selbständigerwerbenden\nunter die obligatorische Versicherung durch Beschluss des\nBundesrates auf Antrag von Berufsverbänden. Voraussetzungen\ndieser Unterstellung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Begriff\ndes Selbständigerwerbenden und des Arbeitnehmers. Lückenfüllende\nAuslegung durch Anlehnung an die Gesetzgebung über die Alters- und\nHinterlassenenversicherung.\n\nPrevidenza professionale. Assoggettamento di indipendenti\nall’assicurazione obbligatoria, per decisione del Consiglio federale su\nrichiesta di associazioni professionali interessate. Condizioni di tale\nassoggettamento in merito al quale la legislazione non conferisce un\ndiritto. Nozione di indipendente e di salariato. Lacuna colmata con\nun’interpretazione che si appoggia alla legislazione sull’assicurazione\nper la vecchiaia e i superstiti.\n\n1\nI\n\nAm 22. November 1983 hat der Verband X beim Bundesrat ein Gesuch\neingereicht mit dem Antrag, die Angehörigen der darin definierten\nBerufsgruppe der obligatorischen Versicherung gegen die Risiken des\nAlters, des Todes und der Invalidität gemäss dem BG vom 25. Juni 1982\nüber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge\n(Berufsvorsorgegesetz, BVG, SR 831.40) zu unterstellen.\n\nII\n\n1. Das Gesuch stützt sich auf Art. 3 BVG. Danach können Berufsgruppen von\nSelbständigerwerbenden auf Gesuch hin durch Beschluss des Bundesrates der\nobligatorischen Versicherung allgemein oder für einzelne Risiken unterstellt\nwerden. Zur Einreichung eines solchen Unterstellungsgesuches an den\nBundesrat sind die Berufsverbände legitimiert, denen die Mehrheit der\nSelbständigerwerbenden der betreffenden Berufsgruppen angehören.\n2. …\n3. Es ist zu prüfen, ob den Angehörigen dieser Berufsgruppe die Eigenschaft\nals Selbständigerwerbende, wie sie Art. 3 BVG voraussetzt, zukommt.\nDie in der beruflichen Vorsorge vielfach verwendeten Begriffe «Arbeitnehmer»\nund «Selbständigerwerbender» spielen insbesondere im Bereich der\nUnterstellung eine zentrale Rolle. Sie stehen, da ein Erwerbstätiger für eine\nbestimmte Tätigkeit nur die eine oder andere Eigenschaft einnehmen kann,\nin einem Verhältnis des Gegensatzes zueinander. In der Gesetzgebung über\ndie berufliche Vorsorge ist der Begriff des Selbständigerwerbenden jedoch\nnicht definiert. Auch für den Arbeitnehmerbegriff, welcher gewisse Schlüsse\nauf die Frage, wer Selbständigerwerbender ist, erlaubt hätte, findet sich keine\nLegaldefinition. Welche Bedeutung diese Begriffe haben, ist darum durch\nAuslegung zu ermitteln.\na. Im heutigen Stadium der Durchführung der obligatorischen beruflichen\nVorsorge, besteht hierüber auch noch keine gefestigte Lehre und\nRechtsprechnung, weshalb sich folglich, um den Willen des Gesetzgebers\nzu eruieren, in erster Linie die Materialien für die Lieferung entsprechender\nAnhaltspunkte als geeignet erweisen.\nIn der Botschaft des Bundesrates zum BVG vom 19. Dezember 1975 wird im\nZusammenhang mit der freiwilligen Versicherung für Selbständigerwerbende\n(BBl 1976 I 252) ausgeführt:\n«Unter Selbständigerwerbenden versteht man jene Personen, die eine\nselbständige Erwerbstätigkeit im Sinne des AHVG (BG vom 20. Dezember 1946\nüber die Alters- und Hinterlassenenversicherung, SR 831.10) ausüben.»\nDiese Aussage ist im Verlaufe der parlamentarischen Beratungen im Kern nie\nbestritten worden, wie die unveränderte Übernahme der Bestimmungen\nüber die freiwillige Versicherung der Selbständigerwerbenden vom\nbundesrätlichen Entwurf eines Berufsvorsorgegesetzes in die definitive\nFassung zeigt (Art. 44 und 45 BVG, Amtl. Bull. N 1977 1347-49, S 1980 288).\n\n"}