{"Signatur": "CH_VB_007", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2013-08-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_007_150000290_2013-08-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000290.pdf?ID=150000290", "Checksum": "8bbd2c7ecbdf3fb9a5b563c1393a3c29"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000290"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission 21.08.2013 150000290"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours interne des EPF 21.08.2013 150000290"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso dei PF 21.08.2013 150000290"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours interne des EPF"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso dei PF"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours interne des EPF (CRIEPF)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:17:35", "Checksum": "684230e4eb4fe9015ecc088a3c4b970a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission 21.08.2013 150000290\n\nZiffer 7.5 wörtlich: «7. Um zu gewährleisten, dass der Wille des Volkes die Grundlage für die Autorität\nder Regierung bildet, werden die Teilnehmerstaaten:\n(7.5) – das Recht der Bürger achten, sich ohne Benachteiligung um politische oder öffentliche\nÄmter zu bewerben, sei es als Einzelperson oder als Vertreter politischer Parteien und\nOrganisationen; (…)»\nDiese Bestimmung steht in engstem Zusammenhang mit der vorangehenden, hier ebenfalls zu zitierenden Norm:\n«(7.2) – zulassen, dass alle Vertreter in zumindest einer der Kammern des nationalen Gesetzgebungsorgans vom Volk frei gewählt werden;»\nDiese Bestimmung ist keineswegs irrtümlich, sondern sehr bewusst ins OSZE-Dokument eingeflossen, weil beispielsweise weder Grossbritannien (Oberhausgesetz Art. 2 und 3) noch Irland (Verfassung Art.18) noch Frankreich (Verfassung Art. 24 Abs. 2) noch die Bundesrepublik Deutschland\n(Grundgesetz Art. 51) noch die Russische Föderation (Verfassung Art. 96) die zweite Parlamentskammer direkt vom Volk wählen lassen. Es wäre eine schlechterdings nicht zu vertretende Fortentwicklung des OSZE-Normbestandes auf dem blossen Interpretationsweg, den Gliedstaaten zu gestatten, die Wahl ihrer Vertreter in der zweiten Parlamentskammer beispielsweise (wie in Deutschland)\ndem willkürlichen Entscheid des Regierungschefs zu überlassen und zugleich die Fixierung der Wahlnormen durch Rechtsatz dieser Gliedstaaten (wie in der Schweiz) zu untersagen.\n28. Keineswegs aussagekräftiger ist der Hinweis auf Paragraph 4 des Allgemeinen Kommentars des\nUNO- Menschenrechtsausschusses von 1996 zu Artikel 25 der UNO-Pakte II32. Dass die Kriterien\njedweder Beschränkung der Wählbarkeit objektiv und nachvollziehbar sein müssen, ist unbestritten.\nProblematisch hingegen ist die Berufung auf diese Aussage im Zusammenhang der Ständeratswahlen, solange die weitverbreiteten gleichartigen Restriktionen33 durch die UNO nicht universell als sachfremd bezeichnet worden sind.\n29. Was die in Frage gestellten unterschiedlichen kantonalen Normen zur Ständeratswahl anbetrifft,\nmag es von Interesse sein, zum aktiven Wahlrecht die Verfassung der USA zu konsultieren: Art. 1\nSect. 2 (hinsichtlich des Repräsentantenhauses) und Amendment XVII (hinsichtlich des Senats)\nschreiben von Bundesrechts wegen vor, dass die Wähler in jedem Gliedstaat denselben Bedingungen\n\n32 Allgemeine Bemerkung Nr. 25, Das Recht auf Teilnahme am öffentlichen Leben, das Wahlrecht und das Recht auf gleichen Zugang zum öffentlichen Dienst (Artikel 25), 57. Sitzung (1996) (orig.: General Comment No. 25: The right to participate in public affairs, voting rights and the right of equal access to public service (Art. 25): 12.07.1996.\nCCPR/C/21/Rev.1/Add.7, General Comment No. 25. (General Comments) (Fundstelle:\nhttp://www2.ohchr.org/english/bodies/hrc/comments.htm).\n33 Vgl. nur etwa die unterschiedlichen Alterseinschränkungen für die Wählbarkeit in die erste und in die zweite Kammer sowie\nzum Amt der Staatspräsidentschaft folgender Staaten:\nTabelle 4\nStaat Wählbarkeit zur Wählbarkeit zur Wählbarkeit Bemerkungen\n1. Kammer 2. Kammer als Präsident\nAlter Verfassung Alter Verfassung Alter Verfassung\nJahre Art. Jahre Art. Jahre Art.\nDeutschland Volljährig- 38 (51) 40 54\nkeit Abs. 2 Abs. 1\nGriechenland 25 55 – – 40 31\nIrland 21 16 21 18 35 12\nAbs. 2 Abs. 4\nItalien 25 56 40 58 50 84 aktives Wahlrecht\nAbs. 3 Abs. 1 zum Senat erst\nab 25 (V Art. 58)\nPolen 21 99 30 99 Abs. 1 35 127\nAbs. 1\nRussland 21 97 96 35 81\nAbs. 1 Abs. 2 > Abs. 2\nGesetz\nTschechien 21 19 40 19 Abs. 2 40 19 iVm. 57 ab 2013 Volkswahl\nAbs. 1 des Präsidenten\n(Verfassungsänderung\nvom 08.02.2012)\nUSA 25 I 30 I 35 II\nSect. 2 Sect. 3 Sect. 1\nSub- Sub- Subsect. 2 sect. 3 sect. 5\n\n"}