{"Signatur": "CH_VB_008", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2007-02-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_008_150000041_2007-02-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000041.pdf?ID=150000041", "Checksum": "63a6727d68487b3a960742d3e001e3c4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000041"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 26.02.2007 150000041"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral 26.02.2007 150000041"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale 26.02.2007 150000041"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil fédéral"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio federale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:19:45", "Checksum": "ca981b033ef44958abcf733265228135", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 26.02.2007 150000041\n\nDie Armee XXI wurde als Milizarmee mit 120'000 aktiven Angehörigen der Armee und einer Reserve von 80'000 Angehörigen der Armee konzipiert. Bereits das Armeeleitbild XXI spricht von einem\nSystem der abgestuften Bereitschaft und der Fähigkeit zum Aufwuchs. Und es reiht die möglichen\nBedrohungen in eine nach Eintretenswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Schweiz gegliederte Skala ein17. Die Verteidigungskompetenz sei zu bewahren, auch wenn die Verteidigungsbereitschaft niedrig gehalten werden könne, solange sich keine fundamentale Veränderung der sicherheitspolitischen Lage abzeichne18.\n\nZeitgleich mit der Veröffentlichung des Armeeleitbilds XXI hat der Bundesrat Botschaft und Entwurf\nzur Armeereform XXI und zur Revision der Militärgesetzgebung verabschiedet19. In der Schlussab-\n\n12\nSIPOL B 2000, BBl 1999 7660.\n13\nSIPOL B 1990, BBl 1990 III 847.\n14\nBotschaft ES 2008/11, BBl 2006 6201 ff.\n15\nVgl. Botschaft ES 2008/11, BBl 2006 6202 ff., jeweils die einzelnen Abschnitte zu „Beurteilung\naus heutiger Sicht“, wie auch die Gesamtbeurteilung, BBl 2006 6213. Ob diese Auffassung zutrifft, kann nicht Gegenstand eines verfassungsrechtlichen Gutachtens sein.\n16\nALB XXI, BBl 2002 967.\n17\nIm Einzelnen ALB XXI, BBl 2002 971.\n18\nALB XXI, BBl 2002 985.\n19\nBotschaft A XXI, BBl 2001 858; Entwürfe ab BBl 2001 901.\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2007 17\nGutachten\n\nstimmung von 4. Oktober 2002 hat die Bundesversammlung die entsprechenden Änderungen beschlossen. Gegen die Änderung des Militärgesetzes20 wurde das Referendum ergriffen; die Vorlage wurde in der Volksabstimmung vom 18. Mai 2003 angenommen21. Diese für die Umsetzung der\nArmee XXI erforderlichen Grundlagen traten per 1. Januar 2004 in Kraft.\n\nc) Entwicklungsschritt 2008/11\nDer Entwicklungsschritt 2008/11 ist nach Ansicht des Bundesrates eine Folge der Veränderung der\nBedrohungslage durch den Terrorismus sowie andere neue Bedrohungsfaktoren wie natur– oder\nzivilisationsbedingte Katastrophen und beinhaltet eine Verstärkung der Verbände für die Raumsicherung und die subsidiären Einsätze, verbunden mit einer gleichzeitigen Reduktion bei den\nKampfverbänden22. Zu berücksichtigen sind dabei auch die finanziellen Einschränkungen, die für\ndie Armee aus den Entlastungsprogrammen 2003 und 2004 resultieren23. Während die Umsetzung\nder Armee XXI auf der Basis von rund 4,3 Milliarden Franken für den Verteidigungsbereich im engeren Sinn geplant wurde, standen gemäss dem Budget 2006 noch 3,85 Milliarden Franken zur\nVerfügung (486 Millionen Franken weniger)24.\n\nDie rechtliche Umsetzung des Entwicklungsschrittes 2008/11 erfolgt durch eine Teilrevision der\nVerordnung der Bundesversammlung über die Organisation der Armee (AO) sowie des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Verbesserung des Bundeshaushaltes. Mit Botschaft vom 31. Mai\n2006 hat der Bundesrat die entsprechenden Änderungen vorgeschlagen25. Eine Änderung der\nBundesverfassung oder weiterer Bundesgesetze ist nicht vorgesehen.\n\n2. Armeeorganisation\n\na) Grundsatz: Organisationskompetenz des Bundesrates\nDie Armee ist rechtlich gesehen Teil der Bundesverwaltung26. Ihre Organisation folgt damit grundsätzlich den Regeln über die Organisation der Bundesverwaltung. Die Grundlage bildet Art. 178\nAbs. 1 BV27: „Der Bundesrat leitet die Bundesverwaltung. Er sorgt für ihre zweckmässige Organisation und eine zielgerichtete Erfüllung der Aufgaben.“ Gewisse Strukturelemente regelt die Verfas-\n\n20\nBundesgesetz über die Armee und die Militärverwaltung vom 3. Februar 1995 (Militärgesetz, MG,\nÄnderung vom 4. Oktober 2002, BBl 2002 6543.\n21\nBundesratsbeschluss über das Ergebnis der Volksabstimmung vom 18. Mai 2003, BBl 2003\n5164.\n22\nBotschaft ES 2008/11, BBl 2006 6221; vgl. zur Bedrohung durch den Terrorismus und die Auswirkungen auf das Recht PHILIPP JUCHLI/MARCEL WÜRMLI (Hrsg.), Auswirkungen des Terrorismus\nauf Recht, Wirtschaft und Gesellschaft, Bern 2006; HEINRICH KOLLER, Kampf gegen den Terrorismus – Rechtsstaatliche Grundlagen und Schranken, ZSR 2006 I, S. 107 ff.; HANS VEST, Terrorismus als Herausforderung des Rechts, Zürich/Basel/Genf 2005.\n23\nBotschaft ES 2008/11, BBl 2006 6222.\n24\nBotschaft ES 2008/11, BBl 2006 6220; gemäss Voranschlag 2007 sind für den Verteidigungsbereich 4,8 Milliarden Franken vorgesehen (Voranschlag 2007, S. 99).\n25\nBundesgesetz über Massnahmen zur Verbesserung des Bundeshaushaltes, Entwurf, BBl 2006\n6247.\n26\nVgl. die Erwähnung der Struktur der Gruppe Verteidigung in Art. 11 OV-VBS.\n27\nVgl. TSCHANNEN, Staatsrecht, § 39 Rz. 28 ff.\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2007 18\nGutachten\n\nsung selber: Die Bundesverwaltung ist in sieben Departemente gegliedert; jedem Departement\nsteht ein Mitglied des Bundesrates vor (Art. 178 Abs. 2 BV). Ansonsten verfügt der Bundesrat über\ndie sog. Organisationskompetenz28.\n\nDem Gesetzgeber ist von Verfassungs wegen vorbehalten, Aufgaben aus der Verwaltung auszugliedern (Art. 178 Abs. 3 BV)29. Ausserdem regelt die Bundesversammlung die Grundfragen der\nVerwaltungsorganisation (Art. 164 Abs. 1 Bst. g BV) im Rahmen des Regierungs- und Verwal-\ntungsorganisationsgesetzes30.\n\nIm Übrigen ist es Aufgabe des Bundesrates, die Organisation der Bundesverwaltung auf dem Verordnungsweg zu regeln31. Innerhalb der Departemente treten Departementsverordnungen, allenfalls Amtsverordnungen hinzu32. Sie regeln die Einzelheiten. Der Bundesrat gliedert die Bundesverwaltung nach Kriterien der Zweckmässigkeit und der Effizienz sowie aufgrund politischer Über-\nlegungen33.\n\n"}