{"Signatur": "CH_VB_007", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2013-08-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_007_150000290_2013-08-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000290.pdf?ID=150000290", "Checksum": "8bbd2c7ecbdf3fb9a5b563c1393a3c29"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000290"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission 21.08.2013 150000290"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours interne des EPF 21.08.2013 150000290"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso dei PF 21.08.2013 150000290"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission de recours interne des EPF"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso dei PF"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission de recours interne des EPF (CRIEPF)"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:17:35", "Checksum": "684230e4eb4fe9015ecc088a3c4b970a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) ETH-Beschwerdekommission 21.08.2013 150000290\n\n k. Schweden: Verfassung Kap. XI § 6 in Verbindung mit § 9;\nl. Slowenien: Verfassung Art. 43 Abs. 2;\nm. Slowakei: Verfassung Art. 30 Abs. 1 zweiter Satz und\nn. Spanien: Verfassung Art. 13 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 23 und Art. 140.30\n24. Im erläuternden Bericht31wird dazu was folgt vermerkt:\nb. «Die meisten Rechtsvorschriften sehen als Bedingung die Staatsangehörigkeit vor. Jedoch\nzeichnet sich eine gewisse Entwicklung dahingehend ab, dass ansässigen Ausländern politische Rechte auf kommunaler Ebene gewährt werden entsprechend der Konvention des Europarates über die Beteiligung der Ausländer am öffentlichen Leben auf lokaler Ebene (STE 144).\nDaher wird empfohlen, das Wahlrecht auf lokaler Ebene nach einer gewissen Aufenthaltsdauer\nzu gewähren. Darüber hinaus führte die europäische Integration dazu, dass den europäischen\nBürgern die Wahlberechtigung und das Recht auf Wählbarkeit bei den Kommunalwahlen und\nden Wahlen zum Europäischen Parlament in dem Mitgliedstaat, in dem sie ansässig sind, gewährt wird (Vertrag zur Gründung der EU [recte: der Europäischen Gemeinschaft, wi] Artikel\n19). Das Kriterium der Staatsangehörigkeit kann ausserdem Probleme mit sich bringen, wenn\nein Staat den Personen die Bürgerschaft verweigert, die seit mehreren Generationen ansässig\nsind, in dem er sich z. B. auf sprachliche Überlegungen beruft. Ausserdem müssen Personen\nmit doppelter Staatsangehörigkeit nach der Europäischen Konvention über die Staatsangehörigkeit (STE 166 Artikel 17) über die gleichen Rechte bei Wahlen verfügen wie andere Inländer.\n(Der EuGh für Menschenrechte geht weiter: Eur. Komm. für Menschenrechte Nr.28858/95, Entscheidung vom 25.11.96, Gantchev gegen Bulgarien, D.R. 87 S. 130).»\n25. Als Fazit lässt sich ziehen, dass der weitaus grösste Teil ausländischer EU-Staatsangehöriger auf\ndem Boden der Europäischen Union in ihrem Gaststaat das kommunale Wahlrecht geniesst. Staaten\nder Europäischen Union tendieren klar zur Einräumung des lokalen Wahlrechts an Steuern zahlende\nAusländerinnen und Ausländer, hingegen gerade nicht zur Ausdehnung des lokalen Wahlrechts auf\nihre eigenen Auslandbürger. Schweizer Staatsangehörige kommen entsprechend in den Genuss dieses kommunalen Wahlrechts am Ort ihres ausländischen Wohnsitzes in der EU nur, insofern sie auch\ndie Staatsangehörigkeit eines EU-Staates besitzen, also Doppelbürger sind. Viele von ihnen erfüllen\naber dieses Kriterium (vgl. Rz. 34 Tabb. 6 und 7 hiernach).\n\nF OSZE-Empfehlungen\n\n26. In ihrem Schlussbericht vom 31. Januar 2012 zur Beobachtung der eidgenössischen Gesamterneuerungswahlen vom 23. Oktober 2011 vermerkt die OSZE in Ziff. IV Bst. B wörtlich was folgt:\n«While the Swiss political system is based upon the principles of federalism and subsidiarity, it is unusual for a country to have different eligibility requirements and conditions for citizens to be elected to\nthe same body of the national parliament (Council of States). The federal and cantonal authorities\ncould reflect on the extent to which these differences may affect the principle of equality of political\n16\nrights of all citizens and the extent to which they comply with international standards. », und in\nFussnote 16 wird auf folgendes verwiesen: «See, for example: Paragraph 7.5 of the 1990 OSCE Copenhagen Document, which provides that participating States will «respect the right of citizens to seek\npolitical or public office, individually or as representatives of political parties or organizations, without\ndiscrimination». Paragraph 4 of the 1996 UN Human Rights Committee General Comment 25 stipulates that any restrictions on the right to stand for office should be «based on objective and reasonable\ncriteria.» The 2002 Code of Good Practice in Electoral Matters of the Venice Commission of the\nCouncil of Europe, Principle 1.1.1, stipulates the right of «all» citizens to stand for election and that\nwhere age limits apply to candidacies, they should not exceed 25, except where there are qualifying\nages for specific offices.»\n27. In den von der OSZE-Beobachterdelegation genannten Quellen finden sich jedoch gerade keine\nAussagen, welche die Deutung dieser Beobachterdelegation stützen würden. Die einschlägigen Teile\ndes Kopenhagener OSZE-Dokuments von 1990 (publiziert in BBl 1991 I 1072f) sagen in der zitierten\n\n30 Einige neuste Verfassungen (Kroatien, Ungarn) sind derzeit noch nicht in einer mir verständlichen Sprache greifbar.\n31 Angenommen von der Venedig-Kommission auf ihrer 52. Tagung (Venedig, 18.–19. Oktober 2002).\n\nVPB/JAAC/GAAC/PAAF 2014, Ausgabe vom 6. März 2014 15\nGutachten Bundeskanzlei\n\n"}