{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2011-09-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_150000248_2011-09-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000248.pdf?ID=150000248", "Checksum": "51e14a46eb76aa83e1721de8f4f2106a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000248"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 06.09.2011 150000248"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 06.09.2011 150000248"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 06.09.2011 150000248"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:18:21", "Checksum": "ba367297674e1f644e9ab4efe5f6b8f8", "Chunktext": "Extrait de l'arrêt Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 06.09.2011 150000248\n\nGesetzmässigkeit der Expatriates-Verordnung\n1. Die in Artikel 2 Absatz 1 und Absatz 2 Buchstabe b ExpaV genannten Kosten können als\nBerufskosten im Sinne von Artikel 26 DBG eingestuft werden. Als solche stellen sie eine Konkretisierung von Artikel 26 DBG dar, dessen Ausführung dem Bundesrat bzw. im vorliegenden\nFall dem EFD obliegt. Artikel 2 Absatz 1 und Absatz 2 Buchstabe b ExpaV verletzen somit das\nGesetzmässigkeitsprinzip nicht.\n2. Demgegenüber kann die Einstufung der Aufwendungen für den Besuch einer fremdsprachigen\nPrivatschule durch die minderjährigen Kinder von Expatriates und, in geringerem Mass, der\nUmzugskosten (Art. 2 Abs. 2 Bst. a und c ExpaV) als Berufskosten in Zweifel gezogen werden.\nSinnvollerweise sollten deshalb bei nächster Gelegenheit die Artikel 26 DBG und 9 StHG\ndahingehend geändert werden, dass der besonderen Situation gewisser Steuerpflichtiger bei\nder Festlegung der «übrigen Berufskosten» Rechnung getragen wird.\n3. Aufgrund des klaren Wortlauts von Artikel 17 DBG wäre es wünschenswert, wenn die Absätze 4\nund 5 von Artikel 2 ExpaV dahingehend geändert würden, dass die von den Arbeitgebern\ngetragenen besonderen Beiträge den Einkommen der Expatriates hinzugerechnet würden.\n\nVerfassungsmässigkeit der Expatriates-Verordnung\n4. Die für die Expatriates mit ausländischem Wohnsitz zugelassenen besonderen Berufskosten\nbieten keine Probleme hinsichtlich ihrer Verfassungsmässigkeit.\n5. Demgegenüber sind die für die Expatriates mit schweizerischem Wohnsitz zugelassenen\nbesonderen Berufskosten problematisch im Hinblick auf die Gleichbehandlung mit den schweizerischen Steuerpflichtigen in vergleichbarer Situation. Um diese Ungleichbehandlung abzumildern, könnte die Berufskostenverordnung dahingehend geändert werden, dass die Umzugskosten und die zusätzlichen Wohnkosten der in einen anderen Kanton entsendeten Arbeitnehmer\nabgezogen werden können.\n6. Bei der Anwendung der Absätze 4 und 5 von Artikel 2 ExpaV besteht potentiell ein Problem\nhinsichtlich der Vereinbarkeit mit dem Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen\nLeistungsfähigkeit. Da die Beiträge der Arbeitgeber an die Kosten der Expatriates nicht als\nderen Einkommen betrachtet werden, ist nicht ausgeschlossen, dass die Expatriates unterhalb\nihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert werden, dies im Widerspruch mit den in Artikel 127 Bundesverfassung festgelegten Grundsätzen der Besteuerung, wenn der Arbeitgeber\ndie Beiträge nicht ausweist. Um dies zu verhindern, wäre es angezeigt, die ExpaV dahingehend\nzu ändern, dass die von den Arbeitgebern getragenen besonderen Beiträge dem Einkommen\nder Expatriates hinzugerechnet würden (die diese dann abziehen würden).\n\nVPB/JAAC/GAAC 2011, édition du 6 décembre 2011 38\nAvis de droit DFJP/Office fédéral de la justice\n\nRegesto:\n\nLegalità dell’ordinanza concernente gli espatriati\n1. Le spese di cui all’art. 2 cpv. 1 e 2 lett. b Oespa possono essere considerate spese professionali ai sensi dell’art. 26 LIFD. In quanto tali, rappresentano una concretizzazione dell’art. 26\nLIFD la cui regolamentazione spetta al Consiglio federale, e nel caso specifico al DFF. L’art. 2\ncpv. 1 e 2 lett. b Oespa non viola pertanto il principio di legalità.\n2. Si può tuttavia dubitare della qualifica di spese professionali delle spese per la frequentazione da\nparte dei figli minorenni dell’espatriato di una scuola privata in lingua straniera e, in misura più\nlimitata, delle spese di trasloco (art. 2 cpv. 2 lett. a e c Oespa). Sarebbe dunque opportuno\napprofittare di una prossima revisione legislativa per modificare l’art. 26 LIFD e l’art. 9 LAID in\nmodo tale da permettere di tenere conto della situazione particolare di talune cerchie di contribuenti nella determinazione delle “altre spese professionali”.\n3. Considerato il chiaro tenore dell’art. 17 LIFD, sarebbe auspicabile modificare i capoversi 4 e 5\ndell’art. 2 Oespa in modo tale che i contributi particolari accordati dal datore di lavoro siano\naggiunti ai redditi degli espatriati.\n\n"}